Die Neuigkeiten des BDSM-Masters

Deutschland – Wir müssen reden!

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Corona als Hintertür zur deutschen Sex-Repression

Dominus.Berlin: „Seit gerade mal 2002 wird Sexarbeit rechtlich als Beruf gesehen, und schon wieder werden die Stimmen laut, Strafen und Verbote gesetzlich zu verankern, um Sexarbeit auszumerzen, und das alles frechweg unter dem Deckmantel der Coronakrise. 

Wir Schwulen kennen den Scheiß schon, denn, als wir endlich mit der 68iger Bewegung gemeinsam mit den Heteros dafür gesorgt haben, dass dem Staat die Befugnis abgesprochen wurde, die „sittliche Ordnung“ mit den Mitteln des Strafrechts zu verteidigen, gab es für uns Schwule noch lange Zeit den §175. Er beinhaltete einen überdimensionalen Jugendschutz im Falle eines homosexuellen Übergriffes. Unter dem §175 entstanden für Schwule viele unfaire rechtliche Probleme und wurde noch bis in den 90iger Jahre in Deutschland angewendet. Er fand vor allem in jeder Diskussion über Schwulenrechte immer wieder seinen Platz als Rechtfertigung, dass Schwulsein eben „was Anderes“ ist. 1990 wurden in Deutschland von fast 100 Verurteilten, noch 10 Menschen in den Knast gesteckt, weil sie „Unzucht“ betrieben (http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/12/030/1203036.pdf), während die Öffnung der Ehe für Homosexuelle bereits im Gespräch war. Der Paragraph wurde erst 1994 gestrichen. Und warum gab es den §175 für Männer?  

Natürlich wegen Moral, denn Schwulsein ist eben was Schlechtes.

Übrigens, wurden grundsätzlich Männer verfolgt und bestraft, denn männliche Homosexualität ist ja so viel schlimmer für eine psychische Entwicklung als die weibliche Homosexualität *ironieoff*. Das ist sozusagen, für Schwule, ein Sexismus im Sexismus. Und, warum war das so? Frauen hat man damals keine eigenständige Sexualität zugetraut – für Lesben also, ein klarer Fall vom Glück im Unglück. Das gibt es für Sexarbeiterinnen heute noch, denn für die Sexarbeitsgegner kann Sexarbeit grundsätzlich von keinem Anbieter als positiv empfunden werden. *kopfschüttel*

In den 80iger Jahren wurde erstmals die Rolle der „Nutte“, sowie des „Hinterladers“, politisch wie moralisch gleichermaßen stark im Rahmen der AIDS-Diskussion thematisiert. Es entstand hier ein neues Bild der Sexualität, denn man musste sich plötzlich gesamtgesellschaftlich mit „Infektionswegen“ und „Kontakthäufigkeiten“ auseinandersetzen.
2020 haben wir nun das Coronavirus, und schon wieder müssen wir uns erklären, weil man draußen irrsinnige Bilder von Prostitution im Kopf hat.

Beispiele:

  • Kunden sind in den seltensten Fällen die totalen Unbekannten; im Falle einer Infektion ist eine Kontaktaufnahme mit dem Kunden fast immer möglich. Das gilt im erhöhten Maße während einer Pandemie, weil:
  • Kunden von Sexarbeitern sind auch keine hormonell-unzurechnungsfähigen Menschen, denn auch sie haben ein Interesse an ihrer Gesundheit.
  • Ja, beauftragte Gangbangs gibt es, sind aber eher selten, denn die Prostitution ist i.d.R. ein „1 zu 1“-Geschäft, und das gilt für alle sexuelle Ausrichtungen, sowie für alle Geschlechter.
  • Wer glaubt, dass man in der Sexarbeit 20 Kunden täglich bedienen kann, der möge mal nachrechnen wie reich wir Huren dann wären, wenn wir das ein paar Monate durchziehen würden. Jeder Physiotherapeut hat i.d.R. mehr Kunden. 
  • In Bordellen oder SM-Studios ist es nicht schmutzig, denn Hygiene ist hier seit Jahrhunderten eine Pflichtnummer für alle Beteiligten. Sexarbeiter sind da i.d.R. sogar verdammt gut drin.

 

Mein Klient Alex (siehe Bild) sagt offen was er denkt

Alex: „Ich bin öfters Gast im LUX-Dominastudio in Berlin. Ich finde das Ambiente dort viel ansprechender für das Ausleben von dunklen Fantasien, als mein heimisches Wohnzimmer in Hamburg.

Wenn ich mit Dominus.Berlin  – oder Master Andre, wie ich ihn nenne,  nach einer Session noch was trinken gehe, dann sehe ich auch, was hinter den Kulissen passiert, nachdem er seine schwere Ledermontur gegen bequeme blaue Jeans und schwarzes T-Shirt ausgetauscht hat. Master Andre pustet die Kerzen aus, entfernt sorgfältig die Wachsspuren und öffnet die Fenster zum Lüften. Die Handtücher werden ausgetauscht und das Bett frisch bezogen (obwohl es an dem Nachmittag gerade mal als Sitzplatz für uns diente). Danach werden Halsbänder, Masken, Ketten, Gurte und alle anderen benutzten Gegenstände einzeln desinfiziert und trockengerubbelt. „Wir haben eine Reinigungsdame, die das Gröbste erledigt, aber die Feinarbeit machen wir selbst“, sagt er. 

Schließlich ist der Fußboden dran: Feuchtwischen, bis in die hinterste Ecke. Die Gläser wandern in die Spülmaschine, die benutzen Handtücher landen im Wäschekorb und die Fenster werden wieder geschlossen.
Zum Schluss hat er immer ein zugeknotetes Tütchen mit den physischen Überbleibseln unserer Session (Kondome, Papier, Einmalhandschuhe usw.) an seiner Hand baumeln, die er auf dem Weg nach draußen im Müll deponiert. Wenn wir den Raum verlassen, sieht es drinnen aus, wie in einem frisch gereinigten Hotelzimmer. 

Wenn ich mir heute die Corona-bedingten Hygieneanforderungen ansehe, kann ich nur sagen: das LUX hatte sie lange vor Eintreten der Pandemie bereits erfüllt. 

Ich kann bezeugen, dass Sauberkeit und Hygiene hier einen verdammt hohen Stellenwert genießen.

Dominus.Berlin: „Der Hauptpunkt in der leidigen Corona-Debatte: wenn der Staat seinen Mitbürgern den Sex untereinander nicht über den Weg der Sanktionen verbietet, wie derzeit, muss es ebenfalls – wenn nicht sogar im höherem Maße – für die Sexarbeit gelten. Die gewerblich organisierte Sexarbeit wird aufgrund ihres wirtschaftlichen Interesses logischerweise sogar noch umsichtiger vorgehen. Un das nicht nur, weil der Körper des Sexarbeiters und die Gesundheit des Klienten das Kapital des Sexarbeiters darstellen, nein, es lassen sich mit den umliegenden Instanzen (Bordelle, Hilfseinrichtungen usw.) Regeln einführen und kontrollieren.

Aber was passiert? Spricht man mit uns? Erarbeitet man mit uns Lösungen? Nein, wir werden „verboten“. Sexarbeit ist auch Monate, nachdem Friseure wieder einen Pony im Gesicht schneiden, immer noch illegal. 

Es kommt noch besser, denn alle Beteiligten wissen, dass Prostitution trotzdem stattfindet. Fast jeder arbeitet wieder – irgendwo und irgendwie. Fakt ist, dass die Arbeit mit weniger Hygiene stattfindet (Hotels, Privatwohnungen, Toiletten usw.). Aus epidemiologischer Perspektive, vollkommener Unsinn. Hinzu kommt, dass die Beratungsstellen schließen, – aber es fragt eh niemand nach gesundheitlichem Rat in der Illegalität – nur nach Hilfe, da kein Geld mehr da ist, weil Hartz 4 kaum ausreicht, und selbst diese Zuwendung für viele migrierte Sexworker grundsätzlich nicht zur Verfügung steht. Ganz zu schweigen vom körperlichen Schutz für weibliche Sexarbeiter – der fällt derzeit durch den Wegfall der Bordelle und der dazugehörigen Security, komplett flach. 

Das ist eine saftige Ausgrenzung, die seinesgleichen sucht, mit der Begründung der  „mangelnden Kontrollierbarkeit der Hygienekonzepte“ (siehe: Schriftliche Kleine Anfrage 22/823 der Abg. Dr. Ensslen u. Özdemir (Die Linke) Wie steht es um die Berufsfreiheit der Prostituierten? Drucksache Nr. 2020/1280). Abgesehen davon, dass die wenigsten Geschäfte und Büros über riesige kontrollierbare Fensterfronten verfügen, sind auch alle weiteren Begründungen an den Haaren herbeigezogen. Lies einfach selber.

Lass Dich nicht verarschen, es geht bei diesem Sexkaufverbot derzeit mal wieder um Moral – genau wie damals in der AIDS-Thematik. 

Warum wird derzeit das spontane gegenseitige orale Penetrieren über grindr, tinder & Co nicht mit Bußgeldern belegt, während man in der Sekunde des Kaufs eines Blowjobs, eine saftige Ordnungswidrigkeit begeht? Das Virus wird sicher nicht durch den Bezahlvorgang ausgelöst, oder? Trotzdem macht sich die Polizei derzeit vor dem Trans-Straßenstrich auf der Frobenstraße breit, und versaut somit das eh schon Corona-bedingt mies laufende Geschäft.

Klares Ausgrenzen der Sexarbeiter – und natürlich wird mit den Kleinsten angefangen. Ralf Rötten (Geschäftsführer von HILFE-FÜR-JUNGS e.V.) hierzu: „Die besonders von Diskriminierung betroffenen in der Sexarbeit sind jetzt in der Corona-Krise auch wieder diejenigen, die die größten persönlichen Opfer erbringen müssen.“

Diese Ausgrenzung von unliebsamen Gruppierungen unter gesundheitlichen Vorwänden kommt mir alles reichlich bekannt vor. Hat doch Horst Seehofer 1987 vorgeschlagen, AIDS-Infizierte und Kranke künftig „in speziellen Heimen“ zu sammeln. Kultusminister Hans Zehetmair hat damals noch einen draufgesetzt: (…) Homosexualität gehöre in den „Randbereich der Entartung (…) Das Umfeld der ethischen Werte muss wiederentdeckt werden, um diese Entartung auszudünnen.“

(Quelle: https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13522444.html )

Gott sei Dank, konnten sich diese Werte seinerzeit nicht durchsetzen, und die von der CSU gewünschten Zwangsregistrationen und angedachten Verschleppungen wurden nicht eingeführt, denn irgendwann wurde miteinander geredet, und Lösungen erarbeitet.  

Ralf Rötten: „Eine Pandemie zum billigen Vorwand zu nehmen, um in paternalistischer Weise Sexarbeitenden gegen ihren ausdrücklichen Willen auch zukünftig vor möglichen Gefahren zu schützen, ist weder demokratisch, noch emanzipatorisch und schon gar nicht feministisch. Diese fragwürdige Allianz von bibeltreuen Christ*innen, über Sozialdemokrat*innen bis hin zu Altfeminist*innen, wird das Elend der Sexarbeitender vertiefen, und die Infektionszahlen mit STIs in die Höhe treiben (wie bei den Männern in Schweden). Der beste Schutz vor Ausbeutung, Unterdrückung und auch sexuell übertragbaren Infektionen ist immer noch die Aufklärung und der offene Umgang mit Fragen zu Gesundheit, Sexualität und Selbstbestimmung in einer Gesellschaft. Das hat sich schon bei AIDS in den letzten 35 Jahren gezeigt.“

Noch bis 1977 schrieb das Bürgerliche Gesetzbuch vor, dass eine Frau die Erlaubnis ihres Ehemanns für die eigene Berufstätigkeit brauchte. Bei Abschaffung skizzierten die Konservativen das erschreckende Bild der verwahrlosten Kinder, weil die Mütter sich aufgrund der nun anfallenden Karriere nicht mehr um sie kümmerten, und zogen als Beleg traumatisierte Scheidungskinder heran. 

Ähnlich verhält es sich mit den Überlegungen zum Sexkaufverbot – eben nur rückwärts. Man nehme Opfer von Menschenhandel, werfe sie in einen Topf mit Sexarbeitern und verlange nun ein großes und einfaches Verbot. 

Lass Dich nicht verarschen, das Eine hat mit dem Anderen überhaupt nichts zu tun. Es behauptet sowieso niemand, er könne Kriminalität zu 100% bekämpfen – in keiner Branche. Selbst die Sexarbeitsgegner gehen nicht soweit mit ihren Forderungen nach Verboten und Strafen. Aber, kann ein Verbot hier tatsächlich wenigstens etwas helfen? Klingt schon alleine aufgrund der Einfachheit, nach einem populistischen Gedankenansatz. Schauen wir in die Geschichte der USA: hier wurde das – sicherlich für einige Menschen – große Problem „Alkohol“ nicht durch die Prohibition (=Gesamtverbot von Konsum und Verkauf von Alkohol, 1913-1921) besiegt. Es erscheint rückwirkend als eine der dümmsten Maßnahmen für eine derart komplexe Fragestellung, welche sich im Spannungsfeld von „tödlicher Droge“ bis zum „zwanglos anwendbarem Positiv-Verstärker“ befindet. Worauf haben wir Menschen in der ganzen Welt gesetzt? Auf Aufklärung, Selbstbestimmung und sinnvolle Regeln – nicht auf ein flaches, gesamtheitliches Verbot. 

Ich verlange eine deutliche Trennung zwischen Kriminalität in der Prostitution, und Sexarbeit. Von der heutigen Gesellschaft ist zu erwarten, dass sie es schafft, sich gezielt eines Problemfeldes anzunehmen, ohne die Berufswahl von 40400 Menschen* zu zerstören, und durch pauschale Opferzuschreibung zu entmündigen, sowie – darüber hinaus – die Freiheit eines jeden Bundesbürgers dermaßen einzuschränken.  

Mein Klient Alex zum Thema „Für Sex zahlen“

Alex: „Es fällt mir überhaupt nicht schwer, einen geeigneten Sexpartner zu finden, um den schnellen Kick einer geilen Nummer zu bekommen. Sexuell gesehen habe ich keinen Nachholbedarf, oder unerfüllte Wünsche.

Ich zahle nicht für den Sex, ich zahle für das Erlebnis.

Wenn ich ins Studio LUX gehe, dann geht es um viel mehr als Sex. Sehr viel mehr! Ich bin bereit, mich auf ein erotisches Abenteuer der besonderen Art einzulassen, in dem Kreativität, Neugier, Mut und Vertrauen mindestens einen gleichwertigen Stellenwert haben, wie der Sex. Es ist die Suche nach dem Außergewöhnlichen, nach dem Ungewöhnlichen… vielleicht auch der Wunsch nach einem kurzfristigen Ausbruch aus der Realität, und das Eintauchen in einer Welt, die zwar nicht „verboten“ ist, der jedoch schon immer Adjektive wie „verrucht“ und „pervers“ angeheftet wurden.“

Dominus.Berlin: „Kommen wir zurück zur Frauenbewegung: Viele Gesetze haben Frauen heute dahin gebracht, wo sie jetzt sind, und trotzdem müssen wir uns 50 Jahre später immer noch neue Maßnahmen überlegen, wie z.B. Quotenregelungen bei Vorständen und Parteien, damit Frauen gleichberechtigt sind. Wie zur Hölle kommen wir auf die Idee, dass das neue Prostitutionsgesetz von 2002, bereits 2020 in voller Breite, in einem solch diversen Umfeld in der Praxis funktionieren muss? Natürlich müssen wir nachbessern – das ist logisch. Die neuen Regeln von 2018 sind allerdings ein Witz hinsichtlich der Zielsetzung. Glaubt echt jemand, dass unsere Registrierung, also die Erfassung von sowieso schon bekannten Sexarbeitern, wie z.B. mir, irgendeinem Menschenhandelsopfer hilft? Das war ein teurer Griff ins Klo für den Steuerzahler. Verpflichtend sollte nur die Anmeldung beim Finanzamt sein, wie bei anderen Selbstständigen auch. 

Es wäre grundsätzlich wünschenswert, wenn MIT uns Sexarbeitern gesprochen werde würde – nicht ÜBER uns. 

Ich werde nicht müde, Dinge zu fordern, die wirklich was bewegen und zwar:

  • finanzielle Unterstützung von anonymen und leicht erreichbaren Beratungsstellen
  • deutschlandweit kostenlose Untersuchungen und Behandlungen in den Gesundheitsämtern
  • den Zugang zur Künstler-Sozialkasse
  • den Aufbau eines niedrigschwelligen Ausbildungs- und Fortbildungssystems für Sexarbeitende – berufsbegleitend und freiwillig
  • die Aufnahme von Sexarbeit ins Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz
  • die Möglichkeit eines Arbeitsvisums für migrantische Sexarbeitende und vor allem
  • ein Bleiberecht für Opfer von Menschenhandel

Wenn wir Gesetze schaffen, dann müssen wir oftmals orakeln, was die bessere Lösung ist. In puncto des Gesetzes von 2002 wissen wir das schon: vorher war es nachweislich für 40400* Menschen beschissener, denn Sexarbeit war rechtlich nicht anerkannt – PUNKT. Illegalität, die erzwungen wird durch Bestrafung unserer Kunden, zieht uns – logischerweise – mit, bzw. wieder in den Abgrund. 

Jedes Mal, wenn ein Menschenhandelsopfer ausführlich seine Geschichte beschreibt, und somit belegt werden soll, dass Prostitution der Grund allen Übels ist, dann frage Dich, warum Sexarbeitsgegner darauf verzichten, sich grundsätzlich um das Problem „Gewalt und Unterdrückung von Menschen“ zu bemühen. Das würde nämlich die vielfach geprügelte Ehefrau mit einem normalen Beruf miteinschließen. Das interessiert keinen Sexarbeitsgegner, weil diese geprügelte Frau ja brav verheiratet ist, also einem moralischen Kodex entspricht. Nur wenn sie eine Prostituierte ist, dann müssen wir ein neues Gesetz schaffen.

Lass Dich nicht verarschen – es geht nur um eine Veränderung der Moral zur Sexarbeit durch ein Gesetz. 

Jedes Mal, wenn man Dir vom „ekeligen bösen Freier“ erzählt, der sich in Freier-Foren abwertend gegenüber Sexarbeitern äußert, frage Dich, wieviel Sexarbeiter siehst Du auf der Straße, die sich hierzu beschweren? Lediglich ein paar Aussteiger wirst Du finden, denen es an professioneller Abgrenzung zum Beruf mangelte. Sexarbeiter kommen mit einer Negativbewertung klar, denn wir wissen, dass wir eine Dienstleistung anbieten. 

Lass Dich nicht verarschen – es geht nur um eine Veränderung der Moral zur Sexarbeit durch ein Gesetz. 

Jedes Mal, wenn Dir die irrsinnige Behauptung präsentiert wird, dass über 90% der Sexarbeiter leiden und aussteigen wollen, frage einfach nach einem Beleg für diese 90%. Es wird keinen geben, denn niemand kennt solche Zahlen. Es sind schlicht und ergreifend „Annahmen“. Annahmen reichen nicht für Gesetze. Und schon gar nicht, um alleine die 40400* Sexarbeiter in Deutschland, die den Termin beim Ordnungsamt, sowie Zwangsgespräche bei der Gesundheitsbehörde über sich ergehen ließen – und somit logischerweise das Einverständnis zum Beruf klar belegt haben -, beruflich zu zerstören. 

Jedes Mal, wird von Dir eine Zustimmung zu einer Rückführung zu einer sexuellen Kultur, Tradition und Moral eines Deutschlands, was so gar nicht mehr existiert, erwartet.

Das Land ist bereits tolerant gegenüber Sexarbeit. „Das ist ein normaler Job“, höre ich immer wieder. 

Wir stehen kurz vor der Verinnerlichung dieses Wertes. Es dauert nicht mehr lange, und ich werde nicht mehr mit 100 Fragen gelöchert, bewundert oder bemitleidet, weil ich Geld mit Sex verdiene. 

Jedoch steckt in jedem von uns ein kleiner Sexarbeitsgegner… Du glaubst es nicht? Überlege mal: möchtest Du mich als Lebenspartner mit Berufsangabe deinen Eltern vorstellen? Trotz aller rational-positiven Gedanken, die Du bzgl. meiner Arbeit hast, hast Du grade gezuckt oder?

Natürlich hast Du das- aber warum? Weil wir erzogen wurden zu denken, dass Sexarbeit was Schlechtes ist. Viele haben Sexarbeit nur im Rahmen von Christiane F. kennengelernt und sonst gar nicht. 

Langsam aber sicher wird es Eltern tatsächlich egal, ob ein Kind schwul wird oder nicht, und irgendwann werden die Eltern ein ähnliches Verhältnis zur Sexarbeit bekommen.

Wir hatten auch erst wenige Jahre um Dir zu zeigen, dass es uns gut geht, dass wir nicht psychisch krank sind, und nicht konvertiert werden müssen.

Ich wette das kommt schwulen Männern sehr bekannt vor.

BACKSTAGE-TOUR durch
Domina – Bizarrstudio  Lux mit Plauderstündchen

SM MASTER ANDRE IM DOMINA BIZARR STUDIO LUX IN LEER, SONNENBRILLE

 

Motivation/ Inhalt:

Geplant ist ein lockerer Rundgang mit einer/m weitere(n) Profi-Kollegin/en sowie eine lustige Plauderrunde, wo aus dem Nähkästchen getratscht wird.
Durch die CoronaLockerungen ist es endlich soweit, dass wieder eine gewisse Anzahl von Menschen beisammen sein darf, und wir schauen uns in den Räumen mit geöffneten Fenstern um und die Plauderrunde ist auf der Terrasse.

Ihr werdet durch alle Räume geführt, bekommt erklärt, was man dort so anstellen kann sowie die eine oder andere lustige Begebenheit aus dem Studioalltag verraten. Alle, die Lust haben sich vielleicht mal privat zum Spielen einzumieten, bekommen hier einen tollen Überblick und viele praktische Anregungen. Alle anderen vielleicht auch.

Es werden auch einige Spielzeuge und Maschinen vorgeführt. Anfassen erlaubt, aber wir müssen das in Grenzen halten wegen der strengen Corona-Hygienebestimmungen.
Ansonsten wäre es toll, wenn an diesem Abend / Morgen sich alle an die Regeln halten aber Corona mal kein Thema ist.

Nach der Besichtigung sitzen wir draußen auf der großen Terrasse bei einem kühlen Getränk oder einem starken Kaffee zum Frühshoppen, und es dürfen den BDSM Sexarbeitern Löcher in den Bauch gefragt werden. Auch sehr intime Fragen sind willkommen.

Zum Schauen, Probieren und dumme Fragen stellen.
Herzlich willkommen.
Die Räume sind Rollstuhlgeeignet, also bitte kommt angerollt.

Mitzubringen sind:

– Gute Laune
– (wer will) ganz viele Fragen .

Softgetränke sind im Preis inbegriffen.
Sekt oder Wein darf gerne mitgebracht werden. Das Lux hat keine Ausschankgenehmigung, aber Gläser…

Dauer:

2 Stunden oder länger….

Preis:

25 Euro oder 20 Euro für Mitglieder des BesD, von Hydra und andere Sexarbeitsaktivist*innen

Termine / Kontakt:

Für die Terminmöglichkeiten bitte Anfrage via kontakt (at) dominus.berlin

 

 

Der Dominus und die Separée

Neuer Blogbeitrag vom Dominus im erotisch-eloquenten Frauenmagazin Séparée: es geht um den Unterschied zwischen dem männlichen und dem weiblichen Gast. Kann man kostenlos beim Klick auf das Bild lesen:

Der BLOG Beitrag vom Dominus Unterschied zwischen weiblich- und männlichem BDSM Kunden

Der Dominus im und auf dem Magazin MASSAD

Mal wieder „dominant präsent“, und zwar diesmal auf dem populärsten niederländischen BDSM-Magazin Massad mit der BDSM-Ikone Calea Toxic. Die beiden eint die rheinländische Herkunft und der Spielort „Alter bizarrer Bahnhof, Duisburg„. Submissive Männer und Frauen kommen zu ihnen und manchmal auch zusammen. Eine Geschichte gibt es hier zu lesen. Bestellung beim Klick aufs Bild:

Titelseite des BDSM FetischMagazin MASSAD aus NL mit BDSM Ikone Calea Toxic und dominus.berlin in Volleder iim Keller des alten bizarren Bahnhofes, Duisburg

Weiterer Sendeplatz für die Kolumne vom Dominus

Wenn es in der Kolumne vom Dominus um Latex-Play geht, dann findet man diese nun auch auf den Seiten von Blackstyle. Im Wesentlichen wird die Power-Exchange-Beziehung zu meinem Sklaven Olaf näher beleuchtet, weil er auch so auf Gummikleidung steht.

Screenshot der Blackstyle Hompepage mit der Latex-Kolumne von Master Andre

Rotlicht.de veröffentlicht den Pro-Sexarbeit-Aufruf vom Dominus

In gewohnter Weise offen wird über Sexualität, im Besonderen  über die BDSM Sexualität im käuflichen Bereich gesprochen. Dabei gibt es eine klare Kante gegen die Einführung des nordischen Modells der inkludierten Kundenbestrafung.
Übrigens ist auf rotlicht.de ein toller Informationsbereich zum Thema Prostitution. Sogar eine Pro/Contra Argumentation-auflistung. Sehr gut. Zum Aufruf gehts mit nem Klick aufs Bild:

Rotlicht.de veroeffentlicht Sexarbeiter rechte Aufruf vom SM Master

Dominus mal wieder „frontal“.

Die Fetisch-Stories vom Dominus mit den vielen BDSM-Praktiken wird regelmäßig ins Niederländische übersetzt und dort verkauft. Logischerweise kommt der Master auch mal zwischendurch in den „dominanten Sichtbereich“: auf die Titelseite.

Rotlicht.de veroeffentlicht Sexarbeiter rechte Aufruf vom SM Master

Dominus goes wikipedia

Ab einem gewissen Maß an Kontinuität und Bekanntheit, entsteht trotz des „nicht salonfähigem Themas BDSM“ ein allgemein-gültiges Interesse, so dass ein Eintrag bei Wikipedia erfolgte.

trotz des nicht salonfähigem BDSM Thema, entsteht ein allgemein-gültiges Interesse

Galerie de Sade

Bei dem für die BDSM-Community so bedeutsamen Internetguide GDS ist auch in 2020 die Zahl der geprüften SM Master verschwindend gering. Persönlich geprüft wird vor allem die Authentizität der Person – keine Master-Slave Verhältnisse oder Bondage-Kompetenzen. Zeigt sich der SM-Master mit Gesicht und besteht ein hoher Anspruch an seine Arbeit?

Prüfsiegel des BDSM Community Guide -Galerie De Sade- von SM Master Andre 2020

BOX Magazin Titelseite Januar 2020

Zum dreijährigen Jubiläum seiner BDSM-Kolumne gibt es den Dominus mit einem Bild des bekannten Fetisch-Fotografen Nikitzo mal wieder ganz vorne zu sehen. Nicht der erste Dom auf der Titel-Seite dort, aber es kleidet ungemein.

das Foto von Nikitzo wurde BOX Magazin Titelseite mit dem SM Master in Volleder

Der Marketingkurs von und mit dem Dominus für Sexarbeiter.

Es geht bei diesem Kurs darum, Sexarbeit als unternehmerische Dienstleistung zu verstehen und schlussfolgernd daraus, betriebswirtschaftlich auf dem Markt zu agieren. Man lernt durch wirkungsvollen Vertrieb bestehende Umsätze steigern, seinen Preis zu erhöhen, an der richtigen Stelle ins Gespräch zu kommen. Im Weiteren geht es um klassische Marketingthemen (kostenlose- & kostenpflichtige Werbeportale), sowie auch um „Fleissmarketing“ (Social Media).

Dieser Kurs ist der erste seiner Art, indem man als Sexarbeiter seine Arbeit unter klassischen Marketinggesichtspunkten neu bewerten kann.

Mehr Informationen, Termine und Buchung direkt bitte auf das Bild klicken:

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Der Dominus auf der Venus 2019

Die Messe Venus ist mit über 400 Ausstellern aus 36 Ländern international anerkannt und seit 1997 weltweit größte Messe für Themen rund um Erotik sowie BDSM. In 2019 ist erstmals der Dominus in der Kinky Lounge anzutreffen.

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Der Dominus als Titelbild der Bösen Buben, Berlin.

Als einer der wenigen, die BDSM-Sex zum Beruf gemacht haben und trotzdem ihr „Gesicht zeigen“, lässt sich der Dominus gern als Testimonial missbrauchen.

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Der Dominus auf der Folsom Europe 2019

Seit über 15 Jahren feiert sich die BDSM-Fetisch-Szene direkt in der Nachbarschaft zum Dominus. Die FOLSOM Europe folgt dem Vorbild der Folsom Street Fair aus San Francisco, USA. Der BDSM-Master ist, wie im Vorjahr, aufgrund seiner zum Anlass passenden Betätigung eingeladen, sich dort zu repräsentieren. Shaking Hands, Fragen stellen oder ein gemeinsames Bild ist nicht nur möglich, sondern auch ausdrücklich erwünscht.

BDSM Master auf SM Straßenmesse Folsom Europe

Der Dominus mal wieder in den SCHLAGZEILEN

Im April 2019 gab es einen kleinen Aufsatz vom Dominus zum Thema: MÄNNER ALS DOM, und zwar wieder im bedeutendsten, deutschsprachigen Medium der BDSM Szene: Schlagzeilen.

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Der Dominus als Titelbild von David Boy

Und, zack – schon wieder auf einer Titelseite. Diesmal auf dem niederländischen GAY-Fetischmagazin DAVID BOY, nebst Interview inside. Demnächst wird auch hier über des Masters perverse Tage geschrieben.

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Der Dominus in den SCHLAGZEILEN

Im Februar 2019 gibt es den Dominus sogar als Poster inkl. 4-seitigem Interview, und zwar im bedeutendsten deutschsprachigen Medium der BDSM-Szene: SCHLAGZEILEN. Gefragt wurde alles rund um Dominanz und Submission, Bondage, BDSM-Praktiken, Master-Slave Verhältnisse privat, und natürlich alles rund um das Thema Fetisch.

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Der Dominus im Magazin MASSAD

Das niederländische BDSM-Magazin MASSAD Ausgabe 294 /  Jan 2019 hat den SM-Master interviewt. Das Interview ist in niederländischer Sprache.

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Die monatliche Kolumne des Dominus

Hier kommst Du über diesen Klick zu den Tagebucheinträgen des Dominus.

Themen sind zB: verbale Erotik, Power-Exchange, Master-Slave-Beziehungen  Bondage, die Folsom, Uniform-Fetischismus, Latex / Rubber, forced-bi, Klinik-Sex, Fetisch: Körpergeruch, Soft SM, Natursekt, Cashslavery, Petplay, Ganbang, Stiefel, Leder, die Fickmaschine, Wachsspiele, Fisting, Sneaks, Sox, der Dentalfetisch, Dirty Games, Cock-Ball-Torture, Atemreduktion, Exhibitionismus.

Lesenswert für Dominante, Submissive, Meister, Sklaven, Puppys, Ponys Dominas, Sklavinnen uvm.

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2019 immer noch Best BDSM-Master in Deutschland.

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Der Dominus im Magazin Separée

finales webPicVier Seiten Dominus.Berlin zum Thema „Die Kunst der Unterwerfung“, im erotisch-eloquenten Separee Magazin (=Hier erhältlich=.

Einen TextTeaser bekommt man hier.

Der Dominus im Magazin MY KINK

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MY KINK hat den Dominus im Juni 2018 auf ein Cover gesetzt und mit ihm das Thema „die weibliche SM-Kundin“ erörtert. Hier kann man blättern…

Galerie De Sade

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Galerie De Sade hat den Dominus.Berlin auch 2018 wieder zum „Bestmaster “ gekürt. Mehr Infos? Einfach Klicken.

Der Dominus im Magazin bLu /Männer

Die Zeitschrift blu hat den Dominus ebenfalls mit Fragen rund um BDSM gelöchert. Für das Rheinland wurde das Interview von der Schwester RIK (Köln) -und online von www.männer.media übernommen.

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Galerie De Sade

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Galerie De Sade hat den Dominus.Berlin 2017 zum „Best master 2017“ gekürt. Zum Interview? Einfach auf das Bild Klicken.

Das gay-fetisch Magazin BOX

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Das BOX Magazin hat den Dominus.Berlin im Dezember 2016 interviewt und auf die Titelseite gebracht. Erstmalig tritt der Dominus nun in der Presse in Erscheinung. Zu diesem Zeitpunkt ist er als BDSM-Master bereits seit zwei Jahren aktiv. Aufs Icon klicken.

Social Media

Geschichten / Referenzen von seinen Sklaven und Spielpartnern, Termine und immer wieder Neuigkeiten gibts bei Twitter, Facebook und Instagram.

twitter Profil von BDSM Master Andre aka dominus Berlin Themen rund um BDSM

Facebookpräsenz vom BDSM Master Andre alias Dominus.berlin

Instagram Profil des Dominus mit BDSM Bildern und Themen

Interview vom Oktober 2014:

Was haben Sie beruflich vor der Dominus-Profession gemacht?

Dominus.berlin: Ich bin Kaufmann für Marketingkommunikation und war lange Zeit in sehr bekannten Markenunternehmen als Produktentwickler tätig. Zudem verfüge ich nachweislich über eine psychologische Ausbildung, die mir als Sado sehr viele Vorteile verschafft. Heute übe ich neben dem Beruf des Dominus immer noch einen kaufmännischen Beruf aus.

Wie wurden Sie Dominus?

Dominus.berlin: Ich glaube, zum Sado wird man geboren. Denn privat gehe ich meinen Neigungen im SM-Bereich bereits viel länger nach. Dann bin ich durch Zufall zu einer weiblichen Domina in eine WG gezogen. Danach kam irgendwie eins zum anderen und ergab sich wie von selbst.
Noch heute prägt mich der weibliche Einfluss. Ich spiele daher auch gern mit weiblichen Dominä zusammen, wenn der Spielpartner bisexuelle Neigungen hat.

Wieviel Erfahrung haben Sie im BDSM?

Dominus.berlin: Ich kann hier bereits auf viele Jahre zurückblicken. Im Gegensatz zu vielen Anderen, erziehe ich stetig und nicht nur mal zwischendurch, bzw. je nach aktueller Lebenssituation.

Einen professionellen und seriösen Dominus erkennt man daran, dass er nicht mit unterschiedlichsten Profilen und Namen im Netz auftaucht und dann auch immer wieder verschwindet. Er legt Wert auf einen beständigen Ruf.

Ich kann im Übrigen sagen, dass ich  bereits „alles“ gemacht habe, was im gesetzlichen Rahmen ist. Letzteres soll übrigens auch so bleiben.

Wichtig für meine Sklaven bzw. die, die es werden wollen: schocken kannst du mich nicht. Öffne Dich!

Wie sieht Ihr Dominusstudio aus?

Dominus.berlin: Mein Dominusstudio reflektiert mein Vorgehen als Sado: sauber, durchdacht und mit Stil auf höchstem Niveau. Natürlich bin ich wie ein DJ und gastiere (selbst in Berlin) noch in anderen bekannten Studios. Jedoch bin ich, um bei dem Vergleich des DJs zu bleiben, ein Resident des Studio Lux in Tempelhof.

Mit dem „Touch of ginger“ in Deinem Bart wirken Sie irisch…?

Dominus.berlin: Ja, ich mag das auch an mir. Aber zu 100%: Made in Germany.

Sind Sie sonst rasiert?

Dominus.berlin: Totally Unshaved.

Welches Feedback erhalten Sie von Ihren Spielpartnern?

Dominus.berlin: Nun, ich bekomme auffällig viele Anfragen von Anfängern. Ich denke, das hängt damit zusammen, dass ich (wie aus den Bildern hervorgeht) nicht in dreckigen und schwarzangepinselten Kellern wild drauf los prügele, sondern man erkennt, dass ich mit Stil und Niveau vorgehe. Ich glaube, dass meine Sklaven sich daher bei mir sicherer fühlen. Und Sicherheit ist wichtig, wenn man sich fallen lassen will.
Außerdem liest man ja auch in meinen Referenzen, dass ich über ein hohes Maß an Empathie verfüge und enorm hohe kommunikative Kompetenzen vorweisen kann. Unterschätze nie die Bedeutung verbaler Action!
Neulich sagte ein Sub zu mir: „Man merkt, warum Du Dich spezialisiert hast: Es ist einfach Dein Ding!“. Dann weiß ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Stellen Sie doch mal Ihre Spielpartner vor!

Dominus.berlin: Da kommen alle Altersklassen vor. Einmal hab ich mir auch den Ausweis zeigen lassen, um zu gucken, ob derjenige wirklich volljährig ist… Also, der war wirklich sehr jung – und sah auch so aus. Sehr häufig sind meine Spielpartner in meiner eigenen Alterskasse, aber es gibt auch wesentlich ältere, ich habe sogar schon Spielpartner gehabt, die noch vor dem Krieg geboren wurden!
Das Alter ist auch nicht wichtig. Die einzige Bedingung, oder auch das „Abbruchkriterium“ meinerseits, ist Hygiene. Ich erwarte Sauberkeit. Absolut. Ohne Diskussion.
Zudem ist es immer so, dass meine Spielpartner mich im Vorfeld umwerben müssen. Wenn ich zum Beispiel bei planetromeo Anfragen bekomme, die per Copy-and-Paste noch zehn andere Tops erhalten haben, oder nur ein stupides „hi“ enthalten, dann antworte ich in der Regel erst gar nicht.

Was machen Sie, wenn die Spielpartner nicht attraktiv sind, oder sie keinen Steifen bekommen, oder vielleicht gar nicht zum Orgasmus kommen?

Dominus.berlin: Da bin ich entspannt. Grade im BDSM zählen andere Werte als die „Pornorösen“. Da unterscheidet sich ein BDSM-Meister eben von einem dominanten Call Boy.

Integrieren Sie auch andere Spielpartner?

Dominus.berlin: Ja, da habe ich sehr viel Erfahrung. Zwei Slaves oder einen zusätzlichen Dom… – ich bin für alle Spielarten offen. Gerne spiele ich auch mit einer weiblichen Domina zusammen.

Welches Spiel machen Sie am liebsten?

Dominus.berlin: Ich bin wirklich sehr aufgeschlossen, jedoch kann ich sagen, dass ich eine spezielle Vorliebe für Brustwarzenbehandlungen habe. Das kann ich stundenlang…

Was ist Ihnen im Spiel miteinander wichtig?

Dominus.berlin: Für mich ist es nicht nur wichtig, mein Gegenüber bis an die Grenze zu treiben (und ein kleines Stückchen darüber hinaus), sondern auch tagtäglich meine eigenen Grenzen neu zu erfahren. Mir geht es selten um das rein Physische, sondern um das Psychische. Deswegen sind meine Spielpartner auch begeistert, dass ich Ihnen immer in die Augen schaue.
Aber natürlich bin ich auch Sadist und liebe es wenn ich die Schmerzgrenze finde und mit meiner Macht „spielen“ kann.

Wieso müssen Sie so viel über Ihre Spielpartner erfahren?

Dominus.berlin: Das ist ganz einfach: Zöglinge, deren eigene Träume ich in Erfüllung gehen lasse, hören besser, lassen sich besser erziehen und runden somit das gesamte Spiel perfekt ab.

Deswegen sollte ein Sklavenanwärter immer ausführlich den Anamnesebogen ausfüllen.


Impressum

Die Details rund um
den BDSM-Master

Master André alias Dominus.berlin ist 1,86cm groß und wiegt 95kg. Er wurde am 15.Juli 1976 in Duisburg geboren.

Der Interessens-Spielraum von SM-Master Andre, ist verdammt groß. Er bespielt die Partitur von ganz sanftem Sado-Maso mit Kerzenlicht und feinen, leisen, dennoch dominanten Tönen, über ein kraftvolles Forte bis zur extremen Folter, an der Grenze des Ertragbaren.

Bei allen Spielen mit Dominanz und Submission, Fetischismus sowie Sadismus und Masochismus können sich seine Spielpartner absoluter Diskretion sicher sein.

Körperliche Züchtigung durch:

  • Fesselung, (Bondage) und Fixierungen aller Art
  • Auspeitschen, (Whipping, Flogging) über das Knie des Gebieters legen (Spanking), Ohrfeigen, Treten
  • intensives CBT, Dilatoren, Harnröhrenvibrator, Abbinden und vieles mehr
  • Deep Throat Ausbildung
  • Nippel Tortur (leichte bis extreme Brustwarzenbehandlungen mit Klammern und / oder Gewichten), richtiger Tittentrimm
  • Elektrospiele / Reizstrom (electro-play)
  • Mumifizierung des Slavens
  • CMNM (Clothed Male Naked Male)

Fetischismus

Spielvarianten

Rollenspiele mit oder ohne psychische / physische Demütigung

  • der Heterokumpel der Dich erwischt beim Spannen
  • der strenge Daddy, der Dich ertappt hat, als Du an Dir rumgespielt hast
  • Der uniformierte Offizier, der Dich rumkommandiert
  • der Macho-Macker, der Deine Konten prüft und dich abzockt
  • der bizarre Doktor, der seinen Patienten untersucht (Klinik-Sex)
  • der kontrollierende Dom, der Dich unter einem knebelnden Vertrag hat
  • der Zuhälter, der seine Hure am Laufen hat
  • und natürlich mit großer Vorliebe, die Master – Slave Beziehung (inkl. manchmal über Jahre erstreckendes Slave-Training)

Du findest Dich hier bei den BDSM-Praktiken irgendwo wieder? Dann nimm Kontakt mit dem SM-Master auf.

Seine Kolumne

Eine monatliche Kolumne in Printauflage von bis zu 40.000 rund um BDSM-Praktiken, Fetischismen, und oftmals auch um Themen aus der BDSM-Community  oder der Sexarbeit als solche, gibt es im Gay-Fetisch-Magazin BOX:

Eine Übersetzung ins Niederländische für das Gay-Fetisch-Download-Magazin David Boy gibt es ebenfalls:

Seine Musik

In die Hintergrundmusik der BDSM-Sitzungen mit SM-Master Andre kann man sogar schon im Vorfeld reinhorchen:


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Seine Wirkungstätte

Bitte hab Verständnis, dass der Dominus nicht bei Dir zuhause auf Deiner Fernsehcouch zwischen den Bildern Deiner Mutter und dünner Trennwand zu Nachbarn „ganz doll dominant BDSM-Play-Zauberei“ vollzieht. Für alles gibt es den dafür vorgesehenen Ort. Der Dominus empfängt daher ausschliesslich in professionellen BDSM-Studios. Er gastiert in regelmäßigen Abständen in diesen stilvollen und außergewöhnlichen Fetisch-Studios:

Berlin Spandau

Studio Avalon

Duisburg

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München

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WinterthurBanner_ID_Mai2016

Seine Mitspieler(Innen) Berlin

Gruppenaction potenziert den Genuss zu einer unvorstellbaren Höchstform.  Auch hier solltest Du beachten, dass der Dominus nicht Dein „SM-Highlight“ auf Deiner privaten-Bumsfallera-Party wird, sondern nur mit Profis in entsprechenden BDSM-Etablissements spielt. 

Anbei eine Auswahl:

Berlin: Exklusiv nur mit dem Dominus zusammen:
1. Master Alexander

Bilder zu diesem Partner-BDSM-Play gibt es  hier Alex und Andre 2.0

2. Master Atila
3. Sub TimmyXXL

Zudem in Berlin im Doppelspiel oder auch im Einzel:

Lady EstelleBildschirmfoto 2018-09-22 um 22.11.41

 

Seine Mitspieler(Innen) Düsseldorf /Duisburg

Calea Toxic
Weiter Bilder zu dem Forced-Bi-Erlebnis gibt es hierWhite Night

Exklusiv nur mit dem Dominus zusammen:
Jason Cavallo

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Seine Kollegen und Freunde verlinken ihn mit diesem Banner
Dominus-Berlin728x90-2018Weitere Webauftritte des Dominus.Berlin findest du hier

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BDSM-Geschichten
des Masters

Seit 2016 plaudert der Dominus monatlich aus dem Nähkästchen seines aufregenden Berufes sowie allgemein über BDSM-Themen, oder thematisiert die politische Situation für Sexarbeiter. Alle Artikel werden über das BOX-Magazin publiziert. Weiterhin regelmäßig erscheint der Dominus im Magazin DHIVA, mit Themen rund um weibliche Sexualität, sowie im séparée, und im für die BDSM-Szene bedeutendsten Magazin: Schlagzeilen.

Das Datum der Veröffentlichung hier, kann von den Druckdaten in den Magazinen abweichen.

6/2020 Das perfide Rollenspiel: Verhör

Wenn man nicht jeden Abend zusammen auf der Fernsehcouch sitzt, und ein Treffen somit was Besonderes ist, dann schafft man es besonders gut, sich authentisch in unterschiedlichste Rollenspiele reinzufuchsen. Mit meinem Spielpartner Alex gelingt das immer prima, denn der Kleine ist auch Schauspieler, daher besonders gut dafür geeignet. Nach unseren Arztspielen, die in eine ultra-Fist-Session ausartete, haben wir uns diesmal vorgenommen, dass ich den Kleinen als Polizist verhafte und verhöre, zusammen mit einem weiteren Kollegen. Wir sprechen ab, dass er mir sagen soll, wo er (fiktive) Drogen versteckt hat. „Draußen im Auto unter der Rückbank“ ist dann die Auflösung, das wissen wir. Was ich mache, um an diese Informationen zu kommen, wie lange er das aushält, wird nicht ausgemacht, um den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Nichts ist schlimmer, als perfekt inszenierte Drehbücher – das betrifft übrigens jedes BDSM-Spiel, und ich glaube ich spreche da für fast alle KolegINNen: bei zu vielen Vorgaben wird niemand steif bzw. feucht. Es macht noch mein neuer Kollege in Ausbildung mit: Sir Lephius. Er ist irgendwie „ich“ in jung, d.h.: völlig begeistert von allen BDSM- und Fetischthemen, und völlig entspannt und willig, jene auch als Dienstleistung anzubieten – aber bisher nur privat Erfahrungen gesammelt. Zudem ist er schön groß und verdammt gut ausgestattet. Passt also perfekt für eine Ausbildung beim Dominus.

Trotz seiner beeindruckenden Ledermontur fehlt es meinem Sir Lephius noch an einer Polizeiuniform. Ich leihe ihm also meine Leder-Jacke mit der Polizeiaufschrift, sowie meinen grünen Streifenpolizist-Pulli, und ich nehme mein klassischem Polizeioutfit nebst Schlagstock sowie Handschellen am Gürtel und warte als Kommissar drinnen. „Das wirkt“, denken wir, als wir uns vorm Spiegel im Outfit betrachten.

SM Master Domonus Berlin alias Master Andre in einem Park in Rueckansicht bekleidet mit einer Polizeiuniform

Abgehen kann es wie immer im Studio Lux, genauer gesagt, in meinem heißgeliebten Stahlraum. Der Raum ist gleich im EG und – dem Vorhaben entsprechend – distanziert kühl. Lephius fängt den Kleinen gleich draußen ab, während ich drinnen im „Verhörraum“ sitze und warte. Ich höre nicht genau was er sagt, weil er draußen ist und es schön ruhig sagt. Er lässt einfach seine Körpergröße und das Leder auf den Kleinen wirken, bleibt sachlich und ruhig. Bin gleich beim ersten Mal stolz auf meinen neuen Kollegen – gibt ja nichts unprofessionelleres, als einfach rumzubölken, um Unsicherheit mit Lautstärke zu überdecken. Viel Arbeit werde ich erwartungsgemäß bei Lephius nicht mehr haben. Alex kommt brav mit -sichtlich noch nicht stark beeindruckt – , aber zumindest schon ins Spiel hineinversetzt. Beim Reinkommen sieht er mich bekleidet mit meiner Polizeiuniform, in der Mitte des Raumes stehen. Die grelle OP-Lampe ist eingeschaltet und zeigt auf den Boden. Daneben zwei Holzstühle, die sich gegenüberstehen. Und auch ich starte mit der subtilen und ruhigen Nummer, und frage sachlich wo er die Drogen versteckt hat. Es scheint, dass mein Spielpartner nun das Spiel von sich aus ankurbeln will, weil es ihm in der Summe zu subtil ist. Alex fragt relativ cool, was das denn alles nun hier soll, schließlich wären wir ja nun keine echten Polizisten, und das wäre auch kein Polizeirevier. Hui, das war harter Tobak, denn mir bleibt nun entweder die Möglichkeit, mich ebenfalls aus dem Spiel zu begeben und dann schon fast höflich zu erklären, dass man so nicht das Spiel verlässt, oder eben diesen Anlass zu nehmen, und ordentlich auf die Kacke zu hauen. Ich entscheide mich für das Zweite, denn ich weiß, dass mein Spielpartner diesen Tanz entlang Spiel und Wirklichkeit beherrscht, und für den absoluten Notfall haben wir ein Stoppwort ausgemacht. Jetzt ist es dann doch Zeit, mit der Subtilität aufzuhören, sich aufzubäumen und den Machtanspruch durch Lautstärke und Kraft zu verdeutlichen.

SM Master DominusBerlin alias Master Andre bereit fuer Fetisch Aktion in Polizei Uniform mit Krawatte
„Was das hier soll, fragst Du, kleine Fotze? Ich glaub‘, Du kleine Schwuchtel bist schon lange nicht mehr gefickt worden, was?“ Ich packe ihn und drücke ihn auf den Stuhl, klatsche ihm richtig fest eine ins Gesicht, nehme seinen Mund in meine Hand und schaue tief in seine Augen: „Du wirst jetzt hier brav mitspielen, so wie ich Dir das sage und so wie ich Bock habe das hier zu machen, sonst werde ich dich dermaßen verprügeln, dass Du Dir wünscht nicht hergekommen zu sein.“ Lephius ist sehr überrascht, während Alex mit der Reaktion sogar ein bisschen gerechnet hat und – so wie er selber später sagt -, sich dieses latente Angst-Gefühl sogar gewünscht hat. Denn diese Angst, die dadurch ausgelöst wird, dass man die Grenzen zwischen Spiel und Realität verwischt, ist tatsächlich ein prima Träger der Teilnehmer IN das Spiel. Zugegeben, das ist schon ziemlich viel, aber wenn man weiß, dass Angst erregt, dann geht das. Ich habe einem vor mir gefesseltem Typen mal gesagt, dass ich heute die Tabus nicht einhalten werde und er sich gern beschweren kann, dass der Dominus nicht anständig war, denn es wird ihm im Nachgang keiner wirklich helfen. Tatsächlich scheint es so, dass Staatsanwälte in der Praxis eher zurückhaltend mit Anzeigen innerhalb von BDSM-Beziehungen, die über die vereinbarten Grenzen hinaus gehen, sind. (Allerdings ist mein Überblick hier nicht sehr repräsentativ, gern lese ich Deine Geschichte hierzu: bitte schreibe an kolja@box-magazin.com).
Alex schluckt und nickt leicht mitgenommen. Er erkennt, dass ich durch meine harte Ansage zum Spielverlauf nun richtig emotional im Flow bin und es weh tun könnte, wenn er nicht weiter mitmacht. Die Schmerzen einer spontanen Ohrfeige lösen bei ihm keine Erektion aus, also kann er da gut drauf verzichten. Unsere mangelnde Authentizität als „sexarbeitende Polizisten“ aufzudecken hat grad schon nicht geklappt, also bleibt ihm nur mitzuspielen. Der Dominus hat somit das erste Teilziel erreicht.

Bizarres Polizei Spiel mit SM Master Andre alias Dominus.Berlin in Uniform und Krawatte mit Gefangenem Alex Varlan
„Ausziehen“ sage ich nun wieder in einem subtilen Ton. „Ja, fein, Hosen runter“ verstärkt Lephius etwas lüsternd im Hintergrund. Mit einem Schamgefühl spiele ich bei der Aktion nicht, denn der Kleine kommt mit seinem Körper gut klar, sieht auch sexy aus, jedoch der Fakt, dass er nackt und wir in Vollmontur sind, unterstreicht die Position, in der er sich nun mal befindet. Man stelle es sich vor, dass man nackt in irgendeinem Dominastudio sitzt, und zwei Männer in Uniform bedrängen einen intensiv und distanzlos – also, da kann man noch so viel vorher abgesprochen – sowie auch dafür bezahlt haben: diese Situation wirkt. Die grelle OP-Lampe ist auf ihn gerichtet, Lephius steht hinter ihm und verstärkt meine Handlungen oder Aussagen. Alex und ich liefern uns ein Wortgefecht, wobei Alex ganz schön tief in seiner Opferrolle versinkt, und ich mich in der Machtposition sonne. Ich lege ihn wie einen zu erziehenden Knaben übers Knie, versohle ihm den Arsch und kommentiere das noch süffisant on top. Sein Kopf wird mittels unserer mächtigen Lederstiefel auf den Boden gedrückt und ich pisse ihm ins Gesicht. Später noch ein paar Tritte in den Arsch – aber er hält still und verrät nichts. Mein Arsenal an Gemeinheiten kennt keine Grenzen und ich habe das Gefühl, dass Alex, wie viele Andere auch, sich bei diesem Spiel selber erkunden wollen, frei nach dem Motto „wieviel Terror packe ich?“

„Gut,“ sage ich, „wenn Du uns nicht sagen willst, wo du kleines Dreckstück deine Drogen versteckt hast, dann geb ich dich mal zur Nutzung frei. Herr Kollege, kannst ihn jetzt in den Arsch ficken.“ Ich packe den sich nun auch etwas wehrenden Kleinen und drücke ihn mit seinem Kopf auf den Bock. Zugegeben, es fällt nicht schwer, weil ich einfach doppelt so viel Kraft habe. Seine Hände fessle ich auf dem Rücken und einen Knebel gibt es auch noch ins Maul. Lephius holt derweil sein Ding raus, was bereits hart ist, weil er auf rape (engl. Vergewaltigung) voll abfährt, und zieht sich lediglich ein Kondom drüber, mit ordentlich Gleitmittel.

„Haha, darauf habe ich gewartet“ sagt Lephius und schiebt fast rücksichtslos seinen dicken, unbeschnittenen Schwanz in das kleine Popöchen. Ich liebe diesen Blick von den Bottoms, wenn man eindringt, und sich die Augen kongruent zur Rosette öffnen. Der Kleine sagt nichts, lässt einfach geschehen und ich spüre, dass er gar nicht weiterreden möchte, sondern diese nette Vergewaltigung genießt. Es ist so schön, eine Sinnhaftigkeit für die Penetration durch eine Story zu haben. Mein Kollege weiß, dass es in diesem Augenblick nicht um das Ficken selber geht, sondern um den „Mindfuck“, daher liegt in der Kürze die Würze. Anders ausgedrückt: man will den Partner hier nicht „anal besonders toll stimulieren“, sondern erniedrigen durch Missbrauch. Er fickt schnell sowie hart, und kommt dann zügig. Der Ladung entledigt er sich lachend auf seiner linken Pobacke und haut noch mal mit dem Handrücken auf die rechte.

Ich höre Alex was nuscheln und nehme daraufhin den Knebel ab: „Draußen im Auto, unter der Rückbank“. Game over.

Erschöpft kuscheln wir uns zu dritt auf die kleine Liege und erzählen uns, wie wir alles erlebt haben.

5/2020 Vom EXHIBITIONISMUS zum Kuscheln

In der letzten Ausgabe habe ich bereits von meinem Dauerklienten Olaf erzählt, und wie schön wir zusammen Hundespiele machen. Sobald ich merke, dass mir ein Spiel wirklich Spaß macht, und es evtl. auch noch eine Ästhetik anbietet, drängt sich eine andere sexuelle Stimulation auf: mein Exhibitionismus. Deswegen werde ich mein Hündchen heute „Gassi führen“.

Aber worum geht es eigentlich bei dem Thema „Exhibitionismus“?* Ich habe das Wort – wie viele Andere meiner Generation – im Zusammenhang mit Herren kennengelernt, die in Parks ihren langen Mantel öffnen und somit Passanten mit ihrem Gemächt zu erschrecken suchten. In diesem Schock des Anderen lag dann die sexuelle Erregung. Leider hatte ich nie das Glück, dass ich so eine Begegnung hatte, evtl. hat man mir schon angesehen, dass ich wahrscheinlich nicht die gewünschte Reaktion gezeigt hätte. Natürlich musste ich etwas suchen, um diese Herren zu finden. Das war aber nicht sehr schwer, denn es gab zu meiner Zeit überall öffentliche Toiletten, wo sich Hinz und Kunz an der Pipirinne den Dödel rieben und selbigen mit Freude vorzeigten. Heute wird der Begriff weiter gefasst, denn auch mediengeile Menschen, die sich öffentlich – z.B. in Talkshows – zur Show stellen, bezeichnet man heute als Exhibitionisten, was natürlich kein Straftatbestand ist. Aber da Exhibitionismus nichts weiter als „zeigen“ bedeutet, ist das sicherlich nicht falsch es so zu benennen. Übrigens, ist und bleibt dieses sehr männliche Phänomen auch nur für Männer strafbar. Auch als vor gut zwei Jahren eine bekannte Schauspielerin auf einem schmuddeligen Parkplatz ihre Muschi zwei sexy Undercover-Polizisten quasi ins Gesicht gedrückt hat, und die Polizisten daraufhin Anzeige erstattet haben, weil die Gute nicht aufhörte, blieb das „Vergehen“ für die Dame folgenlos. Na, soviel zum Thema der Gleichberechtigung.

Nun, im Zeitalter des Internets sind die meisten dieser Angelegenheiten sowieso vor die Cam gewandert. Aber so spannend wie dieser spontane Blick in ein fremdes Wohnzimmer, und der dort vorhanden Erotik, auch sein mag – nichts ersetzt den live-Kontakt. Dafür haben wir ja nun genug Orte (Clubs) geschaffen. Bei mir basiert der Wunsch nach „Vorführen“ natürlich auch einfach auf dem Gefühl des Stolzes, frei nach dem Motto „Schau mal, was ich hier Tolles mache.“ Allerdings spielt zu einem erheblicher Teil, der Bedarf nach Inspiration von Außen eine Rolle. Also, eine Suche nach Input zur Weiterentwicklung dessen, was ich grad so positiv erlebe. In Berlin gibt es eine Menge Orte, in denen tatsächlich die Mischung aus Tanz und Sex erreicht wurde, z.B. das Laboratory (Gays only), ein „Hintertrakt“ zum international bekannten Berghain, wo es Themenparties speziell auf den schwulen Mann zugeschnitten gibt. Gemischter im Publikum wird‘s im legendären Kitkat Club, wo es ohne Fetischgarderobe kein Einlass gibt, sowie das Insomnia, ein ehemaliger Ballsaal, in dem originale Barockelemente auf psychedelische Bilderwerke treffen, und sich der Hedonist gepflegt austoben kann.

Letzteres wird unser Ziel des heutigen Abends, denn abgesehen von meinem Exhibitionismus ist bei mir auch das Pendant vorhanden: der Voyeurismus. In dem Laden gibt es so viele Möglichkeiten zu Spannen, ach das wird herrlich! Damit wir uns nicht umziehen müssen, gönnen wir uns ein Taxi, und können so auch beruhigt an der Garderobe im Eingangsbereich vorbei, zur Halle. Gott sei Dank, ist es nicht so voll, und Olaf kann fein neben mir her krabbeln. Ich tue so, als wenn es völlig normal ist, dass ein menschlicher Hund neben mir läuft. Natürlich ist es das bei mir auch nicht, denn ich habe ja noch ein normales Leben ohne BDSM, und so kann ich diese Momente umso mehr genießen. Ich habe mich doch für‘s Leder bei mir entschieden. Wirkt massiger, und Olaf‘s Latex blitzt schon bei den Lichtern genug. Ich merke, dass er unsicher wird, denn er drückt seinen Kopf an mein Bein. Ich streichle ihn und mir gefällt, dass er trotz Unsicherheit in seiner Rolle bleibt. Ein hübscher Typ an der Bar beobachtet uns und signalisiert, mit seinem fast küssenden Blick, dass er unsere in diesem Augenblick deutlich sichtbare Verbindung „super sweet“ findet. Ich lächle zurück, denn ein erstes Ziel wurde erreicht: ich bin stolz, auch wenn der Typ offensichtlich hetero ist. Uns begegnen eine Menge verrückter Gestalten, unter anderem auch ein Pferd mit seinem Reiter, aber die beachten uns gar nicht, obwohl wir eigentlich so viel mit ihnen gemeinsam haben. Manche haben ganz irre Kostüme an, andere einfach nur Unterwäsche, oder eben simpel gar nichts.

In den hinteren Räumen geht es zur Sache. In einer Ecke sitzt ein Transvestit, und irgendwie wollen alle Hetero-Männer ihn beglücken, obwohl der „männliche Hintergrund“ offensichtlich ist. Da kannste als Cis-Mann ne Stunde so nett drapiert und empfangsbereit dasitzen, es kommt kein Hetero-Mann umme Ecke, aber ein Röckchen, eine Perücke und nur ein bisschen Make Up, sowie der übliche leichte Heteromann-Überschuss, und die Investition in diese Garderobe hat sich für die Transe bereits gelohnt. Olaf ist auch fasziniert von der Transe, die da gerade zwischen den sich ihr anbietenden Pimmeln auswählen darf. Ihre Wahl fällt stetig auf „groß und beschnitten“. Eigentlich würde ich mich nun irgendwie gerne dort hinlegen, das Treiben weiter beobachten und etwas Kuschelzeit mit Olaf verbringen, aber irgendwie finde ich das unpassend, zwischen dem ganzen Geficke. Zudem habe ich die Erfahrung gemacht, dass, wenn ich in solchen Clubs unterwegs bin und mich irgendwo mit meinem Hund hinlege, die Menschen voller Erwartung rüber schauen und denken, dass ich ihn gleich durchbumse. Wir verlassen dann die Bummsabteilung, und schlendern wieder raus in den Saal. Olaf darf nun mal von der Leine weg. „Jetzt lauf mal los“, rufe ich ihm zu. Anfänglich noch etwas verunsichert tapsend, springt er später auf der Tanzfläche auf allen Vieren hin und her, und kommt immer wieder zu mir zurück, und reibt sich an meinem Bein. Unser Spektakel wird natürlich beäugt und ich werfe zur Steigerung natürlich einen mitgebrachten Knochen aus Plastik in die Menge. Olaf holt diesen ganz brav wieder, obwohl er gar nicht bemerkt, dass wir beobachtet werden. „Wow, seid ihr süß“, höre ich eine rauchige Stimme aus Bar-Nähe rufen. Ich drehe mich zu der Stimme um, und es baut sich vor mir die „schwule-Traumfrau“ auf: eine 1,86m große Frau, Mitte 40, auf mega High Heels, mit eingeklemmten großen Busen, langen Haaren und wahnsinnig positiver Ausstrahlung; kurzum: eine Diva, und ich war sofort hin und weg. Es war Dominique, der der Laden gehört. Sie hatte früher selber ein ziemlich großes Domina Studio, und legte dort auch selber Hand an. Bekannt wurde das Ding unter anderem, weil es ein Familien-Domina-Betrieb war.
„Bist Du nicht der Dominus?“ fragt sie mit ihrer Stimme, in der irgendwie immer ein Lachen zu hören ist. Na, klar hatte sie schon mal von mir gehört, denn das Kurszentrum von meinem Domina Studio hatte erst kürzlich die Räume direkt über dem Insomnia bezogen. „Hey, für das Hündchen haben wir doch einen Napf“, sagte Sie und liess sich diesen Napf angeben. „na, mein Hündchen muss aber dann auf die Theke, damit ihn auch jeder sehen kann.“ entgegnete ich im vollen Bewusstsein meiner exhibitionistischen Ader. Sie überlegt kurz und stemmt dann ihre Hände an ihre Korsage:

„Na gut, aber nur fürs Foto!“

Olaf, darf nun direkt auf der Theke was trinken. Wir kommen gut ins Gespräch, und ich gestehe, dass ich ein bisschen stolz bin, von so einer Partyveteranin und lebenserfahrenen Frau angesprochen zu werden. Trotzdem nörgle ich rum, dass ich das Gefühl habe, dass man dort nicht einfach nur zusammen liegen und schmusen kann. „Das stimmt“, sagte sie und nahm einen tiefen Zug von ihrer Elektrozigarette „aber dafür gibt es hier doch die Party vom Fräulein Schmitt, kennst Du die?“ Nein, die kannte ich auch noch nicht, und daher wurde sie mir auch noch vorgestellt. Olaf durfte mittlerweile seine Maske abnehmen und aufrecht was trinken, denn ich war ganz doll an dieser Kuschelparty interessiert. Wir lauschten beide dieser gut gelaunten Person: Fräulein Schmitt. Sie ist eine von diesen emphatischen Dominas. Intelligent, angenehm sachlich und subtil bestimmend. Ich mag sowas.

„Ach die Kuschelpartys sind großartig. Es gibt ein Programm, bei dem jeder mitmuss. Das fängt langsam und vorsichtig an, bis sich eine Intimität aufbaut, die es auf anderen Partys nicht gibt. So entsteht eine ganz besondere Energie. Sozusagen eine Verliebtheit auf Zeit.“ sagte sie und lehnte dabei mit beiden Ellenbogen auf der Bar.

Ich zog eine Augenbraue hoch: „und dann Rudelbumsen?“ „Vögeln dürfen die Leute auch. Aber erst später. Wenn sie richtig sozusagen „weichgekocht“ und „heißgekuschelt“ sind. Dann können sie es meist gar nicht mehr abwarten.“ Olaf und ich waren begeistert. Das müssen wir erleben! ??Gesagt – getan. Nach der relaxenden und spannenden Kuschelparty ein paar Tage später, habe ich irgendwie sogar neue Impulse für meinen Alltag gefunden. Kam mir vor wie eine Massage. Ich habe Fräulein Schmitt überredet, dass sie das mal ausschließlich für Gays anbietet und sie hat „ja“ gesagt. Also, gibt es demnächst eine Kuschelparty nur für schwule Männer – geil! Ich werde da sein. Komm doch auch?

4/2020 Petplay

Eines der größten Vorurteile beim Petplay ist, dass es sich hier im Wesentlichen um sexuelle Handlungen im Tierkostüm handelt. Das ist (so auch in meiner Erfahrungswelt) nicht unbedingt der Fall. Natürlich lässt sich Sexualität hier hervorragend integrieren, ist aber nicht immer notwendiger Bestandteil, bzw., kann es sich auch einfach schön anfühlen, ohne dass ein Orgasmus stattfinden muss. Ich glaube, dieses Vorurteil resultiert noch aus den sexuellen Bildungsmaßnahmen der 70‘er Jahre, namentlich „Schulmädchenreport“, wo gefühlt in jeder Folge ein dusseliger Lehrer eine Lehrerin als trotteliger Hengst vom Kleiderschrank aus bespringen wollte. Natürlich lädt diese Spielart im Besonderen zu Spott und Höhne ein, da sollten wir BDSM‘er jedoch entspannt drüberstehen, denn im Vergleich wurde jede kleinste Regung des Vanillasexes 100 mal häufiger Opfer einer Vielzahl an Witzen.

Ponyplay ist im Übrigen das meist gefragteste Tierspiel im BDSM, wenn man vom Petplay redet, jedoch ist die Ausprägung in der Regel von viel mehr Feingefühl und Liebe zum Detail geprägt, als das zuvor erwähnte Beispiel im Schulmädchenreport. Nach meinem persönlichen Empfinden, ist Ponyplay verstärkt im heterosexuellen- sowie homosexuell weiblichen Bereich zu finden, und Dogplay eher bei homosexuellen Männern. Dafür habe ich allerdings keine Belege, denn es ist nur eine Momentaufnahme. Was meinst Du? Schreib mir, unter kolja@box-magazin.com Meine Erfahrung ist, dass Dogplay sogar nicht immer eine entsprechende Maskerade benötigt, um zu wirken. Manchmal erwische ich mich oder meine anderen Vanilla-Sexpartner, dass man beim Kuscheln irgendwie wie eine Katze schnurrt oder beim harten Ficken wie ein Schwein grunzt vor Vergnügen. Das darf auch alles sein, je mehr Freiheiten man sich lässt, umso mehr kann man jede Nummer genießen.

Ich mag echt viele Spielversionen, aber richte mich natürlich nach meinen Klienten. Mit meinem treuen Olaf kann ich so manche Hunde-Spiele genießen. Ihm steht Latex ja eh so gut, da gibt‘s dann einfach diese Rubber-Hundemaske von Blackstyle drüber, die irgendwie gefühlt jeder in Berlin besitzt, und manchmal noch ein Plug mit Schwänzchen in den Po und schon ist das Hündchen fertig. Das Schwänzchen sieht übrigens nicht nur „süß“ aus, sondern signalisiert mir auch, wenn Olaf Interesse an etwas hat, oder wenn er Spaß hat, denn dann bewegt er tatsächlich instinktiv seinen Po, und das Schwänzchen wackelt herrlich. Unter uns: ihr müsst Euch um Knieschoner bemühen, denn alle laufen zu Anfang motiviert los und dann schmerzen die Knie viel zu schnell – meist wenn man gerade richtig in Fahrt gekommen ist. Natürlich kann man auch einfach auf allen Vieren laufen, aber die Knie werden trotzdem immer wieder beansprucht.

Für unsere Sitzungen ist nicht immer vorher geklärt, was wir machen, weil wir uns so oft sehen. Er steht dann vor mir und sagt mit einem verschämten Lächeln: „lass Wuffeln“. Ich kann deutlich fühlen, wie sehr er es genießt, wenn er sich in einen Hund verwandeln darf. Er ist eher ein Verschmuster – und weniger ein sexueller Typ. Ihn einfach zu streicheln und ihm das Gefühl zu geben, dass er mir gehört – dass er meiner ist, bedeutet ihm viel mehr als eine durch ihn ausgelöste Ejakulation bei mir. Und tatsächlich lassen sich diese Gefühle besonders gut durch Dogplay ausdrücken. Warum? Weil wir eben mit (unseren) Tieren viel einfacher und deutlicher reden. Man wird zu „etwas Anderem“, wenn man die Hundemaske aufzieht: mal weg von der komplizierten Persönlichkeit, mit ihren Neurosen und Ängsten, sowie auch mit ihren Stärken, komplexen Bedürfnissen und manchmal sich aufdrängendem Kopfkino. Rein in eine Welt, wo man einfach etwas Simpleres sein darf, reduziert auf Grundinstinkte, die wir noch mit der Tierwelt gemeinsam haben. Und das ist wirklich angenehm, denn wir Menschen drängen uns gegenseitig immer wieder auf, unsere Umwelt sowie uns selber in unserer gesamten Komplexität zu verstehen – das erfordert aber Anstrengung. Als Hund braucht man das nicht, sondern man kann seinen Grundtrieben einfach freien Lauf lassen, unter Beachtung seines Herrchens – versteht sich.?
Wenn ich alle meine menschlichen Hunde, die ich bisher an der Leine hatte, vergleiche, dann kann ich sagen, dass ich anhand des anfänglichen und simplen „Umhergehen des Hundes“, die Persönlichkeit feststellen kann. Instinktiv will Dein menschlicher Hund das auch, denn er ist ja nun seiner Sprache beraubt worden, also will er sich über andere Wege ausdrücken. Manche tapsen schüchtern ein wenig herum, andere bewegen sich so wenig wie möglich und beobachten, während der nächste wie verrückt umhertollt und sich „pudelwohl“ fühlt.

Na klar werfe ich das Stöckchen, und er bringt es brav zurück. Er macht auch Männchen für mich, was als menschlicher Hund natürlich ein Paradox seinesgleichen ist, trotzdem reizt es mich positiv. Jetzt ist Körpersprache gefragt. Olaf geht weiter runter mit dem Köpfchen, wenn er lieb und devot sein will oder er bäumt sich auf, wenn er andere Dogs sieht. Naja, eigentlich ist er kein wirklicher „Aufbäumer“ – ich muss ihn dazu noch trainieren, denn er ist in seiner Persönlichkeit eher der liebe „Golden Retriever“, und weit entfernt vom „deutschen Schäferhund“. Ich will aber auch mal mit ihm raus, denn ich gestehe, auch ein Exhibitionist zu sein. Daher muss er jetzt lernen, auf sein Herrchen zu hören.

„Olaf, leg dich!“ Mein Hund legt sich brav auf die Seite. „Olaf, mach Männchen!“ In Windeseile nimmt er diese typische Pose ein und seine Hände baumeln ganz süß herunter. „Ich glaub er muss sich bald Dog-Handschuhe holen“, denke ich bei mir. „Olaf, gib Acht!“, und jetzt verharrt er in einer beobachtenden Position: das Schwänzchen im Po wackelt überhaupt nicht mehr. „Olaf, mehr!!!“ sage ich in einem sehr strengen Ton – seine Haltung versteift sich und er schaut sehr aufmerksam umher. Ich bin zufrieden und streichle ihn. Das ist sein Highlight. Aufgekratzt reibt er sich an mir beim Streicheln.

Noch nicht vom Dogplay überzeugt? Na, dann denke doch mal nach: Wenn Dich heute irgendjemand lobt, drängt sich Dir nicht unweigerlich die Frage auf: „Warum macht der das?“, „Meinte er das ernst?“, ,„Ist das nun Schleimerei, weil er dieses oder jenes will?“ oder gar: „Weiß ich selber, dass ich ‘nen schönen Schwanz habe, wie findest Du meine Augen, Junge?“
Im Dogplay ist dies einfach durch das „über-den-Kopf-streicheln“ anzunehmen, denn Du hast Deinem Herrchen grade das Stöckchen gebracht, und ich fand das wirklich süß, wie Du das gemacht hast, und dass Du es überhaupt für mich gemacht hast. Niemand muss sich Gedanken machen, wenn ich zu Dir sage „aus!“, weil ich mit dem anderen Herrchen nett reden will, denn sowas macht man mit Hunden. Die müssen irgendwann mal ruhig sein, und das wissen sie. Ich sehe Olaf dann auch nicht mehr wirklich als Mensch, sondern auch ich fühle, dass er in einer anderen Rolle steckt. Unsere Sprache wird nun irgendwie binär, und wenn das Gefühl für die Rollen einmal wirklich hergestellt ist, dann ist es bei uns so, dass es gar nicht mehr vieler Spiele bedarf, sondern wir können einfach zusammen da liegen. Ich mit einem ganz treuen Hund, der mir seine Treue demonstriert hat, und er ist dicht bei seinem Herrchen, wo er fühlt, dass das Herrchen sein Ankuscheln genießt.

Aber ich will mein Hündchen auch mal „Gassi führen“ – mal was angeben bei den Anderen, und ich weiß, dass mein Hund sich auch gern zeigt. In der nächsten Ausgabe geht es dann passenderweise um Exhibitionismus, denn wir werden zusammen ausgehen…

3/2020 Von TV-Kuschelabenden und Latex

Von TV-Kuschelabenden und Latex.
Die meisten Domina-Studios sind auch mit Rubber für meine Klienten ausgestattet, so dass ich auch bei Latexanfragen sagen kann, dass ich meinen Günstling ebenfalls in das stimulierende Material einzuhüllen vermag. Im Berliner Studio „Lux“ und im „Alten bizarren Bahnhof“, Duisburg verwenden wir Latex von Blackstyle. An meinem treuen Haussklaven Olaf kann ich immer alles ausprobieren. Dadurch, dass wir uns sehr häufig sehen, kann ich ihn auch gut als Versuchskaninchen missbrauchen, denn es darf auch mal was floppen – das zerstört die erotische Verbindung nicht sofort. Ersttreffen versehe ich hingegen nicht so gern mit Experimenten. Olaf hält auch wirklich gut aus und ich mag es, ihn zu fixieren, und einfach nett irgendwo liegen zu lassen.

Sieht so schön aus, wenn so ein „Plastikwesen“ zB. beim Fernsehgucken nett gefesselt davor liegt. Mit jeder fortschreitenden Minute, die für ihn bedingt durch die Fixierung anstrengend ist, zeigt er, dass er für Dich eine Menge auf sich nimmt, um Dich als „Dekoration“ zu beglücken. Um Fesselungen durchzuführen nehme ich normalerweise Hanfseile, die ich von meinem Bondage-Lehrmeister Ron Hades bekommen habe. Aber heute will ich meine neuen Latexriemen zur fixierung verwenden. Eigentlich sind es Leinen für die Halsbänder, aber ich nehme sie einfach zur fixierung. Um ehrlich zu sein, traue ich dem Material als Fesselinstrument noch nicht wirklich, und fürchte den „Riss im Latex“, der der klassische Stimmungskiller des gepflegten Rubber-Abends ist. Fuß-, Oberschenkel-, Arm- und Bauchgurte sind schnell angelegt. Jetzt ziehe ich die Leinen lecker durch die Ösen der Gurte und kann damit die Körperhaltung meines Sklaven bestimmen. Ziemlich einfach. Das neue Fesselmaterial ist sehr dick und wirkt daher schon etwas stabiler als angenommen, und so nehme ich meinen Mut zusammen und ziehe nun die Riemen so richtig schön fest, denn mein Kleiner soll ja schön straff liegen. Die Angst die Fesseln zu zerreißen stellte sich also als unnötig heraus. Sie halten bombenfest.
Beispielsweise eine schöne „Außenrolle“, so dass Füße und Beine sich auf dem Rücken treffen. Hat den Vorteil, dass Du zwischendurch, beim Fernsehen, seinen Lümmel rausholen kannst. Kannst ihn dann immer wieder mal steif machen und dann gemeinerweise einfach wieder so da „stehen“ lassen, ohne Absch(l)uss. Sowas kann ich den ganzen Abend machen – herrlich. Latex, oder wie wir Schwulen immer sagen – „Rubber“ – stimuliert auf vielen Ebenen die Sinne. Zum einen sieht es so sexy, futuristisch, kühl und unberührbar aus, und zum anderen fühlt es sich für den Träger auch so an. Kein Material, was zur Bedeckung des Körpers dient, legt sich dichter an deine Haut, als Latex.

Diese „gummierte Enge“ lässt den Träger ein ganz neues Körpergefühl erleben,

denn jeder Millimeter des Körpers muss zwangsweise dieses kühle, luftundurchlässige Material fühlen. Das Kühle kann man auch durch festes Wischen der Hände ins Gegenteil bringen, denn Gummi reagiert auf Reibung eben mit Hitze. Ist ganz spannend bei der „Innenrolle“, also wenn Dein Spielzeug Hände und Füße vor dem Bauch aneinander gefesselt hat. Dann mal über den Rücken reiben und man kann es ärgern, denn die Hitze bleibt erstmal etwas im Material, und somit auf der Haut.

Die Anzüge haben idR alle Reißverschlüsse, die die analen Öffnungen freilegen lassen. Wenn Dein Objekt da dann nun brav liegt, kannst auch einfach den Reißverschluss öffnen und „mal reinhalten“. Mal nur ein bisschen oder mal was heftiger – je nach Stimmung. Die Depersonalisierung durch das Latex lässt Deinen Sklaven noch viel einfacher zum Lust-Objekt für Dich degradieren, und somit kann man auch einfacher seinen Launen nachgehen und braucht sich nicht um die Gefühle des Anderen zu scheren. Etwas, was in der heutigen Zeit der dramatischen Rücksichtnahme auf alles und jeden verdammt schwer fällt – sind wir ja alle trainiert, eben nicht Egoman zu sein, bzw. so zu handeln. Tipp: Nimm noch eine Maske übers Gesicht und der Andere mutiert für Dich einfach nur noch zum „Loch“. Vertrau mir, es gibt tausende Menschen, die diese Form der Degradierung genießen. Muss man eben nur vorher klären. So einen kuscheligen Fernsehabend habe ich schon unzählige Male gefeiert – meist bedarf es hier aber schon einer guten Verbindung zu dem Spielpartner. Der Kopf des Spielpartners arbeitet nämlich in diesen Situationen nicht nur auf Hochtouren, sondern das auch auch noch besonders lange. Daher sollte man sich schon gut kennen und vertrauen.

Wer keine langen Riemen ziehen mag, kann für dieses Spiel auch einfach den Kreutzer nehmen, um Innen- oder Außenrolle herzustellen. Das geht noch einfacher. Vorteilhaft bei den längeren Riemen ist, dass die einfach schneller angebracht sind, im Gegensatz zu normalen Seilen, die immer verknotet werden müssen. Hier „hake ich einfach ein“. Obwohl das Liegen in Latex durch das Schwitzen noch etwas anstrengender ist, als einfach so nackt, hält es mein Haussklave es im Latex besser aus. Wahrscheinlich fühlt er sich damit gleich etwas perverser – so geht es mir eigentlich immer. Er hat sogar neulich hat er seinen zweieinhalb Stunden Rekord gebrochen. Sowas macht (s)einen Herren stolz!

2/2020 KLINIKSEX

Zeitlos bleiben Ärzte die „Götter in weiss“. Wenn man nicht grade in einer Luxusklinik am Kurfürstendamm einen überbezahlten plastischen Eingriff vornehmen lässt, ist man als Patient in seinem mitgebrachten, in die Jahre gekommenen Schlafanzug oder schlimmer noch in dem lächerlichen Standard-Klinik-Laibchen schon ganz schön aufgeschmissen – egal auf welcher Station. Weder Fesseln & Co noch dominante Worte sind notwendig, denn in dieser Situation fühlt man sich trotz der eigenen Hauptrolle im Geschehen, zeitgleich völlig mickrig.

Kleiner Exkurs: Bei meinem letzten operativen Eingriff (lecker beidseitiger Leistenbruch) durfte sich auch ein solches Gefühl mal wieder durch meine Adern arbeiten. Da ich ja nun überhaupt nicht darauf stehe, hätte ich zwei Stunden Rimchair im Studio sauber schrubben vorgezogen. Gefühlt sind 100 Menschen an meinem Kranken-Transportbett auf dem nach Desinfektion müffelnden Gang zum OP an mir vorbeigezogen. Manche nahmen mich zur Kenntnis, andere nicht. Die Reinemachefrau, die mit diesem riesen Wischmop um mich herum wischte hat mich zB. nicht beachtet, aber einen lautstarken Kontakt zu Wiltraud im Pausenraum gepflegt. Zeit für eine Bettdecke überm Kopf!
Spitzfindig wie ich bin, merke ich mir solche Gefühle, denn ich weiss, dass es eine Menge Menschen gibt, die diese Gefühle wirklich zutiefst genießen können. In der perversen Klinik kann sich keiner verstecken.
Gerhard habe ich vor kurzem in der Avalon Klinik (Bild1 und 4) oder dieser Link auf den Gynstuhl gefesselt und mit einem Spekulum den Arsch geöffnet. Das dramatisch, feine OP-Licht wurde genau positioniert und brachte jede kleinste Hautfalte seiner rosa Männermuschi zur Geltung. Mit großer Freude habe ich sieben meiner Kollegen aber auch Kumpels dazu bringen können mich bei diese Erniedrigung zu unterstützen. Einer nach dem Anderen betrat nun die Klinik und nahm vor dem perfekt ausgeleuchteten Geschehen platz. Mit jedem weiteren Kerl, der diese Klinik betrat wurde Gerhard noch mehr rot. Die Jungs sagten wie abgesprochen nichts – man spürte eine intensive Stimmung zwischen Spannung und Schmunzeln.
Stolz präsentierte ich Gerhard – Gerhard von Innen. „ey, sein Muschi ist ja voll nich rasiert“, sagt Ken – „das ist ja dann keine richtige Muschi“. Meine Freunde lachten und ich schloss mich an. „Okay, dann müssen wir das nachholen“, entgegne ich. Ich hole einen Einwegrasierer aus dem Schrank und bin zeitgleich mal wieder froh in einem Dominastudo zu sein, wo sowas standardmäßig da rum liegt.
Ich rasiere vorsichtig etwas an sein Loch. Gespannte Stille und Gerhard dreht den Kopf etwas weg – also erreiche ich ihn.
„Zur Desinfektion müssen wir die Stelle jetzt sauber machen“ frohlocke ich und stelle mich auf den Stuhl davor. Ich hole mein Ding raus und piesel auf sein Loch. Die Auffangschüssel unter dem Geschehen gibt ein paar trippelnde Laute von sich. Die ersten Typen zeigen Unmut beim Betrachten der Situation. Ich verschärfe, um meine (auch Hetero-Kollegen) nun restlos ins Wanken zu bringen: „und jetzt wird das Drecksloch mal ausgepisst“ und schiesse einen Strahl direkt rein, der natürlich sofort wieder rauskommt und sich vollständig und lautstark in der Aufangschale sammelt. „baaaah“ höre ich meine Kollegen. „Jap, das reicht“ – denke ich mir. Seine Scham spiegelt sich sich deutlich in Gerhards Gesichtsfarbe wieder.

Aber Klinikspiele kommen auch ohne Scham und Rolle aus. Mein treuer Spielpartner Alex und ich (siehe Bilder) geniessen einfach die Klinikräume, weil man entgegengesetzt zu den verträumten Kerzenlicht oder Dunkelkammern einen intensiveren Fokus auf das Geschehen bekommen kann. Man sieht ja nun alles in vollkommener Klarheit, was sein ganz eigene Erregung mit sich bringt.

Alex und ich genießen ganz besonders anale Spiele. Ich mag ja sein kleines „Füttchen“ wie man im Ruhrgebiet sagt. Es ist schon ein extrem bizarres Gefühl, wenn man in einem so kleinen, fast knabenhaften Po irgendwann mit seiner Faust fast reinboxen kann.

Zuerst dehne ich aber erst mit meinen Fingern das kleine Popöchen schön. Meine Finger bzw. Hände wirken bei dem sexy kleinen Po wie riesen Pranken und irgendwie erregt mich dieser Kontrast immer sehr. Dann kann ich den Kleinen schön mit dem Gynstuhl elektrisch „auf Schwanzhöhe“ hochfahren und ein wenig zureiten. Das hat was, wenn mein Schwanz so ungeniert aus der weissen Spießer-Arztkluft herausschaut und stoßgeil ist.
Wieder ein Kontrast, der mich erregt. Aber ich komme noch nicht, denn ich will erstmal meine Faust sprechen lassen. Der Kleine schafft es sogar sich fast meinen vollständigen Fuß einzuführen. Aber erst wenn ich seine Augen habe riesengroß werden sehen, weil er komplett durch meine Faust gefüllt ist, dann will ich auch kommen.

Ich lege ihn aufs Patientenbett auf den Bauch und werfe mich wie ein gesättigter Bauer mit meinem ganzen Gewicht auf den Kleinen. Zugegeben, physisch stimuliert ein so stark gedehntes verständlicherweise Rosettchen nun nicht mehr, aber die Masse an Erregung vorher lässt den Höhepunkt nicht lange auf sich warten…


Master André alias Dominus.Berlin (43) ist der erfolgreichste Dominus in Deutschland, Schweiz und Österreich (www.dominus.berlin). Der gebürtige Rheinländer arbeitet seit Jahren als Dominus in den bekanntesten Dominastudios sowie ebenfalls als Dozent für Themen rund um BDSM.

1/2020 Spiele mit der Macht

Das ist mit Sicherheit kein neues Thema und tangiert irgendwie jede BDSM Sitzung selbst wenn man sich noch so cool auf Augenhöhe tri?t. Habe ich jemanden gefesselt am Andreaskreuz vor mir hängen, ist er mir eben ausgeliefert, selbst wenn wir die Situation genau abgesprochen haben: Ich kann ab dem Punkt machen was ich will. Wenn mein kleiner Windeljunge mal wieder bei mir ist, dann hat Daddy eben die Macht ihm im Babykä?g vom eingepullerten Puller mittels abwischen zu befreien, der Rekrut muss sich den Befehlen des Feldwebels beugen oder aber ein spannendes nicht mehr zeitgemäßes Beispiel: Siegfried. Er ist ein Mann bzw. Liebhaber der „alten Schule“ und wir stellen die heute zur Zeiten der Helikoptermuttis nur noch schwer vorstellbare Situation her, dass ich als Herr Lehrer das Sagen habe. Wenn er nicht aufsagt, was ich hören will, dann bekommt er was mit dem Rohrstock auf die Finger oder muss sich mit einer Papiertüte in eine Ecke stellen und der Klasse seinen blanken Arsch zeigen. Mit militärischen Uniformen habe ich wie erwähnt als Feldwebel mittels Drill die Macht über jede Körperbewegung meines Rekruten und wenn nicht, dann gibts die Stiefel in den Nacken. Als Bizarrdoktor brauche ich idR nicht mal fesseln, denn der Gott in weiß ist ja zeitlos „allmächtig“. Wilfried bittet immer meinen passiven Kollegen sich totzustellen. Er trägt ihn dann durch den Raum, beschnuppert ihn und schaut ihm danach ungeniert zwischen die Beine und macht es sich auf seinen schla? runterhängenden, riesen Dödel. Warum macht Wilfried das? Weil er die vollendete Macht fühlen will, denn „ein Toter“ wird sich nicht wehren.

Aber was ist das Spiel mit der Macht? Was steckt dahinter? Warum gibt man freiwillig Macht ab? Eines der größten Klischees ist, dass immer Topmanager bei uns Dominas sind, weil der Topmanager so gern mal Verantwortung abgeben wollen. Nun das stimmt schon, jedoch kann ich mit größter Sicherheit sagen, dass selbst Arbeitslose oder der Berliner stressbefreite Künstler mit seinem monatlichen, minimalen Gehaltsbezug durch Daddy diesem Bedürfnis „Verantwortung abgeben“ frönen will. Faktisch gehören aber idR die Besserverdienenden zu unseren Klienten, denn bei einem Standardsatz von 250€/h wird es nun mal schwerer für den Durchschnittsverdiener. Ich mag daher dieses Topmanager-Klischee nicht, weil es meiner Einschätzung nach auch eher zur Aufwertung der ein oder anderen weniger erfolgreichen Domina dient oder zum Salonfähigmachen unseres Berufsstandes, was allerdings ein guter E?ekt ist. Warum wollen also alle Verantwortung abgeben? Antwort: weil es eben nicht so leicht ist selbst nach der Arbeit aus diesen Rollen herauszukommen. Der Besuch bei einem dominanten Sexarbeiter verscha?t einem Pause, ein Reset der Ereignisse und einen sauberen Reboot.

Der Besuch bei einem dominanten Sexarbeiter verscha?t einem Pause, ein Reset der Ereignisse und einen sauberen Reboot.

Ich spüre bei mir und bei meinen Klienten irgendwie immer ein Ventil, das geö?net wurde. Endlich mal weg von dem ganzen Entscheidungen-tre?en, Umfeld-sortieren und Priorisieren. Mal nicht „aus sich heraus etwas erstellen“, sondern „von Außen etwas in sich entstehen lassen“. Unsere Kunden eint, dass es alle samt starke Menschen sind. Jemand, der in seinem Leben viel rumgeschubst wird, ständig in irgendwelche Opferrollen verfällt ist eigentlich niemals bei uns.

Ich würde eher sagen Schwache mögen keine Machtspiele.

Was ist mit der aktiven Seite? Sind wir dominanten schlussfolgernd die Schwachen? Antwort: nein. Mir begegnen bei beiden Geschlechtern in der dominanten Sexarbeit immer nur starke Menschen. Das ist auch notwendig, weil wir uns auch abgrenzen müssen. Wahrscheinlich wundert es niemanden wirklich, wenn ich erzähle, dass ich auch einige Kolleginnen sowie Kollegen als Kundinnen bzw. Kunden habe. Ich sehe das auch somit als Beleg dafür, dass grade wir „gewerblichen Dominanten“ uns der Spiele mit der Macht und Ohnmacht sehr bewusst sind. Es ist vergleichsweise wie bei den Psychologen. Onkel Rudi (Gott hab ihn seelig) hat immergesagt: „die Psychologen sind alle selber bekloppt, denn die haben alle selber wieder einen Psychologen, der sie wieder therapieren muss“. Ich war in meinem jungen Jahren geneigt dieser Logik zu folgen. Ist natürlich Quatsch, denn ein guter Psychologe ist sich seiner eigenen psychischen Konstruktion bewusst und wird eher einen anderen Psychologen aufsuchen um objektiv und e?ektiv an eigenen Fragen arbeiten zu können. Weil mein letzte partnerschaftliche Trennung so plötzlich kam und schlecht ablief, war ich auch bei einer Psychologin. Die hatte da schon ganz gut aufgeräumt. Interessanterweise sind auch viele Psychologen wiederum Kunden bei mir. Hier sind immer ganz tolle Mindgames umsetzbar.
Wenn der Psychologe sich seiner emotionalen Stärken und Schwächen bewusst ist, kann er auch damit sexuell spielen und die positiven E?ekte dieser Spiele genießen.
So ist es bei uns Sexarbeitern auch, denn uns ist durch die intensive Praxis jede einzelne sexuell basierende Emotion bewusst. Oder wir erfahren durch Klienten wieder neue Ideen und nehmen diese für uns auf. Für sexuelle Menschen sind diese neuen Ideen wie ein Spaziergang in einem schönen Garten, im Gegensatz zu diesen puritanischen Birkenstock-Hühnern, die derzeit wieder gegen Prostitution demonstrieren. Da gibts eben nur denn Sonntags?ck, wenn der Kerl brav den Müll runtergebracht hat.

Wenn man sich seiner emotionalen Stärken und Schwächen bewusst ist, kann man auch damit sexuell spielen und die positiven E?ekte dieser Spiele genießen.

Aber ich schweife ab – zurück zur Macht und Ohnmacht. Welche Effekte geniessen Wilfried und ich? Nun, trotz „Beauftragung des Klienten“ habe ich immer ein großes Spielfeld auf dem ich mich ausbreiten kann. Ich genieße es, dass irgendwann ab dem Machtwechsel der Raum sich mit meinem sexuellen Ich füllt, meine Gedanken umgesetzt werden, meine Wünsche im Fokus stehen. Ich fühle mich frei. Ja, ich fühle mich frei, wenn der Andere gefesselt ist.

12/2019 Atemreduktion

Ein weiteres spannendes BDSM Spiel ist die Atemreduktion zu englisch: Breathtaking. Dieses Spiel hat wenig mit dem Sado-Masochistischem Bereich zu tun, denn obwohl viel mit Körper und Bewusstlosigkeit gespielt wird, liegt hier eben keinerlei Schmerz vor. Sicherlich ist es eher im Dominant/Submissivem Spektrum zu sehen, obwohl man es auch auf Augenhöhe spielen kann. Ich erinnere mich, dass wir uns als Jugendliche immer wieder gegenseitig durch verschiedene Praktiken bewusstlos gemacht hatten. Das war schon spannend und viele der Effekte, die wir dabei bereits als Heranwachsende erlebt haben, lassen sich auch eins zu eins in heutige Sexualitäten übertragen. Aber trotz der Spiele in meiner Jugend, ist zu sagen, dass bei der Atemkontrolle es sich um eine der gefährlichsten Spielarten im BDSM handelt. Es entsteht ja eine Sauerstoffunterversorgung beim Passiven im Gehirn. Die richtigen BDSM Experten machen sich sogar „self-bondages, um sich den Effekt selber zu machen. Das ist echt gefährlich. Bitte hier aufpassen und es nicht auf die leichte Schulter nehmen. Checkt, ob ein Bottom nicht Atemwegserkrankungen vorliegen, dann besser lassen.

Aber worum geht es dabei? Tatsächlich spielt man hier damit einem Anderen die Atemluft zu stehlen. Primär mit Händen, aber auch mit Gürteln oder Masken. Die Bewusstlosigkeit kann ein gewünschter Nebeneffekt sein, muss aber nicht. Hier gilt es zeitnahe die Bewusstlosigkeit durch eine simple Ohrfeige zu beenden. Viele der entstehenden Angstgefühle beim Passiven sind für beide Parteien sehr erregend. Wenn man als Aktiver dann die Sache „im Griff“ hat, ergibt sich natürlich der Effekt der Macht über den Passiven.

Wer mich oder meine Kolumne kennt, der weiss, dass ich den dominant/submissiven Bereich liebe und auch in diesem Spiel darin einbette und diese absolute Hingabe and der Stelle des passiven Parts genieße. Schon als Heranwachsender war die größte Aufregung die Frage: “Was macht der Andere, wenn ich bewusstlos bin? Kann ich ihm vertrauen?“ Nun, mein Umfeld war schon recht gepflegt und niveauvoll, also da könnte man sich schon verlassen. Aber unsicher war man irgendwie trotzdem. Diese Angst war schon alleine eine Art Vorspiel.

Ein besonders guter Spielpartner bei dem Spiel ist mein kleiner, treuer Alex (siehe Bilder). Er ist 33 kommt aus Hamburg und besucht mich regelmäßig. Ich liebe es die Angst in seinen Augen zu sehen wenn ich meine großen Hände in den Lederhandschuhen um seinen Hals lege. Ich brauche den Kleinen auch nicht zu fesseln, denn der bei meiner Größe und Gewicht habe ich naturgegeben immer „Oberhand“. Manchmal ärgere ich ihn, und mache erstmal ne Zeitlang nichts und wenn er ungeduldig wird und was sagen will, dann wird er durch den festen Druck seiner Kehle gleich unterbrochen. „Das Maul soll der Kleine halten und sich nicht einmischen in meine Handlungen“, denke ich mir. Evtl. lasse ich einfach wieder los? Wer weiss das schon. Ich habe jetzt die Macht und es macht Freude schon alleine diese Macht zu haben und mit diesem Element zu spielen. Evtl. mache ich es ganz langsam und dann immer fester? Evtl. in Intervallen? Er weiss es nicht und muss es über sich ergehen lassen. Er wird sich fragen, ob er gleich bewusstlos gemacht wird, oder ob das noch was dauert. Wann wird der Master dazu Lust haben? Sich jemandem hinzugeben, das gibt ebenfalls ein schönes Gefühl der Verbundenheit. In diesem Momenten, wenn ich meine Hände seinen Hals lege, dann langsam beginne zu würgen und wir uns in die Augen sehen, habe ich immer das Gefühl, dass wir irgendwie eins sind. Die Emotionen kochen da ungefähr so hoch wie bei einem Orgasmus. Der Körper schüttet dann im übrigen auch tonnenweise Adrenalin aus. Wenn jetzt noch dabei Sex stattfindet, dann kann der wirkliche Orgasmus dramatisch durch die Atemkontrolle intensiviert werden.

Beim Nachmachen aber bitte ganz vorsichtig- und langsam angehen zu lassen.

11/2019 Ich bin Sexarbeiter – das ist meine Berufung, aber auch schlicht mein Beruf.

…mit eben welchem ich seit mehreren Jahren meinen Lebensunterhalt verdiene und das im Übrigen ausschliesslich. Meine Arbeit als berührbarer Dominus mit männlichen und auch weiblichen Klienten fällt unter die Ausübung von Prostitution – also den Vollzug sexueller Handlungen gegen Entgelt.
Wenn ihr meine Kolumne regelmäßig liest, fragt ihr euch vielleicht mittlerweile, um welche Art von Fetisch sich das Thema heute bloß drehen könnte. Rollenspiel zwischen schüchternem Jurastudenten und strengem Professor? Ich bedaure. Warum ich in meinem heutigen Text nicht über die schönsten Spielarten des BDSM sinnieren kann, hat leider einen verdammt wichtigen Grund:

Einige Vertreterinnen der SPD haben sich vor kurzem für die Einführung des sogenannten Schwedischen Modells in Deutschland ausgesprochen.

In Gesellschaft, Politik und Medien brennt seitdem eine hitzige Diskussion darum, ob Menschen in der Sexarbeit von der Kriminalisierung ihrer Kunden profitieren, weil sie ja auf keinen Fall freiwillig der Sexarbeit nachgehen können wollen (ironie-off) oder Schaden nehmen (weil sie in ihren Arbeits- und Grundrechten beschränkt werden). Auch Teile der CSU und natürlich der AfD stehen hinter dem Vorstoß aus den Reihen der sozialdemokratischen Partei, die sich laut eigenem Programm für Bürgerrechte, Freiheit und Solidarität stark machen will. Ein Paradoxon, das seinesgleichen sucht.

Fragt man Sexarbeitende selbst, lehnt die große Mehrheit das Schwedische Modell entschieden ab.

Warum das so ist, erklärt sich leicht: Eine entsprechende Gesetzesregelung würde den Kauf sexueller Dienstleistungen, sowie jegliche Unterstützung von Sexarbeitenden – auch untereinander – verbieten. Jegliche Kunden und Kundinnen wären als Gesetzesbrecher abgestempelt und müssten mit Strafverfolgung rechnen, wenn sie dennoch einen Termin bei mir wahrnehmen. Effektiv heißt das: Würde in Deutschland ein Gesetz nach Vorbild des schwedischen Sexkaufsverbots eingeführt, wäre eine Fortsetzung meines Berufs fast unmöglich. Die schlimmen Konsequenzen der Gesetzgebung in Schweden wurden von zahlreichen Menschenrechtsorganisationen verurteilt. Zum Beispiel die Gefahr, dass Sexworker keinen Vermieter finden.

Dass sie das Sorgerecht für minderjährige Kinder verlieren können. Dass sie gezwungen sind, sich hohen Risikosituationen und gefährlichen Kunden auszusetzen. Auch das gemeinsame Arbeiten oder der Zusammenschluss in Berufsverbänden ist dort verboten – hierzulande kann jeder von uns (auch anonym) Mitglied im Netzwerk des BesD e.V. (https://berufsverband-sexarbeit.de) werden und so für seine Rechte eintreten.

Wenn ihr selbst als schwuler Escort arbeitet – oder mal tätig wart – und meinen Ausführungen auch nur im Ansatz zustimmt, dann überlegt euch bitte, Mitglied beim BesD zu werden.

Noch ist es in Deutschland unser Recht zu netzwerken, uns gegenseitig zu helfen und uns auszutauschen. Und je mehr Mitglieder wir haben, desto mehr zählen unsere Stimmen und desto eher werden unsere Anliegen gehört! Ihr müsst auch keine Sexarbeiter sein, um uns zu unterstützen – der Verband ist als ehrenamtliches Konstrukt für jede noch so kleine Spende dankbar und auch Re-Posts unserer Beiträge auf Social Media helfen uns ungemein.

Wir als Gesellschaft sprechen selten über männliche Prostitution.

Das hängt zum einen damit zusammen, dass weibliche Sexarbeit wesentlich sichtbarer ist und Frauen den größten Anteil an Sexworkern ausmachen. Kleiner Zwischeneinwurf: Es gibt keine verlässlichen Schätzungen über die Anzahl von Menschen, die in der Sexarbeit tätig sind – das liegt an unterschiedlichen Systemen der Bewertung (ist z.B jemand, der sich ein- bis zweimal im Jahr gegen Geld einen blasen lässt jetzt schon Prostituierter?). Grundsätzlich lassen die meisten Untersuchungen männliche, queere und andersgeschlechtliche Sexarbeitende oft völlig außen vor. Manche Studien, insbesondere zu Gewalterfahrungen, lassen an wissenschaftlichem Berufsethos zu wünschen übrig, denn:

Würdet ihr ausschließlich den Beschwerdemanager eines Unternehmens zur Kundenzufriedenheit befragen?

Viele der von Prostitutions-Gegnerinnen immer wieder zitierten Studien stützen sich auf Befragungen von Sexarbeitenden, die sich für Umstieg oder Ausstieg entschieden haben. Wie wenig repräsentativ die sind, kann man sich ja dann locker vorstellen. Was ist denn mit den ganzen Sexworkern, die einfach zufrieden und anonym arbeiten und niemals an Umfragen teilnehmen? Ich habe bisher über fünfzig männliche Sexarbeiter kennengelernt, auch Stricher, die für relativ kleines Geld an der Straße ihre Dienste anbieten – darunter habe ich keinen Fall von Unfreiwilligkeit erlebt. Aber lasst mich die Frage an euch, die schwule Community weitergeben: Wer von euch kennt Escorts oder war mal bei Escorts, die euch gezwungen, geschändet oder ausgebeutet vorkamen? Gibt es sicher, aber ist es die Masse? Sicher nicht.

Zum anderen hebt sich die Gesellschaft den Großteil ihrer Stigmatisierung – also der sozialen Ächtung – für weibliche und transsexuelle Sexarbeitende auf. Als männlicher Prostituierter bin ich sozusagen eine Minderheit in der Minderheit: Erfahren Menschen von meinem Beruf, bewerten sie meine Arbeit und meine Person durchschnittlich völlig anders, als das bei meinen weiblichen Kolleginnen im Studio der Fall ist.

Beispielsweise ist es mir noch nicht passiert, dass man versucht hat, die Freiwilligkeit meiner Arbeit in Frage zu stellen. Der männliche Sexarbeiter – vor allem wenn er (auch) weibliche Kundinnen hat – wird in der ersten Reaktion gern mal als großer Hengst gefeiert, der Mann ist also ein Held.

Addieren wir die böse, anale Penetration, sieht die Sache schon wieder anders aus.

Während Frauen, die mit dem Strap-On-Dildo bei einem Mann zugange sind und dafür Geld nehmen, mit belustigter Zustimmung rechnen können, wird der männliche Sexarbeiter hierbei eher bemitleidet. Logischerweise ist er ja in diesem Fall gezwungen, mit seinem eigenen Geschlechtsteil zu arbeiten und rückt damit näher an das Narrativ des „Verkaufs des eigenen Körpers“ heran, das weiblichen Kolleginnen von Prostitutionsgegnerinnen so gerne entgegengeschleudert wird. Es wird gefragt, ob der zu penetrierende Kunde denn wenigstens hübsch sei, oder sowas zumindest der eigenen sexuellen Ausrichtung entsprechen würde. Spätestens jetzt kommt auch die klassische Viagra-Frage, die mich bei eigentlich jedem Gespräch heim sucht. Alles Bullshit-Bewertungen, denn ich mag meinen Job einfach – Punkt. Wenn mich meine Lebensumstände dazu gezwungen hätten, als Handwerker meinen Lebensunterhalt zu verdienen, wäre ich schlicht ausgebrannt. Der im Handwerk oft rüde Umgangston in Kombination mit den körperlichen Belastungen und anderen Arbeitsbedingungen hätte mich definitiv in den Burn-Out getrieben.

Es kann passieren, dass man aus Wut und Frust heraus seinen Job verflucht, besonders nachdem man sich bereits beruflich umorientiert hat. Eventuell ist ein Arbeitgeber auch wirklich schlecht, aber kann die Handwerks-Branche dafür in Sippenhaft genommen werden, dass mich handwerkliche Tätigkeiten anöden? Ist die ganze Branche schlecht, weil ich die Tätigkeit als für mich schädlich wahrnehme? Nein, würde jetzt wohl jeder sagen. Aber das Stigma, dass meine Arbeit mir den Verstand raubt und meine Kundinnen meine Seele zerstören, betrifft ausschließlich das Berufsfeld der Prostitution.

Man muss die Dinge im Kontext bewerten.

Was wenn ich euch sage, dass der Mann, der männliches Zielpublikum hat und seine Kunden anal mit seinem eigenen Penis penetriert, sehr häufig sogar heterosexuell veranlagt ist? Was, wenn ich euch jetzt noch sage, dass der Großteil dieser Männer, die zum größten Teil eben aus dem Ausland kommen sehr bewusst und mit Gelassenheit dieser Arbeit nachgehen? Auch wenn Ihr jetzt denkt „Er ist hetero, er sollte so etwas nicht tun müssen“ – die Betreffenden haben oft eine völlig andere Sicht auf die Dinge, als Außenstehende. Ich fordere all jene, die sich anmaßen Sexarbeitende zu verurteilen oder „retten“ zu wollen auf, ihre Vorurteile kritisch zu hinterfragen.

Nehmen wir mal ein abstraktes Beispiel: Für wie viel Geld würdest Du einen Keller ausräumen? Für 200 Euro? Wahrscheinlich nicht, außer Du hast ein Entrümpelungsunternehmen. Für 1.000 Euro? Na, das kann noch immer eklig werden und überhaupt, was ist mit den ganzen Spinnen? Bei 1.000.000 Euro bin ich sicher, dass Du sofort losrennst und Deine Gummistiefel suchst – Motto: Was scheren mich schon die paar Spinnen, bei dem vielen Geld. Eventuell rückst auch gleich mit der ganzen Familie an, damit die auch was vom Kuchen abbekommen. So ähnlich kann man sich es bei den ausländischen Kolleg*innen vorstellen (zB Rumänen, Bulgaren oder Afrikaner). Das hier verdiente Geld ist nach dem Import in die Heimat ein unermesslicher Schatz.

Ich stamme aus der deutschen, bürgerlichen Mitte und bei mir lag nie eine finanzielle Notwendigkeit vor, ausgerechnet der Sexarbeit nachzugehen. Doch ich fühle mich als Prostituierter verdammt wohl, kann mir damit Geld auf die Seite legen und liebe meinen Beruf. Falls ich einen schlechten Tag habe, dann fahre ich trotzdem zur Arbeit und mache einfach mal meinen Job. Schlechte Tage kamen in meinen früheren Jobs im Marketing übrigens wesentlich häufiger vor, zumal in der Werbebranche teilweise mit System ausgenutzt wird.

Das heißt natürlich nicht, dass es in der Sexarbeits-Branche keine Probleme gibt.

Fälle von sexueller Ausbeutung, Ausbeutung von Arbeitskraft und Gewalt kommen in unsere Branche, genauso wie in vielen anderen, durchaus vor. Hierfür gibt es aber bereits Gesetze. Dieses neue Gesetz würde solche Verbrechen nur noch schwerer auffindbar machen.

In den allermeisten Fällen können die Betroffenen von kriminellen Machenschaften nur durch langfristigen Vertrauensaufbau und niedrigschwellige Hilfsangebote persönlich erreicht und gestärkt werden. Dieses Angebot muss ausgebaut und finanziell stärker unterstützt werden: Mehr Streetwork, mehr Beratung, Tipps zum Einstieg, Hilfe zum Umstieg – anonym und freiwillig – genau an diesen Punkten, aber auch nur an diesen Punkten, sollte der deutsche Staat Energie investieren.

Die Illegalisierung und somit der Entzug der Lebensgrundlage von Tausenden Männern und Frauen in der Sexarbeit ist der falsche Weg.

Tatsächlich ist das Berufsfeld meiner Meinung nach besonders für Männer (und Frauen!) geeignet, die selbst sehr sexuelle Menschen sind, offen mit der eigenen- und der Sexualität anderer umgehen können und ihre eigenen emotionalen und körperlichen Grenzen zu wahren wissen. Ich kenne viele Kollegen und Kolleginnen, für die Sexarbeit das bisher attraktivste Berufsfeld darstellt und auch welche, die darin ihre persönliche Erfüllung finden. Aber sehr wahrscheinlich gehen noch viel mehr Menschen der Sexarbeit aus rein pragmatischen Gründen nach, einfach weil es die für sie beste Gelegenheit darstellt, genug Geld zu verdienen.
Nur weil eine Arbeit für einige – eventuell auch für euch – eine vollkommene Horrorvorstellung ist, heißt das noch lange nicht, dass andere diese nicht aus Leidenschaft, wirtschaftlichen Pragmatismus, oder anderen persönlichen Gründen freiwillig ausüben dürfen, oder? Sexarbeitende sollten nicht verurteilt, stigmatisiert oder gar durch gut gemeinte Gesetze kriminalisiert und arbeitslos gemacht werden.

Etwas ist nur dann nicht richtig, wenn es sich für denjenigen nicht richtig anfühlt. Punkt.

Möchtest du mit mir über dieses Thema sprechen? Hast du Fragen, wie du uns Sexarbeiter unterstützen kannst? Schreib mir an: kolja@box-magazin.com

Master André alias Dominus.Berlin ist 40 Jahre alt und arbeitet seit Jahren als Dominus deutschlandweit (www.dominus.berlin). Er stammt aus Düsseldorf und arbeitet nun in einem der bekanntesten Domina-Studios Berlins. Seine Erfahrungen und Erlebnisse- sowie die seiner Kollegen und Kolleginnen – werden in regelmäßigen Blogbeiträgen auf der Studioseite veröffentlicht: http://studioluxberlin.de/cms/dominus-berlin.htmliel Spaß!

10/2019 Brustwarzen

In der letzten Kolumne erwähnt, sind Brustwarzen meine favorisierte Spielzone am Körper des Spielpartners. Nirgendwo erreicht man den Spielpartner so offensichtlich und zeitgleich so schön subtil. Ich persönlich mag die ganz kleinen unschuldigen rosa Knöpfchen am liebsten, schätze aber auch die großen Sprossen für Ihre Belastbarkeit. Die großen Brustwarzen sind idR erst groß geworden durch viel Spiel an diese Stelle. Ein Fakt, den Viele nicht wissen: dein Körper passt sich tatsächlich physisch deiner Sexualität an. Anal- und oral passive Männer, können ihre „Eingänge“ bei Training tatsächlich vergrößern, wenn es hierfür „passende“ Spielpartner gibt. Ein weiterer Tipp von mir: wenn du nen langen Lümmel hast, der eine starke Krümmung aufweist, welche dir nicht gefällt: immer in die entgegengesetzte Richtung in der Hose verstauen. Das mal ein Jahr lang machen und dann durch Fotobeweis eine Geradung bestaunen. Ist aber in der Praxis schwer, weil der Lümmel immer in seine Lieblingsposition der Krümmung entsprechend zurück will. Auch eine zu enge Vorhaut muss nicht gleich abgeschnitten werden, dafür reicht oftmals eine Creme und fröhliches Wichsen damit. Einfach mal nen modernen Arzt befragen.

Zurück zu den Brustwarzen: natürlich ist der ultimative Evergreen bzw auch das ungeschlagene Opening das Kneifen und Ziehen der Brustwarzen mit den Fingern, Jedoch gestaltet sich dieses Spiel mit kleinen Brustwarzen nach einer gewissen Zeit schwierig und selbst bei den Größeren wird irgendwann alles etwas feuchter und dadurch rutschig, so dass man zu härteren Mitteln greifen muss, um das Spiel weiter steigern zu können. Ich finde Holzklammern einfach super, denn sie haften auf jeden Fall auf den sensiblen „Bodyspots“. Nimm dir ruhig Zeit und lass die Klammern etwas einwirken. Eventuell spielst du in der Zwischenzeit mit etwas anderem? Wenn du wieder zurückkehrst, ist die Klammer durch den Druck bereits so tief in der Haut versunken, dass du die Klammern nur noch leicht antippen musst, um einen Effekt zu erzielen. Das ist ganz prima, denn du kannst dann mit einer Hand an dir rumspielen und mit der anderen zum Beispiel die gesamte Brust hin und herbewegen. Die Bewegung der Brust bewegt somit auch die Klammern an den Zizzen hin und her und sorgt für ein feines Ziepen. Meist verwende ich für meine Experten auch eine Vakuumpumpe, um durch das Ansaugen der Haut selbige zu sensibilisieren. Hierbei entsteht oftmals ein schöner Kreis um die Brustwarzen (siehe Bild). Praktisch sind auch Klammern, die an einer Kette angebracht sind, denn dann braucht man wiederum nur eine Hand um die schöne Stimulation zu forcieren und hat die andere Hand frei für Spiele mit sich selber. Die Kette hat nach Einwirkung bereits beim Anheben volle Wirkung. Wenn man dann noch daran zieht, evtl. noch dem Partner ein bisschen am besten Stück rumspielt – ja, da gehts dann schon in den ekstatischen Bereich.

Beim Entfernen von Klammern, die zuvor die Brustwarzen bearbeitet haben, hat man im nächsten Schritt den Vorteil, das die kleinen Lust-Spots nun hypersensibel sind. Es reicht nun in der Regel aus, wenn man leicht über die Spitzen streichelt. Dein Gegenüber wird es dir mit überschwänglichen Reaktionen danken. Wenn ich meine Spielpartner gut riechen kann, macht es auch immer wieder Spaß, an den Brustwarzen zu knabbern und dabei den Körper das Andere mit beiden Händen schön kraftvoll festzuhalten. Nach Entfernen der Klammern an den Brustwarzen des gefesselten Spielpartners zu saugen, für mich persönlich das Highlight einer jeden Sitzung.

8/2019 CBT und der Schmerz als Lustförderer

CBT ist die Abkürzung für Cock Ball Training. Eine Spielart, bei der von leichten- bis harten Schmerztechniken bei Penis und Hoden Anwendung finden, um dadurch sexuell beide Partner zu stimulieren. Ich persönlich stehe (nach Brustwarzenfolterungen) am meisten auf diese Technik. Hierbei kann man wirklich sehr phantasievoll sein. Lasst Euch nichts einreden: klar bietet ein größerer Kindermacher mehr Angriffsfläche als ein Kleinerer, jedoch sind die Effekte gleich und Größe macht in diesem Fall somit wenig Unterschied.

Da ich ja als einer der wenigen männlichen Dominä in Dominastudios ans Werk gehe, verwende ich zum Abbinden und als Folterinstrument Damen-Nylons. Die meisten Homomänner sind natürlich extremst irritiert, wenn ich da mit den abgetragenen Frauenstrümpfen ankomme, aber der Effekt ist trotzdem großartig und ich empfehle es jedem. Schnell ist ein schöner Knoten um das beste Stück nebst Glocken gemacht und das erste Folterinstrument ist schon einsetzbar, denn nun heisst es einfach an den Enden langsam den Knoten enger ziehen. Dabei dem Spielpartner in die Augen schauen und wenn das erste Zucken in seine Augen kommt, hast Du den Punkt Deiner Macht erreicht und kannst nun damit spielen. Dann mal ganz langsam weiterziehen, oder mal in so kleinen Schüben. Er wird sich wie bei viele Spielzeugen an den soeben eingetreten Schmerz irgendwann gewöhnen und er lässt nach. Wenn die Anspannen seinen Augen dann also verflogen ist: wieder einen Millimeter weiterziehen usw. Einziges Manko aus meiner Sicht: Ich kann dabei nicht so schön an mir selber rumspielen, um mich daran aufzugeilen, dass mein Spielpartner das grade so schön für mich macht und dass er mich eben spürt. Wie immer beim Abziehen: Vorsichtig rangehen, aber nicht zu Vorsichtig. Ein Pflaster reisst man auch schnell runter, also fummelt da nicht so lange rum. Der Schmerz beim Abmachen (am Schlimmsten nach dem „Kommen“) ist nun eben nicht erotisch, denn Schmerz ist nicht gleich Schmerz – dazu gleich mehr. Zurück zum CBT. Die Sensibilität des Hodens machen Spiele dort wahnsinnig einfach, denn es reicht diese in die Hand zu nehmen und zu drücken. Merke: meist sind eher die kleineren Hoden am sensibelsten. Auch hier kannst Du einfach immer ein bisschen mehr drücken und somit deine Lust am Spielpartner zum Ausdruck bringen. Mit Lederhandschuhen wirst Du Du dem Lederfetischisten einen zusätzlichen Reiz verschaffen können. Wenn der Hoden schön von dir angespannt wurde, dann kannst du auch einen schönen Effekt erzielen, wenn du die angespannte Fläche des Hodens durch leichtes Klopfen mit der anderen Hand stimulierst. Ebenfalls wirkt das wundervolle Zahnrad bei angespannten Flächen immer am besten. Ein Lederpaddel, das erst leicht mit kleinen sanften Schlägen und später dann feste auf den Hoden tätschelt, wird auch nie an Wirkung verfehlen. Bei entsprechender Größe sowie Errektion des Lümmels funktioniert das auch dort. IdR verschwindet die Errektion jedoch dann, nicht wundern oder gar persönlich nehmen. Zwischendurch solltest deinen Spielpartner immer wieder streicheln, um Deine Wertschätzung ihm gegenüber auszudrücken und ihm auch mal simpel eine Pause zu geben. Streicheln fördert auch die Durchblutung und wirkt daher auch schmerzstillend. Also wenn es mal sichtlich zu viel war: drüberstreicheln und es wieder gut machen.

Hier aber auch mal ein kleiner Exkurs zum Thema Schmerz für den Anfänger: Das soeben Beschriebene ist der lustvolle Schmerz. Er ist kontrolliert, steigert sich idR von sanft zu hart, ist immer an das Lustempfinden des Aktiven gekoppelt und verläuft im Bestfall entlang der Grenzen des Passiven. Deswegen sind die Schmerzen zB beim Abmachen der Abbindung genauso erotisch wie ein zufälliger Sturz des Passiven auf den Boden und der einhergehenden, chiquen Knieprellung. Daher mein Aufruf an alle aufstrebenden female- und male Doms da draußen: wenn ihr den Schmerz nicht sichtlich an eure Lust koppelt, werdet ihr wenig Erfolg haben. Das Spiel ist eben nur erotisch, wenn man eure Sexualität spürt, eure Persönlichkeit, eurer sexuelles Wesen. Ein weitere Abteilung ist der pädagogische Schmerz. Dieser Schmerz darf auch mal über die Grenzen hinaus gehen. Dein Sklave hat etwas falsch gemacht und du willst ihn dafür bestrafen? Achte dabei immer auf eine sinnigen Grund. Wenn dein Spielpartner alles richtig gemacht hat und Du trotzdem den Hintern versohlst, dann wird er das nicht als erotisch empfinden, sondern einfach nur als unfair. Also reiß Dich zusammen und bleib auf dem Teppich – der Preis dafür alles nachgetragen zu bekommen ist eben eine realistischer und klarer Kopf. Erziehung ist schon sexy, aber verdiene Dir das. Wenn Du nun merkst, dass Dein Sklave wirklich einen Bock geschossen hat, dann her mit den Erziehungsmassnahmen. Hier sollte man nicht lustvolle, sinnliche Schmerzen wie eben erwähnt verteilen, dass wäre eine falsche Botschaft. Ich stehe darauf den Rohstock hart durchzuziehen und am besten noch eine Zahl im Vorfeld anzukündigen, was ihm dafür blüht, dass er zB zu spät gekommen ist. Tatsächlich wird dieser Schmerz, selbst wenn er Lichtjahre über die Grenzen des Sklaven hinausgeht auf einer anderen Ebene als lustvoll empfunden, weil er das Bild der Stärke und Überlegenheit des Masters komplettiert und den Sklaven in seine kleine von Dir definierte Ecke der Formbarkeit bringt. Aktion erfordert Reaktion und somit ist eine schmerzhafte Strafe folgend auf einen Fehler gefühlt dann das Schliessen des Kreises.

5/2019 Dirty Games

Obwohl schon Freud Spiele mit Exkrementen lediglich als regressive Handlung betitelt sowie der Fakt, dass Sexualität für uns alle mehr als eine simple Fortpflanzungsinstanz ist, rümpfen wir kollektiv die Nase, wenn es um Spiele mit der inneren Schokolade geht oder auf Fachdeutsch „Kaviar“. Ich verabscheue hier lediglich, dass manche ihren eigene Messlatte als allgemeingültig verstehen.

Wenn mir hier Intoleranz begegnet, dann argumentiere ich gern so: „Also wenn ich dich auspeitsche und deine Wunden anpisse ist das toll, aber KV ist dann nicht ok?“ Bitte Vorsicht bei Verurteilung dieser Praktik.
Vergiss nicht, wenn wir „Normale-Sachen“ machen würden, dann würden wir unsere Puller ohne Vorspiel für wenige Minuten in eine weibliche Hautfalte schieben und zum Orgasmus kommen (müssen) um der Fortpflanzung gedient zu haben.
Na toll! Bei mir hat es übrigens bei diesem Beispiel schon bei „ohne Vorspiel“ aufgehört, aber lassen wir das.

Ich persönlich kann dem KV-Spiel den erniedrigenden- oder den mich-wertschätzenden-Teil etwas abgewinnen. Mich mit jemanden in eine Wanne setzen und gegenseitig einschmieren, würde mich persönlich abturnen. Daher kommt die Praktik bei mir eher selten vor bzw. eher so als Highlight zum Ende einer Sitzung.
Es gibt auch verschiedene Ausprägungen dieser Praktik. In Dominastudios haben wir regelmäßig eine „Tagestoilette“. Das bedeutet, dass ein Klient über Stunden hinweg je nach Bedarf der Anwesenden ausschliesslich meist viel NS (=Natursekt, also Urin) oder auch mal „härter“ verköstigt wird. Charakteristisch für Tagestoiletten ist, dass sie meist tief in ihrer Rolle stecken und daher wenig sagen bzw. nicht so auf Dirty Talk reagieren, denn sie sind ja eine Toilette. Einer hat sogar mal beim Betreten wie ein Automat wiederholend gesagt:
„Ich bin eine Toilette, ich bin eine Toilette.“ Es gab auch schon ein paar Bi-Tagestoiletten, so dass ich mich als Mann dort auch „entgeltlich erleichtern“ konnte. Unter uns: Der Job ist dann nicht wirklich schwer, denn die Klienten sind in der Regel sogar mit ihrem Kopf in einem Toilettenähnlichen Gebilde, so dass man einfach wie gewohnt Platz nimmt und loslegt.

Bei Interesse an diesem Special: Bitte mich direkt und ohne Scheu fragen. Diese Tagestoilettenspecials gibt es eigentlich in allen Studios. In Berlin kann man auch eine reine Herrentoilette organisieren. Einmal habe ich mit männlichen Kollegen ein Tagespissoir arrangiert.
Der Klient heisst Georg ist 43 und kommt aus München. Voll der Normalo übrigens, eher etwas unscheinbar – bedeutet: Man würde es ihm sicher nicht zutrauen auf den ersten Blick. Das war alles schon spannend, weil ich Georg bewegungslos gefesselt, auf den Boden gesetzt sowie an die Wand gelehnt und dann eine weisse Latex-Maske aufgesetzt habe, um ihn zu depersonalisieren. Ein bisschen ging dann der Inneneinrichter in mir durch, denn ich habe sogar weisse Seile genommen.
Naja, wenn schon, denn schon, oder? Georg konnte jetzt einfach „ein Klo“ sein. Logischerweise habe ich mit meinem zwei Kollegen dann bereits ne Riesen Menge vorher getrunken und wir haben im Nebenraum schön gefeiert und über das männliche Verrichten der Notdurft lautstark gewitzelt. Abwechselnd, aber häufiger als erwartet, gingen wir dann „zum Pissoir“.
Beim Reinkommen stand der Mund bereits regungslos offen. Ich hole meinen Kindermacher raus, lege ihn einfach in den offenen Mund, dann fische ich mein Handy zum gelangweilten nebenbei Stöbern und dann wird „Laufen gelassen“. Mit dem Handy stehe ich auch an normalen Pissoirs, denn irgend ne Whats app gibts immer zu lesen beim Pullern.
„Laufen lassen“ kann ich bei Klienten verdammt gut, ist aber gar nicht so leicht hier Kollegen zu finden, die das ebenso einfach können. Also Deckhengste drängeln sich da viel schneller als Gehilfe auf – man soll es kaum glauben. Mein Kollege Alex allerdings war dann so entspannt, dass er noch schön beim Pissen gefurzt hat, so sehr hat er den Klienten als Pissrinne gesehen.
Der Klient war hier schon voll begeistert als Partytoilette für die ganzen Lederkerle zu dienen. Aber jetzt kommt ja das Highlight: Der Hausherr will auch der Party noch gepflegt einen abseilen.

Dann also ab mit Georg in die Waagerechte und rein mit dem Kopf in den Toilettenstuhl. Ich verlasse den Raum, um auch das Setting gefühlt neu zu starten. Mit einer Zeitung unterm Arm und einem frischen Espresso im Bauch komme ich wieder. Ich nehme wie selbstverständlich Platz und lege langsam los.
Unter uns: Ich tue bei dirty Games immer so, als wenn ich mich einfach gehen lasse, aber natürlich schaue ich, dass nicht alles auf einmal „fällt“ und somit rein technisch nicht „zu bändigen“ ist.
Insbesondere beobachte ich, ob Georg zum Höhepunkt gekommen ist, denn dann höre ich auf, weil wie bei vielen BDSM Praktiken sind diese nach dem Kommen nur schwer zu ertragen.

Beim gemütlichen Nachgespräch kam dann raus, dass Georg im wesentlichen geil war, als wir im Nebenraum über die Sache an sich lautstark gesprochen haben.
Er wusste, dass er eine Toilette ist und gleich benutzt wird. Sein Kopf hat ihn dann vollends positiv durchdrehen lassen. Die eigentliche Praktik hat gar nicht so gekickt. Typisch, denn BDSM Sachen passieren eben im Kopf.

4/2019 Dental Fetisch

Bei jedem bizarren Rollenspiel geht es um die Manifestation von Macht und Ohnmacht. Ob Vater und Sohn, Lehrer und Schüler, Arzt und Patient – Hintergrund ist immer ein Machtgefälle. Zugegeben, die Meisten erschaudern bei der Dominanz, die durch Leder-Outfits hervorgerufen werden, obwohl die Rolle dahinter nicht so eindeutig klar ist, wie die der zuvor genannten Verhältnissen.
Vom Cowboy über den Motorradfahrer und Polizisten bis zum SS-General sieht man Lederbekleidung. In all diesen Rollen habe ich schon gesteckt, um die Möglichkeit zu schaffen, dass mein Klient sich ohnmächtig oder einfach nur klein fühlen kann.
Relativ schnell wurde auch gleich zu Beginn meiner Schaffensperioden der weisse Arztkittel gekauft. Lange Zeit beschränkten sich die „Untersuchungen“ und die drauf folgenden „Behandlungen“ im wesentlichen auf Praktiken, die auch im schwarzen Bereich Anwendung finden können, wenngleich ich dann dummerweise für eine Harnröhrenbehandlung meist weniger Licht habe als in den Kliniken.
Als ich dann vor ein paar Jahren erstmalig mit Zahnarztfantasien konfrontiert wurde, war ich etwas erstaunt, aber solange wie es was Besonderes ist, kann man mich damit begeistern. Es lohnt sich auch nicht die Sorge, dass wenn man einen Profi mit einer für ihn neuen besonderen Fantasie beauftragt, die Umsetzung gleich floppen muss, nur weil der Profi da weder Erfahrung hat noch stetig sich auf die Fantasie privat einen von der Palme wedelt.

Klar kann die Sitzung mal nicht funktionieren, aber idR ist ein Profi eben deswegen Profi, weil er ein sehr sexueller- und damit auch sensitiver Mensch ist. Spätestens durch deine Erregung wird das Spiel in Gang kommen. Das kann ich für die Meisten meiner Kollegen und Kolleginnen klar sagen. So war es auch in diesem Fall. Der Klient Karsten ist mitte vierzig, groß und kräftig, hat ein Bäuchlein, blondgelocktes Haar und ein liebevolles Lachen, dem ich im folgenden sehr nahe kommen werde.
Wenn ich mein weisses oder blaues Arztoutfit trage, bin ich wie ein Schauspieler bereits im Umkleideraum in der Rolle. Diese fies-distanzierte Sachlichkeit der Ärzte läuft bei mir richtig gut. Bei den routiniert gestellte Patientenfragen zur Anamnese einfach nur ignorant auf den Notizblock gucken, aber zwischendurch meinen anschwellenden Penis sichtbar für den Patienten etwas „ankneten“ – sowas macht mich ja an. Im größten Studio der Stadt (Avalon) gibt es auch einen dafür vorgesehenen Zahnarztstuhl. Karsten liegt dort immer wie angewurzelt und krallt sich in die Armstützen, wenn ich seinen Körper herunterfahre und sein Kopf dann irgendwann weit unter mir liegt.
Wenn ich etwas vorbereite, beuge ich mich immer über ihn und gönne ihm somit einen Blick auf mein Brusthaar, das leicht aus dem weissen Arzthemd hervorlugt. Auch prickelt es, wenn der distanzierte Arzt leicht duftet. Am besten eine Mischung aus Parfüm und Eigengeruch – das ist intim, was im Kontrast zum abgehobenen Herrn Doktor steht. Das ist es: Die Mischung aus Nähe und Sterilität.
Bei Karsten liegt der Hauptreiz in den Latexhandschuhen, wie diese seinen Rachenraum untersuchen. Als ich das das erste Mal bei ihm gemacht habe, ließ es mich ich kalt. Erst als ich gesehen habe, wie sein schöner weisser Schwanz hierbei wundervoll groß wurde, erregte mich eben „seine Erregung“. Nach so vielen Treffen mit ihm klopft es bei mir bereits, wenn ich die Handschuhe überziehe, daher mach ich das immer ganz langsam,

wenn er da so vor mir liegt. So kann Erregung übertragen werden.
Er wird noch geiler, weil ich einen Mundspreizer bis aufs Maximum eingespannt habe und mit den spitzen Instrumenten in diesem empfindlichen Kopfbereich namens Mund rumhantiere. Ich schalte den Bohrer immer schon ein, wenn ich mich seinem Mund nähere, somit hört er den bedrohlichen Bohrer immer näher kommen.
Einer der wesentlichen Unterschiede zur normalen Zahnarztbehandlung ist, dass hier ein Penis wachsen -und sich beim Höhepunkt der Behandlung auch ergießen darf, wenn er will.
Es kann verschiedene Gründe haben sich auf eine bizarre Zahnbehandlung einzulassen.
Angstpatienten im realen Leben finden die Möglichkeit, ihre negativen Erlebnisse positiv zu überspielen. Horrorszenarien können in einem sicheren Rahmen nachgestellt werden und das Blatt der Erfahrungen wird neu geschrieben.
Das ist die Faszination und die Erotik von alltäglichen Klinikabläufen. Steril und doch so menschlich. Fürsorglich und schmerzhaft zugleich. Bedrohlich und ein bisschen geil. Der Dentalfetisch ist geboren.

3/2019 Sheer Sox – Die Nylons für den Mann

Es ist irre schön, wie viele Fetische es gibt. Ich kann zwar nicht immer erklären, worin der einzelne Fetisch begründet ist, aber sicher ist, dass wir hierüber Emotionen verarbeiten, Erlebtes kompensieren oder als simples Ventil nutzen. Das gilt natürlich für die gesamte Bandbreite der Sexualität und für die Fetische im Besonderen – und das ist auch gut so. Der menschliche Körper ist mit seinen Milliarden von Funktionen schon ein Wunder, die Psyche des Menschen ist mindestens ähnlich komplex, wahrscheinlich sogar noch mehr. Stehen wir doch in der Psychologie noch viel weiter am Anfang als in der körperlichen Medizin, wissen wir heute trotzdem schon, dass das Ausleben von besonderen sexuellen Vorlieben keinesfalls schädlich ist, wenn man die suizidalen oder anderen Schäden verursachenden Praktiken absieht.

Denn als behandlungsbedürftig giltst du mit deinem Fetisch per internationaler westlicher De?nition nur, wenn du ohne diesen Fetisch sonst keine Erregung mehr im sexuellen Bereich verspürst und dann natürlich (wie überall in der modernen Psychologie) müsstest du dann darunter leiden, dass es so ist. Wenn du also Zuhause  genüsslich an in der Umkleide geklauten Schuhen schnü?elst und dich damit zum Orgasmus kurbelst, dann ist lediglich der Diebstahl zu verurteilen. Solange, wie das für dich in dein Leben passt: fühl dich frei und lass dir da von Keinem reinreden, denn wir sind, was wir sind.

Genug vom „Dr. Sommer-Dominus“, denn ich plaudere natürlich auch heute mal wieder aus dem Nähkästchen. Der Fetisch auf Sheer Sox kommt relativ selten vor, aber die Fangruppe ist trotzdem nicht klein. Sheer Sox sind tatsächlich Nylonstrümpfe (siehe Bild), ähnlich den Nylons für die Frau. Sie sind vom Material her etwas weniger fein und idR maskuliner ornamentiert, insofern das bei Nylons noch irgendwie möglich ist, denn man nimmt Nylons ja eher als weibliches Accessoire wahr.

Peter kommt bereits seit vielen Jahren zu mir und ist ein gnadenloser Fan dieser Strümpfe. Ich konnte mir zu Beginn gar nicht vorstellen, dass ihm sogar meine restliche Kleidung völlig egal ist, obwohl er doch so viel wert auf diese Fußbekleidung legt, aber dem ist tatsächlich so. Ich glaube, ich könnte ihn sogar im Jogger empfangen, Hauptsache ich habe diese Socken an.
Ich lasse ihn eigentlich immer was zappeln. Beim Reinkommen darf er seinen heissgeliebten Gegenstand erstmal noch nicht sehen – nur unter meiner Hose „vermuten“, weil die ja immer da sind, wenn wir uns verabredet haben. Ich führe ihn manchmal zum Spaß durchs Studio und freue mich darüber, wie sehr er versucht, einen Blick unter meine Hosenbeine zu erhaschen. Er hat natürlich Glück, wenn ich vor ihm eine Treppe hochgehe, denn die Hose zieht sich dann ja automatisch was hoch.
Peter spielt immer schön mit, denn er hat seine Erregung auch wie ich auf der Zunge liegen und so kann ich mich in meinem Favorit der verbalen Erotik voll gehen lassen, weil er eben immer antwortet und sich somit dann Dialog ergibt.

Ich gönne ihm, nach dem Hinsetzen, überlegen einmal kurz einen Blick auf die Socken, indem ich meine Hose kurz hochziehe. Hui, da wird er sofort rollig. Aber nein, erstmal muss er sich für mich ausziehen und mir zeigen, dass er sich von mir auch sexuell missbrauchen lässt. Es fällt ihm immer ein bisschen schwer die Hosen runter zulassen, ist es doch eine

Manifestation der Rollen, dass er das Opfer ist und ich habe das Spiel in der Hand habe, weil ich buchstäblich „die Hosen anhabe“. Wenn er vor mir steht, dann ist sein Schwanz bereits knüppelhart. Beachtlich für sein Alter, denn er steuert grad auf die 60 zu und da dauert es in der Regel etwas, bis der Kindermacher wirklich so steht. Nicht jedoch, wenn man endlich etwas machen darf, was man schon seit Monaten hersehnt und dem man nicht mal eben in irgendeinem Cruising-Bereich nachgehen kann. Das löst natürlich eine andere Erregung aus. Insofern sind die Fetischisten vielleicht sogar ein wenig zu beneiden – verfügen sie doch über den Vorteil, dass sie zu ihrem Sex die „Würze einer Wochenendbeziehung“ einkalkulieren können.

„Damit du an meine schönen Füsse darfst, wirst du es zulassen, dass ich mit deinem Pimmel spiele und dich abmelke, wenn ich Lust dazu habe.“ Ich ö?ne meine Hand ein wenig und er legt wie gewohnt seinen Penis dort hinein. Jetzt darf er auf die Knie und meine Schuhe ö?nen – ich habe dabei immer wieder meine Hand an seinem besten Stück.

Erstmal wird von außen an meinem Schuh gerochen – nicht sofort losgeleckt. Ich will über seinen „Konsum“ wachen und ihn steuern. Wie beim Essen, da schlingt man auch nicht. Endlich darf er sein Näschen in meine Schuhe stecken. Seine Wangen berühren dabei die SheerSox und ich spüre wie sein Drei-Tage-Bart darin auch leicht hängen bleibt. Sein Kindermacher wird sogar noch härter als vorher. „Ja, jetzt darfst die Schuhe ausziehen“ sage ich in einem großherzigen Ton und er folgt meiner Erlaubnis und ö?net vorsichtig meine Schnürsenkel. Bei freiliegendem Fusse nehmen wir unsere Vorzugsstellung ein: sozusagen liegen wir beide auf dem Rücken mit den Hüften nebeneinander. Ich kann so an seinem besten Stück rumspielen und ihm zeitgleich meine Füße ins Gesicht drücken.
Ich feure ihn verbal schön an und beschreibe ihm in meinen Worten was er erlebt und wie das aus meiner Perspektive aussieht. Er darf nun nach der langen Zeit der strengen Kontrolle über jeder seiner Handlungen auch mal meine Füße befummeln, küssen, lecken und lieben. Ich vergrabe sein Gesicht regelrecht unter meine Füßen. Meine verbale Action gewinnt an Höhepunkt und ich werde fester und bestimmter beim Abmelken, so dass er sich irgendwann wenn ich meine, dass es mir grade gut rein passt seiner inneren sexuellen Explosion hingeben kann und seine stattliche Menge Samen überall in die Luft geschossen wird.

2/2019 Verbale Erotik

Spätestens hier wird der Unterschied zwischen einem wirklichen BDSM-Liebhaber und einem Sexworker, der sich lediglich auch für dominante Themen beauftragen lässt, sichtbar. Ich sage nicht, dass alle BDSMer verbale Erotik „können“ müssen, das wäre quatsch, denn klar gibt es stille Genießer. Wenn ich mich so in den BDSM-Clubs umsehe, scheint das non verbale auch in der Mehrheit zu sein. Aber wer seine Gefühle eloquent verpacken kann, der wird diese auch sicherlich, tatsächlich so empfinden und nicht vorspielen. So ein vortäuschendes Quasseln wird über den Zeitraum einer Session jeden überfordern.

Wer seine Gefühle eloquent verpacken kann, der wird diese auch so empfinden

Verbale Erotik kann für das gesamte BDSM-Spektrum herhalten, denn egal ob geprügelt, erzogen, gekackt oder simpel gefickt wird: Irgendwas DENKT der Andere in diesen Momenten. Diese Gedanken sind nicht nur der Schlüssel zum Orgasmus eines Einzelnen, sondern sie ähneln sich stark je nach Thema. Verbalerotiker wissen, dass man z.B. dem Klinikerotiker von den „sterilen und kühlen“ Instrumenten erzählt, mit denen der „Herr Doktor“ den „entblößten Körper“ des Patienten in der „weißen- und hellen“ Umgebung detailgenau untersucht und anschließend das Machtgefälle des Arzt-Patientenverhältnisses ausnutzt, um seine sexuellen Therapiebehandlungen vorzunehmen. Der Fußfetischist braucht Informationen über die Größe, Hautfarbe, Behaarung und vor allem Geruch der heißgeliebten zwei Objekte und dann taucht man sie gedanklich ein in ein Spiel, wo sie mit Selbigem in irgendeiner Form verkehren.
Den Liebhabern von devoten Gefühlen (mein Lieblingsthema) zählt man detailgenau die Regeln auf, um diese immer wieder damit zu manifestieren und malt daraufhin verschiedenste Situationen aus, in dem sie ihre kniefälligen Gefühle unter Beweis stellen müssen. So ist es möglich, diese Gefühle auch wirklich zu spüren, selbst wenn man nur darüber redet.
Ich erinnere mich gut an die letzte Sitzung mit meinem Sklaven Ben, der seit einigen Jahren regelmäßig zu mir kam. Wir hatten ein Verhältnis kreiert, in dem er von mir erpresst wird und aufgrund dessen perverse Sachen zu machen. Die Praktiken waren dabei fast egal, so tief war – bzw. ist er noch heute in dieser submissiven Thematik.

Gedanken sind der Schlüssel zum Orgasmus

Klar wissen wir beide, dass die Situation von ihm seinerzeit selber hergestellt wurde sowie juristisch gesehen gar keine Abhängigkeit besteht, aber wenn ich ihn zur Begrüßung gleich aufgezählt habe, welche Mittel ich habe, um ihn bloßzustellen, ihn beruflich und privat zu ruinieren, dann fühlen wir beide dieses Verhältnis klar und deutlich:
„Wenn ich mir vorstelle, was deine Arbeitskollegen sagen, wenn ich denen das Video sende, wo du mit der Klobürste im Arsch umher gelaufen bist und laut gebellt hast für mich – da muss ich jetzt schon lachen. Schau mal, dieser Dietmar hier, das ist doch für dich ein wichtiger Geschäftspartner, oder? Weiß der, dass du ungewaschene Schwänze für mich lutschst? Was sagt der wohl, wenn der das Video zu Gesicht bekommt, wo du sogar gleich mehrere Männer befriedigst?“
Ben flehend: „Nein, Sir bitte… Ich mache doch alles was Sie wollen!“ „Wirklich? erstmal kommst du her und drückst Kohle ab, du Schwein. Dann sehen wir weiter.“ Ich zähle ebenfalls laut das Geld, um die Erpressung greifbarer zu machen. „Es wird immer so weiter gehen, Ben. Es wird niemals enden – du gehörst mir“. Er jammernd: „Sir, ich weiß das. Ich bin Ihr Eigentum und Sie haben alle Macht über mich.“
Natürlich kann man seine Spielpartner auch niederschreien. Mache ich auch mal ganz gern, da kann man ganz schön Dampf ablassen. Grundsätzlich bin ich eher der subtile Typ, denn eine Boshaftigkeit im ruhigen Ton mit nem leichten Lächeln wirkt idR mehr als Schreien.
Steigern kann man Verbalerotik unter anderem, indem man den Devoten etwas aufsagen lässt: Ich: Sprich mir nach. „Ich bin eine kleine dreckige Sau und gehöre vollständig Master Andre. Ich mache widerliche und perverse Sachen für ihn bis ich tot umfalle.“ Ach schön.
Macht man bei Vereidigungen so und kann man auch gut hier anwenden mit dem gleichen E?ekt. Die Devoten sprechen dir immer nach und idR zuckt ihr Kindermacher bei den Signalworten.
Probiert es aus. Wenn sie leiden und betteln, dann erfüllt sie das Spiel und dann senden sie über ihr Jammern die Bitte nach mehr von diesen Gefühlen und du hast die Macht. Jap, das ist geil und macht mich tatsächlich hart. Ist ein Grund, warum ich immer noch so viele Klienten habe, die seit Jahren lediglich ganz altmodisch am Telefon mit mir sprechen wollen und die ich bis heute noch nie gesehen habe. Das ist voll ok für mich, denn ich kann Telefonsex wirklich was abgewinnen.
Du musst nicht gleich ein dramatischer Wortakrobat sein, denn wichtig ist, dass du das fühlst, denn dann überträgt sich das Gefühl sogar über das Telefon, selbst wenn du immer das Gleiche sagst. ? Die verbale Erotik hat den entscheidenden Vorteil, dass sie grundsätzlich keine Praxis- Probleme hat. Ist doch klar, denn irgendwann kann sich auch der beste Knoten einer Fesselung lösen, die Batterien vom Stromgerät zufällig grad leer sein oder ein Po trotz intensiver Dehnung den Masterkolben nicht aufnehmen.
In der Theorie kann das nicht passieren, denn hier ist alles perfekt und arbeitet dort, wo BDSM eben im Wesentlichen wirkt: im Kopf.

Gefühle zu spüren,selbst wenn man nur darüber redet

1/2019 WEGSPERREN

Auch dieses typische Szenario in der BDSM-Welt sieht von außen betrachtet sinnfrei – bis (seien wir ehrlich) lächerlich aus. Da sperrt so eine ortsansässige Domina einen Sklaven in einen Käfig, geht ins Nebenzimmer, raucht eine und verdient ihr Geld beim Lesen des neuesten Brigitte-Magazins. Mag sein, dass es solche Kolleginnen gibt, das ist aber eher unwahrscheinlich, denn diese Kollegin hätte dann nicht verstanden, was beide Parteien an diesem augenscheinlich simplen Spiel so verdammt geil reizen kann. Schauen wir uns diese Facette mal genauer an und finden es heraus.

Sklave Ulrich (nicht auf den Bildern) ist seit Erscheinen meines ersten Box-Tagebuch-Eintrages regelmäßig bei mir. Ein echter Lederfan, Anfang 50, kräftig gebaut und mit einer sympathisch-leichten Unsicherheit tritt er mir immer „militärisch-devot“ unter die Augen. Unsere ersten Wegsperrspiele haben wir natürlich im militärischen Outfit gefeiert, jedoch in klassischen Käfigen mit Gittern. Der neue Kursraum im Lux bietet ein „wunderschön-widerliches“ Loch zum Wegsperren. Das Loch ist eingebaut in ein großes Podest, auf dem eigentlich nur Vorträge oder BDSM-Shows zu sehen sein sollten. Es bietet nicht mal den Luxus des Ausblickes durch Gitterstäbe, sondern ist rundherum aus Pressspanholz angefertigt – bedeutet im Klartext: Es wird dort kalt, stickig und dunkel. Nach einem Vorspiel zwinge ich ihn lautstark: „Ab ins Loch mit dir, du Sau!“ Ich zeige auf die offenstehende Luke auf dem Podest, die meinem Sklaven seinen Weg weist. Ein paar Treppenstufen hoch und er krabbelt hinein, begleitet von meinem fordernden „Na, wird’s bald?“ Er soll nicht meinen, dass es jetzt in eine Kuschelecke geht – er ist IN MEINEM KÄFIG und kommt erst raus, wenn ICH es ihm erlaube.
Ja, es mag sich albern anhören, denn durch Stopwörter& Co können BDSM-Spiele manchmal ein schnelles Ende finden. Wer sich aber darauf einlässt, um diese Gefühle zu fühlen, der wird sie auch fühlen – ganz sicher. Spätestens wenn ich in ein solches Spiel richtig eingetaucht bin, dann übertragen sich meine Gefühle auf den Anderen – das ist immer schon so gewesen. Vielleicht eine essentielle Grundlage für Menschen, die solche Spiele gewerblich anbieten? Mit einem Knall haue ich die Luke zu und stelle mich auf die Selbige, um mit meinem Gewicht eine Verschließung herbeizuführen. „Na dann versuch doch mal da raus zu kommen, du Schwein.“ Ich spüre wie er weisungsgemäß versucht die Luke zu öffnen, es jedoch nicht einmal einen Millimeter schafft. „Na, klappt nicht, was?“, sage ich in einem zynisch freudigen Ton. „Dann bist jetzt wohl gefangen. Mal sehen, ob und wann ich dich da überhaupt wieder raus lasse. Da musst du wohl brav sein und schön durchhalten und zur Info, Sklave: ständiges pussyhaftes Hin-und-Herbewegen, Jammern oder gar Versuche zu entkommen verlängern deinen Aufenthalt oder führen zu schmerzhaften Erziehungsmaßnahmen. Hast du das verstanden?“ „Ja, Master“, entgegnet er.
Ich bewege mich einfach gar nicht. Ich weiß, dass er Angst bekommt – ich kann das durch die verdammte Holzdecke spüren und es ist geil. Seine gesamten Gefühle konzentrieren sich nur auf mich. Was werde ich machen? Werd ich Brigitte lesen und ihn einfach ignorieren? Werd ich ihn quälen und z.B. wie mal angedroht ins Loch pissen? Ich kann abschätzen, was er für ein Kopfchaos hat, aber ich bewege mich einfach erstmal weiterhin nicht. Er kommt erst raus, wenn ich es ihm erlaube. Er weiß, ich stehe auf der Luke und genieße meine Macht. Seine Fragen werden sich dadurch noch mehr verstärken.. „Warum bewegt sich mein Herr nicht? Hat er seinen Schwanz rausgeholt und pisst gleich ins Loch? Wichst er auf die Situation? Heckt er was Anderes aus? Wird er die Luke wieder aufreißen und mich raus zwingen?“
Ich bewege mich nun auf dem Podest ein wenig. Meine Lederstiefel pochen wie die eines Admirals auf dem Holz – herrlich. Ich weiß, dass ich seine Gedanken weiter beflügle, denn der Sound wirkt im Loch dreimal so intensiv – insbesondere wenn man GAR NICHTS sieht. Ich bereite im Raum den dritten Teil des Spiels vor und suche dazu Spielzeuge zusammen. Er hört Klicken und Klacken, aber kann eben nichts zuordnen.
Er hört wieder meine Schritte, ich verstärke seine Gefühle, indem ich sehr offensichtlich laut und freudig zu mir selber sage: „Oh, ja, das ist das Richtige für meine Sau… dieses hier auch … oooh, und das wird ihn fordern!“ Er bleibt regungslos, lediglich seine Atmung wird intensiver – ich schätze die Luft wird so langsam bedrohlich dünn im Loch. Ich kehre zu der Luke zurück und er hört wieder meine Schritte auf ihn zukommen. Schön langsam, mächtig und stark. Die Luke hat eine Zusatzöffnung, durch die der Gefangene seinen Kopf durchstecken kann, um diesen dann zur Bewegungslosigkeit zu fixieren. Während ich dies tue, merke ich, dass er zittert. Ich streichle – und lobe ihn nun, dass er es bereits so lange ausgehalten hat, damit seine Ängste nicht überhand gewinnen, denn dann bereiten sie keine Lust, sondern werden negativ erlebt. Man muss bei allem auf das richtige Maß achten.
Nachdem er etwas runtergekommen ist und ich merke, dass er wieder Mut gefasst hat, beginne ich mit ihm wieder etwas „siegessicherer“ zu reden. „Kannst dich wohl nicht bewegen, hm? Hab ich deinen Kopf jetzt hier zu meinem Vergnügen, was? Kann ich ja jetzt alles mit machen, was ich will. Ich könnte dich z.B. anspucken“ „Ja, Master“, entgegnet er und ich merke durch seine Antwortgeschwindigkeit, dass er dazu bereit ist. Mitgebracht habe ich eine Flasche Bier, öffne diese entspannt und trinke. Ich lasse mir Zeit dabei und genieße wie er mir bedingt durch die Kopffixierung zusehen muss. Ich ziehe nur ganz subtil eine Augenbraue hoch und spucke ihn dann kommentarlos leicht an. Ein leichter Stöhner entweicht ihm und ich merke: Das rockt hier bei uns beiden. Ich trinke jetzt wieder und die Situation kommt mir vor wie bei einer Katze, die ihre bereits erlegte- aber noch lebende Maus noch ein wenig quält.
Eine Katze lässt sich damit auch immer Zeit und genießt diese Macht – tolle Tiere. Ich bespucke ihn noch ein paar Mal, bis ich merke, dass diese Aktion nicht mehr zündet. Ich kommentiere dies wie folgt: „Oh, ist mein Sklave grad ne coole Sau geworden, hm? Dann müssen wir den Schwierigkeitsgrad wohl erhöhen.“ Ich stelle die Flasche Bier ruhig zur Seite und klatsche ihm ganz subtil Eine. Er erschreckt sich. Ich klatsche wieder und kombiniere das mit Anspucken und dem Wort: „Du Fotze.“ In der nächsten Runde alles etwas fester und lauter. Auch das machen wir bis keine Steigerung mehr möglich- und sich eine Gewohnheit eingestellt hat. Ich merke wie ich auf die Situation geil abgehe. Keine Fesseln, die sich lösen können und dich als „Bondage-Trottel“ outen (ich gestehe!), sondern ein ekeliges Loch, was dir deinen Spielpartner völlig ausliefert. Probiert es aus, taucht einfach mal ein in so ein Machtspiel ein – die Gefühle gehen verdammt tief.

12/2018 FISTING – wenn Fäuste sprechen

Während der heterosexuelle Mann trotz Angst vor dem Verlust der Männlichkeit mittlerweile den Reizen des analen Spiels auch nicht mehr widerstehen kann, stecken wir Schwulen bereits seit Jahrzehnten „knietief“ drin.

Natürlich musste ich schmunzeln, als ich sogar in einem schweizerischen Domina Studio „Crisco“ vorgefunden habe, welches somit offensichtlich mittlerweile ebenfalls in heterosexuellen Popos Verwendung findet. Ich persönlich bevorzuge aus hygienischen Gründen simples Gleitmittel aus verschließbaren Flaschen.

Während das Bespielen aller anderen Körperteile einem die Möglichkeit bietet, flexibel von Einem zum Nächsten zu springen (also z.B. mal ein bisschen Brustwarzen kneifen, danach den Hoden befummeln, zeitgleich an der Vorhaut ziehen und dies mit einem Kuss paaren), lädt die anale Welt jedoch zur exklusiven und langfristigen Erkundung ein.

Dies hat auch ganz praktische Gründe, denn jeder weiß, dass solche Spiele grundsätzlich viel Schmutz verursachen und selbst eine Kleinigkeit wie z.B. mit den glitschigen Handschuhen aus einem Glas Wasser zu trinken, zur Herausforderung mutieren kann. Wenn einer dann also vor dir im Sling liegt, entspannt, gereinigt, sowie willig und du dir die Handschuhe angezogen- und eingefettet hast, dann versinkt man buchstäblich gerne im Po des anderen und konzentriert sich einfach mal nur darauf. In der Regel begegnet dir der geübte Fistingliebhaber auch am liebsten auf Augenhöhe, springt nach dem freundlichen Händeschütteln einfach direkt vor dir in den Sling und freut sich auf die vielen Millionen Emotionen, die hier jetzt gleich ausgelöst werden. Ein gutes Beispiel ist Martin (35) – er kommt so circa zweimal im Jahr zu einer ausgedehnten Fisting-Sitzung zu mir. Jedes Mal, wenn er zu mir kommt, möchte er zu Beginn alle Spielzeuge, die ich bereit gelegt habe, mit einem Blick erhaschen. Doch ich decke erstmal alle Dildos, Plugs usw. mit einem Tuch ab, denn irgendwie wirken sie immer ein wenig bedrohlich – insbesondere die großen Versionen. Wozu also jemanden grübeln lassen?
Nach der Sitzung ist es immer schön, die Geräte dann vorzuzeigen und zu demonstrieren, wie weit diese in der Körperöffnung des Spielpartners verschwunden waren.

Der Start einer jeden Fisting-Sitzung sind erste Vorstöße mit den Fingern. Der äußere Bereich des Afters ist aufgrund des Schließmuskels auch derjenige, der am ehesten einen Schmerz auslösen kann.

Keine Angst, denn neben dem ein oder anderen natürlichen Ziepen beherbergt der Schließmuskel auch viele Nerven, die ebenso luststeigernd wirken. Um den Po nun langsam zu öffnen, erhöhe ich einfach die Anzahl meiner Finger und behalte die Reaktionen von Martin genau im Auge. Kreisende Bewegungen sind ideale „Dosenöffner“.
Natürlich gibt es auch viele, die das gerne erleben möchten, aber tatsächlich viel zu eng gebaut sind und echt nur die kleinsten Pfötchen in sich verkraften könnten.
Manche schwule Männer wissen das bereits aufgrund von simplen Penis-Penetrationen. Übrigens: Spielereien mit dem besten Stück des Fisting-Partners führen in der Regel zu einem Zusammenziehen des Schließmuskels, daher sollte in der „Eröffnungsphase“ davon abgesehen werden.

Martins „innere Werte“ kann ich nach zehn Minuten vollständig erforschen. Jetzt heißt es getreu dem Motto „weniger ist oft mehr“ langsam und subtil vorzugehen. Ich spanne einfach mal so ein bisschen meine Hand an oder zucke etwas mit dem Handgelenk und kommentiere das auch gern. Martin zittert und stöhnt dabei immer ganz heftig und wird dann tatsächlich auch sehr devot.
Merke: Auch wenn dir der Fisting-Partner noch so cool zu Beginn begegnet, wenn dein Unterarm in seinem Körper steckt, dann hast du verdammt noch mal viel Macht in diesem Augenblick. Und das ist wundervoll. Alle zuvor bereitgestellten Spielzeuge finden in der Reihenfolge ihrer Größe nun auch Anwendung.
Da gibt es Ketten mit Kugeln, die den Schließmuskel vor ganz neue Herausforderungen stellen (also beim rausziehen)! Plugs, welche man auf Fußballgröße aufpumpen und dann noch on top vibrieren lassen kann sowie natürlich den Klassiker: Der Dildo.
Alles, was mein liegendes Opfer wahrnehmbar vor positive Herausforderungen stellt, bringt mich in Wallung.

Gekommen wird aber mit meiner Hand im Körper, denn da möchte ich meinem Spielpartner ganz nahe sein. Wie bereits erwähnt, zieht sich dann der Anus in diesem finalen Moment irre schön zusammen und ich spüre jede einzelne Faser seines Innenlebens.
Jetzt folgt noch eine große Portion verbale Action und der sexuelle Zenit dieses intensiven Spiels wird sich aufgrund der Vorarbeit auf dramatische Art und Weise ereignen.

11/2018 Das Spiel mit dem Feuer

Wachsspiele? Ist das etwa wieder Soft-SM? Natürlich assoziiere ich bei diesen Spielen auch eher ein Teenager-Girly, welches 50 Shades of grey geguckt hat und nun zwischen der ersten und der zweiten Nummer – mithilfe eines armselig-romantisch-platzierten und billigen Teelichtes – die kleinen unbenutzten Brustwarzen ihres Entjungferers verbrüht und dabei auch noch blöd kichert.
Aber lasst euch von derartigen Klischees nicht täuschen, denn das ist zwar die Abteilung „subtiler BDSM“, welche bei richtiger Anwendung aber wirklich effektvoll sein kann. Einer der wichtigsten Tricks ist, dass man erst mal viel Abstand zwischen tropfender Kerze und Haut des Spielpartners lässt. Der Schmelzpunkt ist aufgrund des Ölanteils nicht bei jedem Kerzenwachs gleich, jedoch liegen die Unterschiede bei max. 15°C. Wenn ich also Kerzenwachs in einem hohen Abstand auf meinen Bottom träufle, dann kann ich diesen Temperaturunterschied einfach ausgleichen.

Ist ja klar, dass das Wachs, je länger sein Fallweg ist, sich umso mehr abkühlt bis es auf die Haut trifft. Hier liegt auch der Teil des schönen Spieles für den Top, denn ich kann die Intensität des Schmerzlevels durch Absinken der tropfenden Kerze steigern und mein Opfer stärker leiden lassen.
Getreu nach meiner BDSM-Hauptregel: „Steigern kannst du dich immer“ fängt man eben sehr weit oben an und bitte: Erstmal ein paar Tröpfchen – nicht gleich alles auf einmal. Ich empfehle zudem grundsätzlich bei jeder Sitzung seinem Sub mal die Augen zu verbinden. Der Sub hat dann auch mal die Möglichkeit, ausschließlich bei seinen eigenen Empfindungen zu sein und erlebt die Sitzung physisch viel intensiver.
Hat man seinen Sub schon eine Zeit lang bei verbundenen Augen mit heißem Wachs verwöhnt, ist es ein ganz besonderes Erlebnis ihm einfach ein Glas kaltes Wasser über den Körper zu schütten. Es ist in diesem Moment nicht möglich, die Empfindung von heiß und kalt zu unterscheiden und der Sub glaubt, nun sei es um ihn geschehen …. bis ihm einen Moment später klar wird, dass irgendwie doch nichts passiert ist und es etwas anderes als heißes Wachs gewesen sein muss.

So ein Brainfuck geht nur im Vertrauensverhältnis, sonst reißt sich dein Sub los, um „sein Leben zu retten“. Es gilt tatsächlich auch Teelichter zu vermeiden, denn neben der umwerfenden IKEA-Erotik-Ausstrahlung birgt diese primitive Alu-Schale zudem schon in die Gefahr, dass sich der Top daran bereits verbrüht. Zweifellos unerotisch. Ich empfehle Grablichter, weil schon alleine die Plastikhülle ein schönes „Portionieren“ möglich macht. Aber weiße Kerzen tun es in der Regel auch.
Dass manche Körperstellen wie Schenkelinnseiten viel sensibler sind, ist selbsterklärend.
Schleimhautregionen lasse ich aus, denn die Schmerzen dort sind oftmals unberechenbar und können auch bleibende Schäden hinterlassen – ist nich meins.

Noch ein unerwünschter Nebeneffekt des Wachses ist das Abziehen von der Haut nach dem Lustspiel. Das Erotik-Level ist hier ähnlich hoch wie bei dem des Überstreifen eines Kondoms – also NULL.
Insbesondere haarige Männer verfluchen so etwas. Selbst mit Öl im Pelzchen werden Bärchen diese Spiele eher meiden. Ich empfehle übrigens die Investition in Malerfolie, die es im Baumarkt für kleines Geld zu kaufen gibt (s. Bild linke Seite), um den Ablöseprozess zu vereinfachen. Dein Sub kann das abgezogene Wachs direkt auf die Folie fallen lassen, es kommt fast nichts mehr in den Duschabfluss und Tropfen, die ihn beim Spiel nicht erreicht haben, sind ebenfalls direkt auf der Folie und nicht auf dem Boden.

Lasst euch nicht erzählen, dass es Böden gibt, von denen man Wachs „einfach abkratzen“ kann. Denn auch die glatteste Fliese hat irgendwo ihre Fugen, aus denen das Wachs immer schwer heraus zu popeln ist. Ein Vorteil dieser Plastikunterlage ist zudem, dass man seine Sitzung prima mit Natursektspielen beenden kann, der dann ebenso nicht in etwaige Fugen läuft.
Stell dir vor, dass Dein Körper soeben lange und ausgiebig mit dieser kurzzeitig sehr schmerzenden Substanz beträufelt wurde und deine Haut jetzt durch die Erhärtung dieser Substanz stark angespannt ist.

Deine Hand zum Wichsen ist das Einzige, das nun von deinem Top befreit wird. Du liegst dort ansonsten stark gefesselt, siehst wie dein Top seinen Lederhosenstall öffnet und lächelnd seinen Dicken herausholt. Ein kurzer Moment zur Lösung der Anspannung bei deinem Top vergeht noch und dann ergießt sich sein wohliglich warmer, intimer und zeitgleich erniedrigender Harn auf deiner eingewachsten fast steifen Haut. Das ist ein irres Gefühl …. zum „Kommen geeignet“. Viel Spaß!

10/2018 Überstunden auf der FOLSOM EUROPE

Was die CeBit für die Telekom ist, ist die Folsom für einen Dominus: Das Rundumevent.

Tagsüber habe ich mich in meiner neuen Ledermontur bei lecker Kaffee und Kuchen erstmalig auf dem Vip-Stand der Folsom zur Schau gestellt und wurde mit erstaunlich viel mehr Begegnungen belohnt als erwartet. Von ganz tollen Feedbacks, über Nase rümpfen bis hin zu aufregend neuen Angeboten war alles dabei. Ich hatte auf jeden Fall zu wenig Visitenkarten in meiner Tasche.
Wenn es dunkelt und die Katzen also grau werden, ist es Zeit für meine göttliche Kollegin Lady Xara. Die hat so viel Sex-Charisma, dass selbst eingefleischt-schwule Männer zu ihr kommen und Sessions bei ihr buchen. Es ist schon etwas Besonderes, denn so sehr wie der schwule Mann die Frau als Solches auch liebt – beim Sex muss Frau eben „draußen bleiben“. Bei Xara ist das anders, denn zwischen dem ganzen klassischen Hofieren der schwulen Folsom-Männer hörte ich dann und wann auch einen Mann sowas flüstern wie z.B. „ich komme dann zu Weihnachten wieder zu dir“. Ich war erstaunt und das schon zum zweiten Mal an diesem Abend. Unter diesen Voraussetzungen ergab sich dann ein wunderbares bizarr-Flanieren, Gleichgesinnte Kennenlernen, Spaß haben sowie auch sein eigenes BDSM-ICH feiern auf der Folsom. Des Dominus.Berlin liebste Tätigkeiten.

Übrigens: Wer mich verpasst hat, der hat ne Chance auf der Venus in Berlin – da gibt´s auch ein bisschen Dominus auf der Bühne mit Xara. Alternativ noch auf der Passion-Messe in Hamburg, denn da gibt´s den Dominus.Berlin am Samstagnachmittag am Autogrammcounter der Dominazone.
Dann ist erstmal Schluss mit dem repräsentativen Kram und es geht wieder ab ins BDSM Studio, wo ein Dominus eben hingehört. Obwohl ich durch den hohen Spaßfaktor schon sehr müde war, hatte ich eine Sitzung mit einem Sklaven in einer Lederbar verabredet. Natürlich trennten sich nun die Wege mit Lady Xara und ich war allein mit meinem Sklaven an der Leine im Testosteron-Leder-Himmel Berlins. Treibende elektronische Musik, schwarzes Leder soweit das Auge reicht, männliche Geilheit sowie der dabei entstehende Männergeruch liegt in einer Lederbar immer in der Luft und auf der Folsom potenziert sich das ins Unermessliche.

Mein schon sehr reifer Sklave folgte meinem Befehl und reinigte mit seiner Zunge darüber meine Lederstiefel, während ich es mir auf der Treppe bei dem Bier, welches er mir vorher servieren durfte, richtig gut gehen lies. Ich konnte mich gar nicht entscheiden, welches Gefühl ich besser fand, denn wenn einem lange und leidenschaftlich vor allen Anwesenden die Stiefel geleckt werden, macht stolz und sorgt für ein wohliges Gefühl, jedoch besorgt das Folsom-Übermaß an Männern für eine abnorme Hitze in einer Lederbar, so dass das kühlende Bier fast ebenso positiv in meiner Wahrnehmung ist wie der Stolz auf meinen sich um Sauberkeit bemühenden Sklaven.

Um mich herum sitzen einige stattliche Leder-Männer, die mit einer bemerkenswerten Geduld ebenfalls auf ein Leckopfer warten oder bereits einen Stiefellecker genießen. Links von mir begrüßte mich ein Zigarre rauchender Mann mit den Worten: „Ich bin der Jo wir sind bei Facebook befreundet.“ Ich mag diesen Satz ja, denn ein Facebookfriendship drückt neben dem klassischen Networking auch Wertschätzung aus. Ein anderer Master positionierte sich direkt vor mir (ich glaube aber nicht meinetwegen) und begann mit einem spärlich bekleideten Mann ein Spiel, indem er seinen abnorm großen Penis zum Einsatz brachte. Ich muss das leider etwas infantil kommentieren: „hollalla!“ Der Ledermann lächelte mich trotzdem an: „Ich hab auch so ein paar Profile wie du“.
Es ergab sich ein tolles Gespräch mit diesem Mann, der im späteren Verlauf meinen Sklaven ebenfalls mehrfach mitabrichtete. Irgendwie hab ich in ihm eine gereifte Version des Dominus gesehen, auch wenn ich wahrscheinlich etwas breiter aufgestellt bin, hat er mich durch sein Vorgehen mit dem Sklaven sehr beeindruckt. Sein Nick bei GR ist „MasterTopXXL“. Ja, ihr dürft nachschlagen.
Als ich merkte, dass mein Sklave sich mit seinen Leckarbeiten dem Ende näherte und mich schon etwas erwartungsvoll anblickte, schob ich ihn etwas zurück und prüfte meine Lederstiefel. Ich fand einen Fleck, der vernachlässigt wurde: „Das nennst du sauber? Oh warte, Freundchen.“ Ich griff, mit Lederhandschuh versehenen linken Hand in seinem Nacken, drückte seinen Kopf neben mir auf die Treppe runter und zog mit der anderen Hand sein letztes Kleidungsstück (seine Unterhose) vor allen Leuten demütigend herunter: „Sklaven, die ihren Job schlecht machen, müssen erzogen werden, teilte ich ihm in einem völlig sachlichen und ruhigen Ton mit, der insbesondere durch die Anwesenheit der ganzen anderen Ledermänner gerade durch diese Subtilität besonders beeindruckte.

Ich sah meinen Sklaven schaudern und zeitgleich vernahm ich ein kleines Stöhnen, aufgrund seiner Geilheit, von mir nun in aller Öffentlichkeit gezüchtigt zu werden. Ich nahm meinen Gummiknüppel und zog auf seinem Arsch dreimal durch. Ich holte ihn wieder hoch, schaute ihm direkt in die Augen und sagte: „So führe ich dich sicherlich nicht in den Darkroom. Das machst du jetzt ordentlich, ansonsten kommst du in den Käfig und dann auch dort dann nicht mehr raus heute.“ Natürlich machte er es diesmal besonders ordentlich und unter uns: Selbst wenn er es nicht ordentlich gemacht hätte, wäre es fatal, ihn den ganzen Abend im Käfig einzusperren, da er sich so gewünscht hatte, an meiner Leine in den hinteren dunklen Bereich gezogen zu werden.
Möglich, das hier ein Unterschied zwischen privatem und bezahltem BDSM vorliegt. Im privaten Bereich erlebe ich häufiger, dass Master ihre Sklaven einen ganzen Abend in den Käfig sperren und nicht rauslassen, weil sie sich schlecht benommen haben.
Das könnte ich im privaten logischerweise ebenfalls tun und es würde mich mit Sicherheit auch erregen. Als Dienstleister jedoch muss man schon eine gewisse Erlebnisqualität sicherstellen, spätestens aufgrund des vorher definierten zeitlichen Umfangs.
Die Handschellen zischten um seine Handgelenke und ich zog meinen Günstling an der Leine nun durch diesen dunklen Gang der puren Perversion. Mein Klient hatte sich trotz seines Alters und Wohnsitz in Berlin zuvor niemals in seinem Leben in einen Darkroom gewagt, schon gar nicht in einer Lederbar. Daher wirkte das sich ihm bietende Bild mehr als überwältigend. Er musste sich vorbeizwängen an vier Ledermännern, die aufgereiht auf einer Bank saßen und ihre großen Geschlechtsteile als wirkungsvolle Werbemaßnahme aus der Lederkluft in einem steinharten Zustand herausdrückten. Eine Muskelschnitte, lediglich mit Stiefeln und Shorts sowie Latex Maske bekleidet, krabbelte auf allen Vieren mit einem Poppers Fläschchen von Stiefel zu Stiefel dieser vier Männer und bat durch einfaches sowie zartes Küssen der Stiefelspitze um Aufmerksamkeit.

Der erste Ledermann zog seinen Stiefel etwas zurück und signalisierte somit, dass er kein Interesse hatte. Ich sah, dass seine Augen und sein Penis bereits mit einem anderen ebenfalls in Vollleder gekleideten Mann im Blick-Fick-Krieg stand.
Die Muskelschnitte nahm erneut ein kleines Näschen, sowie etwas Mut zusammen, und krabbelte zum nächsten Stiefel und wurde nun belohnt, denn dieser Lederkerl ließ die Küsse auf seine Stiefel, ohne dabei mit einer Wimper zu zucken, zu. Na ja, nennen wir es mal: Teilerfolg. Im Sling in einer Ecke lag ein Mann in Latex (natürlich in „Hüfthöhe“) und ließ einen Dildo immer wieder sichtlich aus seinem Anus rein- und wieder rausflutschen. Mehr als offensichtlich war dieser Kandidat „aufgeschlossen“ für einen aktiven Mann. Im weiteren Verlauf des Ganges waren zwei große starke Männer bereits voll in ihrem Element. Neben der für alle trotz Dunkelheit offensichtlich intensiven Penetration der beiden, untermalten die Jungs ihre Männer-Paarung mit dramatischen Brunftlauten, die mein Sklave sogar etwas ängstigten, denn er drückte sich etwas näher an mich heran.
Ich persönlich finde dieses maskuline Ächzen schön animalisch, auch wenn ich mich dessen selber nicht befleißige. Im Dunkeln wirken diese wundervoll maskulinen Stöhner, die aus der Magengegend herauszukommen scheinen, natürlich noch viel dramatischer.

Dieser menschliche Sexsound bietet zudem noch die Möglichkeit sich – bzw. im wesentlichen seine Sexualität – dem Anderen transparent zu machen, wenn man sich schon so gut wie nicht sieht.
Natürlich besteht der Hauptvorteil des Darkrooms darin, dass man eben sein Gegenüber nicht – oder nur wenig sehen kann (muss ? und es einem ermöglicht, zum Beispiel einfach Sex mit einem Penis zu haben, ohne zu wissen, was dort für ein Typ dran hängt.
Da die Gänge eng sind, sich die Kerle beim Sex körperlich anstrengen und dann auch (noch) in noch größerer Zahl auftreten als im vorderen Bereich, erreicht die Temperatur hier nun ihren Höchststand im Laden. Für mich in meiner Vollledermontur kurz vor dem Status: Kreislaufprobleme.

Aber es ist, wie es ist: Irgendwo da drin wartet dein Orgasmus, sagt dir dein Schwanz, und die Geilheit treibt dich noch weiter hinein…

9/2018 Hausdiener

„Es geht immer um Deine Bilder“ , hat mein Mentor Hermann in den Anfangsjahren zu mir gesagt. Er hat Recht behalten, denn sicherlich verschaffst Du Den Leuten einen Eindruck, wenn Du ein paar schicke Bilder von Dir hast – aber gilt das auch von den Facetten Deiner Persönlichkeit bzw Deiner Sexualität? Dafür braucht man schon mal ein paar Bilder mehr und präsentiert zugleich seinem bestehenden Gefolge neue Einblicke sowie dem zögerlichen Betrachter das letzte Argument um Dich anzumailen.

Mit meiner tollen Kollegin, Lady Stella, bekam ich neulich die Gelegenheit zu einem Photoshooting in einer Berliner Luxus-Altbauwohung zu shooten. Dabei entstanden auch ein paar gemeinsame Bilder. Obwohl wir die Bilder gerade mal unseren Klienten vorgeführt hatten, bekamen wir gleich eine/n besondere/n Fantasie/Wunsch präsentiert, dessen Umsetzung wir zeitnahe als gemeinsames Special herausgegeben werden.

Stellas Klient wünschte sich eine Zeitreise in das Berlin im Jahr 1890, in dem man noch Leibeigene hatte. Er wollte der Hausdiener eines dominanten Paares sein. Au das war eine tolle Idee! Soweit hatten wir gar nicht gedacht, aber die Bilder gaben diesen nostalgischen und gehobenen Eindruck wieder. Und natürlich auch die Dominanz einer strengen Dame und die eines Hausherren.

Für unsere Zusammenkunft wählten wir die Residenz vom Studio Avalon. Pünktlich klingelte er an der Tür und eine liebe Kollegin spielte die Gouvernante, die ihm die Tür öffnete und zu uns führte. Wir saßen im pompösen Empfangsaal mit den schönen Kronleuchtern und Ledersesseln. Ich wählte meinen Smoking als Garderobe und Stella einen kniehohen schwarzen Rock mit weisser Bluse – hochgeschlossen versteht sich – und natürlich Schuhe mit hohen Hacken. „So, das ist unser Frischling? Du möchtest Dich also als Hausdiener bewerben?“ sagte Lady Stella mit ihrer faszinierend tiefen Stimme, die der von Scully aus Akte X gleicht. Sie drehte sich zu mir und sagte: „Ich kenne ihn ja schon, denn er hat mal vertretungsweise unseren Garten gepflegt.“ Der Klient, Christian, in meinem Alter, stattlich und mit sympathischem Auftreten, antwortete selbstbewusst und stark. Er wurde von uns zur Probe eingestellt und begann seinen Dienst mit dem Nachmittagstee. Allerdings wurde beim Servieren gekleckert (ich glaube auch etwas absichtlich). „Was bitte soll denn das, Freundchen?“ Ihre tiefe Stimme knallte unglaublich in diesem Saal. Selbst ich war etwas erschrocken, aber ließ es mir nicht anmerken. Die strenge „Frau Lehrerin“ erhob sich, fixierte Christian mit einem stechenden Blick. „Ich werde Dir diese schludrige Art schon noch austreiben, Du kleiner Nichtsnutz.“ Ihr Körper war aufrecht, angespannt und ihre HighHeels schienen perfekt parallel nebeneinander zu stehen. „Hose runter!“, forderte sie ihn auf.

Jetzt war Christian doch etwas eingeschüchtert und zog die Hose nur halb über den Po. „Runter habe ich gesagt“ fauchte Sie und zog die Hose mit Schwung und Kraft ganz herunter. Sein Pimmel baumelte mir unschuldig beim Runterziehen entgegen und ich merkte, dass es genau das war, was er zu vermeiden versucht hatte, denn sofort bedeckte er beschämt seine Körpermitte unter seinen Händen. Ab hier fing es an mich zu erregen. Stella interessierte des Hausdieners Scham herzlich wenig und zückte einen Rohrstock. „Bück Dich“ forderte sie, fixierte mit dem Rohrstock eine Stelle auf seinem weissen Po, holte weit über 90° aus und traf diese Stelle exakt wieder. Christian jammerte sofort laut los: „Entschuldigen Sie, Lady Stella!“ Ich gab mich unberührt von der Situation, denn es war ja schliesslich 1890 und da war es normal, dass „meine Frau“ das Personal züchtigte. Zudem sollte ich später zur Steigerung in Aktion treten. Christian machte noch ein paar weitere Fehler und irgendwann forderte sie mich schließlich auf, dem Neuling auch mal die Leviten zu lesen. Ich legte meine Zeitung weg, zog mein Sakko in Ruhe aus, krempelte sichtlich entspannt meine Ärmel hoch und schaute dabei unseren Hausdiener an: „Mitkommmen“, sagte ich fast schon so gelassen wie ein Pfarrer. Er folgte mir, jedoch mittlerweile weitaus ängstlicher. Die Residenz Avalon hat auch einen Außenbereich. Wir gingen an der Hundehütte, in der man Menschen als Hunde hält, vorbei und ich geleitete meinen Zögling zu den Pferdeställen. Mit einem schmutzigen Seil fesselte ich seine Hände und hing sie an einem der Dachbalken auf.

Er musste sich über einen tiefen Querbalken legen. Seine nach hinten gefesselten Hände streckten sich nun stark nach oben und färbten sich sofort rötlich. Er schluchzte, was mich wiederum erregte. Ich zog seine Hose runter und erniedrigte ihn, indem ich süffisant seinen baumelnden Pimmel offensichtlich musterte, aber nicht kommentierte. In der coolen Macho/Daddy/Hausherren Rolle zog ich langsam, ohne ein Wort zu sagen, meinen Gürtel aus meiner Hose und formte daraus eine Schlaufe. Der Hausknecht bekam Panik und fing wieder an zu wimmern, was mich sehr erregte. Er bettelte um Gnade, aber ich zog durch – direkt auf das kleine Dreckstück. Schließlich machte ich ihn los und stieß ihn in das auf dem Boden liegende Stroh. „In 5 min bist Du wieder drin an Deinem Platz, und zwar gekämmt und sauber.“ Wir blieben im Spiel und machten sozusagen eine Pause. Er servierte uns etwas zu essen und musste sein Essen in seiner Kammer zu sich nehmen. Später riefen wir ihn in unser „geheimes Hinterzimmer“. „Wenn Du deine Arbeit behalten willst, dann müssen wir Dich erstmal etwas größer machen, damit Du auch überall dran kommst“, sagte Lady Stella. „Leg Dich mal hier auf die Streckbank.“ Er machte alles, ganz brav. Ich fühlte deutlich, dass er diese Rolle wirklich lebte. Er ließ, mit unterwürfigem Blick, seine Hände und Füße an die Streckbank fesseln. Abwechselnd drehte immer wieder einer von uns an der Kurbel, um ihn schön auseinanderzuziehen. Sein Körper stand unter voller Anspannung. “Liebes, hast Du eigentlich schon mal seinen Pillemann gesehen? Ganz lange Vorhaut hat er dran.“ Stella: „Wirklich? das muss ich sehen.“ Ich zog ihm die Hose runter und präsentiere ihr sein bestes Stück. Es wirkte, als wenn wir beide grade unser Fotoalbum angesehen hätten. Er war unser Hausdiener, also unser Besitz, da durften wir uns auch seinen Pimmel ansehen! Auch stand es uns wie selbstverständlich zu mit seinem Geschlechtsteil zu spielen. Wie zwei Ärzte untersuchten wir seinen Penis, spielten damit herum, mal lustvoll, mal streng.

In der Nacht kam er in seine enge Kammer und musste dort schlafen, während wir es uns in den schönen Betten gemütlich machten. Es bestand allerdings zur Sicherheit auch eine Videoverbindung in diese Kammer. Morgens musste er ganz früh aufstehen, denn ein fieser Wecker riss ihn aus dem Schlaf. Er hatte eine Liste mit Dingen, die er VOR unserem Aufstehen zu erledigen hatte: Ställe fegen, Brötchen holen, Tisch decken und weitere Reinigungsarbeiten in der Residenz.

Nach dem Frühstück sahen die Hausherren wieder die Notwendigkeit, dass sich der Leibeigene im Hinterzimmer zur Verfügung zu stellen hatte. Diesmal wollten der Hausherr und die Hausherrin den Samen des Leibeigenen heraus holen, damit er nicht wieder auf lustvolle Gedanken kommen und anderes Personal anmachen konnte. Hinterher vermehrt sich das Pack und es drohen Arbeitsausfälle. Das galt es zu verhindern. Es mag sein, dass Diener die Kühe melken, aber unser Personal . . .

8/2018 Die Fickmaschine

Niemand ist eine F-Maschine, denn selbst das größte Pornosternchen setzt irgendwann ab, um Pause zu machen, Luft zu holen, Mutti anzurufen oder was auch immer. Eine Maschine macht das nicht. Liegt hier der Reiz in diesem doch weniger nach Sex als nach Star Trek aussehendem Objekt? Antwort: So ist es.

Eine F-Maschine wird grundsätzlich schon im erigierten Zustand geliefert, verspricht Ausdauer, solange der Strom fließt und erfährt somit den Charakter: gnadenlos. Kurz: Ein perfektes Utensil einer Domina bzw. eines Dominus.
Wie oft hab ich den Anal-Klemmschwestern lautstark mit der F-Maschine gedroht, was natürlich völliger Hohn ist, denn wenn er sich bei einem Finger schon kaum entspannen kann, wird er am Rad drehen, wenn eine Maschine blindlings in ihn reinhämmert (ganz gleich welche Größe der Aufsatzdildo hat). Aber die Drohung wirkt in dieser netten Gruppe – wohl einer der wenigen rein psychischen E?ekte, die man mit dieser Maschine auslösen kann.
Nach meiner Erfahrung ist dieses Gerät besonders geeignet für Menschen, die den passiven Analverkehr primär physisch schätzen und nicht z.B. als Eroberungshighlight oder Belohnung am Ende einer BDSM Sitzung. Tip: Jeder, der sich selber zuhause beim sexuellen Selfservice auch mal nen Dildo reinschiebt, der wird auch schon Freude an einer F-Maschine bekommen.

Dietmar, einer meiner langjährigen Latexspielpartner, hat völlige Kontrolle über Schließmuskel, Prostata & Co. Seine Poleposition bei seinem Dominus ist eingehüllt in Latex-, mit Seilen an den Gynstuhl gefesselt und die F-maschine direkt vor seinem Anus positioniert. Dann kann es losgehen: Über eine Fernbedienung kann ich die Geschwindigkeit der Stöße steuern, und natürlich fangen wir langsam an. Gerade zu Beginn muss sich auch der geübteste Anus an diese funktionale Penetration gewöhnen. Glücklicherweise hat der Satisfier3000 sogar eine Pauseneinstellung d.h., wenn sich der Schließmuskel verkrampft, dann wartet diese Maschine bis sie wieder zudringlich werden darf. Das ist im Vergleich zu den meisten anderen F- Maschinen ein erheblicher Vorteil, denn hier wird es sonst wirklich schmerzhaft und das dann natürlich ohne Lustgewinn. Bei Dietmar muss das Gerät allerdings nicht pausieren, vielmehr steigt seine Erregung, die dann durch Streicheln seines besten Stückes noch weiter gesteigert wird. Ich liebe die Macht per Knopfdruck. So schön subtil. Selbstverständlich erwarte ich, dass die gesamte Installation mit ihm, nebst Bondage, auch eine Weile seine Wirkung entfalten kann.
Also wird es ruhig. Ähnlich wie bei Spielen mit Elektrostimulation kann ich beim Drehen des Rädchens die Stimulation steigern oder verringern. Das ist schon sehr prickelnd – insbesondere wenn das Opfer sich vor Geilheit windet und es dir lautstark mitteilt – wie Dietmar.

Huch, der Dildoaufsatz der F-maschine verschwindet nun mittlerweile ganz easy? Ja dann wird es Zeit, kurz zu unterbrechen und den Größeren zu verwenden… Wenn ich an den Geräten rumhantiere, dann verbinde ich den Spielpartnern meistens die Augen. Hört sich nämlich erotisch an, wenn man nicht weiß, was als nächstes passiert und nur ein Knacken o.ä. hört.

Zudem muss ich aber praktischerweise zugeben, dass es nicht immer so erotisch aussieht wie es sich anhört. Manchmal erfordern so Geräte auch mal rütteln, oder die stupide Suche nach
einem Verlängerungskabel oder anderen Accessoires, die nicht in greifbarer Nähe sind. Da ist es schon für meinen Spielpartner besser, wenn ich ihn an diesen z. T. nervigen Sachen nicht teilhaben lasse. Dietmar kennt das schon und wartet geduldig mit einem zufriedenen Lächeln. Das Äquivalent der elektronischen Anusstimulation für den Penis ist die Melkmaschine. Au Mann, da fallen mir unsere Kindersünden ein… mit dem Staubsauger. Jap, so einen Kram haben wir gemacht, ist auch nix passiert, aber heute weiß ich, dass Staubsauger ganz schön gefährlich sein können – also Vorsicht! Die Melkmaschine hingegen kommt ungefährlich daher und sieht ihrer Namensmutter vom mechanisierten Bauernhof verblü?end ähnlich. Natürlich kann man hier auch bei der Anwendung der Melkmaschine, beim Dirty Talk, den Bogen spannen zur Tierwelt, wie so manches Mal bei einer BDSM Sitzung macht („Du Sau“).

Gängiges Dominastudioutensil ist hier übrigens die Marke Venus (siehe Bild). Manche Dominas scha?en es, dieses besonders aufregende Instrument sogar am Spielpartner zu fixieren – ich lasse das, weil das Runterfallen oder Rausflutschen des besten Stückes mich doch stark abturnt. Ich führe die Melkmaschine gern selber mit der Hand. Das hat schon was, weil man das Erlebnis dann mit seiner eigenen Sinnlichkeit in Kombination bringen kann.
Bei Dietmar treten nun sogar beide Maschinen zeitgleich in Aktion. Das ist schon viel auf einmal und ich muss aufpassen, dass er nicht sofort den Höhepunkt erreicht. Aber wir scha?en es: Erst rede ich ruhig und langsam, steigere mich in Perversion und Lautstärke und der Höhepunkt meines Dirty Talks wird dann fein durch die schönste Muskelkontraktion des Menschen bei Dietmar untermalt. Zum Abklingen des Orgasmus` werden die Maschinen kongruent heruntergefahren.

7/2018 SMOKING – Laster & Fetisch

Rauchen war – und ist es in der Pubertät noch immer – eines der großartigsten Merkmale, um sich vom kaugummikauenden-Panini-Bilder-sammelnden Pöbel zu unterscheiden. Jeder, der seinen Kindern sagt, dass Rauchen zu jeder Zeit blöd war, weiß instinktiv, dass er lügt, denn man war in der Pubertät mit dem Glimmstängel einfach cool. Man konnte durch dieses Rauchzeichen in der mit Unsicherheiten behafteten Pausenzeit das Zeichen setzen, dass man abends nun auch in irgendwelchen rebellischen Freizeiteinrichtungen weit weg vom elterlichen Beschützungsradar zu irgendeinem hippen Lifestyle gekommen ist.

Ab dem schnuckeligen Alter von 20 wird die Zigarette allerdings schon hinterfragt. Oftmals die bereits finanziell aus dem letzten Loch pfeifenden Studenten stellen zügig eine nutzlose finanzielle Belastung fest sowie auch die zahlreichen Nichtraucher, die einen ungern küssen und im Winter auf den kalten Balkon verbannen, runden das Bild der formvollendeten Sinnfreiheit der Nikotininhalation ab und man nähert sich idR in den 30ern der qualvollen Entwöhnung. Ja, ich stand auch da: In der Raucherecke und kam mir ganz toll eigenwillig vor und natürlich hab mir (zwar verhältnismäßig früh mit Mitte 20) das Rauchen wieder abgewöhnt, aber es war anstrengend und notwendig zugleich.

Für mich hat sich selten wieder die Frage gestellt, ob ich eine rauchen sollte, außer natürlich im betrunkenen Kopf, wenn um einen herum alle rauchen und der Kollektivzwang seine Wirkung frei entfalten konnte. Aber die Zigarette hatte grundsätzlich ihre Bedeutung in meinem Alltag verloren. Rauchende Männer und Frauen wurden eher belächelt bis fast bemitleidet.
Hatte die Dietrich seinerzeit durch das Rauchen noch ihre Rebellion ausdrücken können, möchte man eine rauchende Madonna heute eher fragen wollen, ob sie ihr Seilchenspringen auf der Bühne mit der Raucherlunge so hinbekommt.

Wirklich? Nun ja, eigentlich raucht Madonna auch gar nicht, aber bei jedem zweiten Shooting nimmt die sportsüchtige und trotzdem skandalfreundliche Dame die Zigarette zur Hand, um dem Bild eine besondere Würze zu verleihen. Nicht umsonst hat sich die Femme Fatale in Basic Instinct im Verhörraum direkt nach dem Rauchverbot eine gemütlich angezündet, alle anwesenden Männer mit ihrem Einblick in den Schritt heiß gemacht und ganz nebenbei den Lügendetektor beschissen. Warum harmoniert das so perfekt zu einer Zigarette? Weil der Antimainstreamcharakter einer Zigarette immer noch nicht verloren gegangen ist, insbesondere dann nicht, wenn man es in den richtigen Kontext einbettet, z. B. in den Kontrast zu einer wundervoll gepflegten Frau oder im schummrigen Licht, wo man Al Capone & Co erwartet. Man stelle sich nun einen Mann in Leder auf einem Motorrad vor, stecke ihm noch eine Zigarre in den Mund und Zack werden wir politisch korrekten Schwulen wieder alle ganz wuschig und vorbei ist es mit der Sinnfreiheit des Rauchens und willkommen in einer Welt, wo dem Rauchen wieder eine Bedeutung zuteil wird: Als Fetischelement. Denn irgendwie unterstellt man dem rauchenden Mitmenschen aufgrund seiner Zügellosigkeit eine ganz andere, selbstsichere und rauere Sexualität.

Wie toll lässt sich mit diesem Element in der Sexualität spielen! Schon mal gevögelt worden und der Aktive hat dabei geraucht? Wäre mir persönlich jetzt schon wieder zu anstrengend, aber die Wirkung, dass man als Sub eigentlich sein vermeintlich höchstes Gut der Körperöffnung seinem Spielpartner vertrauensvoll anbietet und dieser setzt diesen Akt gleich mit der alltäglichen Handlung des Rauchens – das hat schon was ordentlich Erniedrigendes. Oder mein persönlicher Lieblingsmoment, wenn sich dein Sub, um dir zu imponieren den Mund bereits trocken geblasen hat, du dir eine Fluppe anzündest und damit die Botschaft sendest: „Meine volle Aufmerksamkeit ist deine Aktion zwar nicht wert, aber kannst schon gern noch was weiter machen.“ Das degradiert deinen Sub zu einem Dienstleister der ganz unpersönlichen Art.

Das Spiel kann man natürlich noch weiter treiben, indem weitere alltägliche Handlungen wie z.B. eine SMS schreiben zum Rauchen addiert, dann objektifiziert man seinen Sub so stark wie vergleichsweise eine Trockenhaubennutzung beim Frisör.
Aus der Perspektive des „Gebenden“, wenn man es mal so dezent betiteln möchte, hat diese Objektifizierung nicht nur den Vorteil der Erniedrigung, sondern auch die Konzentration auf die Aufgabe als Solches ähnlich dem Effekt entstehend bei einem Penis, der aus einem Glory Hole hervorlugt. Entweder der „Gebende“ entscheidet sich durch diese Konzentration darauf, sein Gegenüber ebenfalls zu einem Penis zu degradieren, was ja nun auch wirklich reizvoll ist oder für die Emotion „zu geben was das Zeug hält“ und die Missachtung als Unterstützung der devoten Rolle zu erleben.

Aus meiner Sicht gipfelt die Erniedrigung in meinem Knebel, der das Sklavenmaul durch einen Aschenbecher ersetzt. Wie herrlich ist es, einen Mann so zu einem lebenden Aschenbecher umzufunktionieren. Die ganz Harten schaffen es sogar, sich auf die Zunge aschen zu lassen, was aufgrund der Glut je nach Entfernung zu einem Kunststück für den Sklaven mutieren kann.
Wenn ich über die Folsom schreite, erblicke ich persönlich auch die dicksten und größten Zigarren, deren Existenz mir früher gar nicht bewusst war. Natürlich hat das Anstecken dieser überdimensionalen Zigarre hier eine phallische Motivation und das ist gut so, denn ich stehe auf subtile Anspielungen. Die Zigarre hat zu der Wirkung des kernigen und härteren Mannes zudem auch noch die des Genießers, denn eine Zigarre kann im Gegensatz zur Zigarette tatsächlich Geschmacksnerven treffen. Der belederte Zigarrenraucher gibt sich als Mann zu erkennen, der die körperliche Zusammenkunft ähnlich lange und intensiv auskosten wird wie den Genuss einer Zigarre. Er wird wahrscheinlich kleinste Emotionen wahrnehmen und mit Ruhe, Gelassenheit sowie Reife damit umgehen und nicht nach ner Minute verschämt nach dem Handtuch zum Abwischen suchen.

Die Kombination Anzug und Zigarre verspricht zudem noch einen stilvollen Umgang. So ein Mann wird sicher sehr entspannt einen stundenlangen Mindfuck hinlegen können und das Opfer einfach mal so nackt da sitzen- und zappeln lassen, bevor er sich dessen Körpers annimmt. Das Alles wird mit Sicherheit mit Intelligenz gepaart sein und bedeutet eine Herausforderung, die einen an die persönliche Grenze treiben wird.
Mögen wir heute alle richtigerweise dem Rauchen entsagt haben und gesünder leben, aber frei nach Gregor Brand wird der Versuch, dem Feuer das Rauchen abzugewöhnen, immer vergeblich sein.

6/2018 Stiefel – die High Heels des schwulen Mannes

Es ist paradox, dass der im Blickfeld am wenigsten beachtete Teil einer Person -seine Standvorrichtungen – so viel Beachtung im sexuellen Bereich erfährt. Über den Fetisch des nackten Fußes habe ich bereits berichtet (kann man noch immer online nachlesen). Neben dem entblößten untersten Teil des Körpers sorgen auch die Bekleidungen desselbigen für massive Erregung. Im Bereich der Socken sind es primär die weißen Sportsocken – gern auch mal ordentlich getragen. Man wird auch um eine Tragezeit gebeten, um das geliebte Objekt mit Fußduft zu versehen, wenn dieses Element eine besondere Rolle im Spiel zugewiesen bekommen soll. Aber auch die Businesssocken entfachen in meiner Wahrnehmung eine Renaissance der Begeisterung bei vielen meiner Zöglinge. Wahrscheinlich ist dies bedingt durch den Wandel meiner Person, denn wenn ich in meinen Anfängen auch noch den Sportiven rauskehren konnte, fühle ich mich mittlerweile wohler in Leder oder im Anzug. Man wird eben nicht jünger *smile* und Anzug sowie Leder harmonieren einfach brillant zu den angrauenden Schläfen und den Nasolabialfalten eines reiferen Mannes.

Aber zurück „nach unten“, denn neben den Sport- und Businesssocken gibt es tatsächlich noch das Nylon für den Mann: die Sheer-Sox. Dazu gibt es demnächst mehr – versprochen.

Der Fokus dieser Kolumne der 300. Ausgabe des BoxMagazins liegt auf den imposantesten Schuhwerken des Mannes: dem Stiefel. Ob das Leder bis zu den Knien hochreicht – oder wie BikerBoots-10 cm darunter oder das Leder ein wildes Muster und Form erfährt wie bei Cowboystiefeln – alle finden scharenweise Liebhaber. Bei den Cowboystiefeln seien die Boots Marke Sendra erwähnt. Wenn ich Bilder von mir mit meinen Sendras poste, explodieren die Kommentare bei Facebook, da die Liebhabergemeinde schier endlos riesig erscheint.

Stiefel symbolisieren durch ihre Einheit sowie Größe sehr deutlich Stärke sowie Kraft und können das sogar durch das imposante Klopfen beim Auftreten akustisch belegen. Sie sind der perfekte ergänzende Kick zu den sonst langweiligen Jeans und das notwendigste Element einer jeden militärischen Kostümierung.

Ein regelmäßig wiederkehrender Sklave (Sascha), betet meine Dehner-Boots regelrecht an. Während das Stiefellecken bei manchen Sitzungen oftmals schon wie eine Routineaufgabe wirkt, ist dieser Teil bei ihm fast das Highlight der gesamten Sitzung. Wenn er den Raum betritt, dann muss er sich sofort nackt ausziehen, am Ende des Raumes auf die Knie gehen und versuchen, meine Stiefel im Kerzenlicht am anderen Ende des Raumes zu erahnen. Ich kann auf jeden Fall schon erkennen, dass sein Kindermacher steht wie eine eins, obwohl er eigentlich nicht wirklich viel sehen kann. Wenn es eine Regel in meinem Beruf gibt, dann die, das Kopfkino zu bedienen. Denn die rein physischen E?ekte sind ja insbesondere bei einem Thema wie Lederlecken nun sehr gut austauschbar. Bei meinem Honorar könnte er sich diese Boots auch für sich zuhause holen.

Macht er aber nicht, sondern sitzt gespannt in seiner Ecke und lauscht meiner flüsternden dennoch dominanten Stimme: „Du wirst langsam auf meine Stiefel zukrabbeln… langsam, denn der Weg ist das Ziel, mein Kleiner.“ Über den flauschigen Teppich setzt sich der Ginger-Mann Ende 40 langsam in Bewegung und ich beobachte, wie sein Glied beim Auftreten leicht wackelt, aber nichts von seiner Härte einbüßt. Einen halben Meter Abstand trennen ihn noch vom heißgeliebten Gegenstand der Lust. Sein Blick wandert unaufhörlich auf zu meinem Gesicht und wieder ab zu meinen glänzenden Stiefeln. „Du darfst das Leder nun riechen, aber nicht berühren.“ Er folgt brav meinen Anweisungen, was mich gleich wieder etwas anmacht. So schön, wenn die Jungs alles machen, was man ihnen sagt! „Streck beim Riechen mal deinen schönen weißen Po nach oben, damit ich mich daran aufgeilen kann“. Er gehorcht und noch dazu sehe ich einen Lusttropfen aus seinem besten Stück hervorlugen. „Wer so brav ist, der darf auch meine Stiefel mal küssen. Aber ganz sanft zu Anfang!“ Einen kurzen Laut der Erregung nehme ich von ihm war und danach die typischen Küsschen-Geräusche. Nachfolgend darf er in zeitlichen Abständen meine Stiefel küssen, liebkosen sowie später auch lecken und final nach Herzenslust selber befummeln. Er erlebt meine Stiefel in allen erdenklichen Perspektiven – riecht, schmeckt und fühlt. Zudem darf er seine Anbetung der Stiefel durch die unterlegene Position auch körperlich wahrnehmen. Für das Finale wird ein Bezug zum klassischen Sex hergestellt, denn ich schieße meinen Samen auf meine Stiefel und er muss brav Auflecken sowie dabei (wie sich das gehört) vor seinem Herren auf dem Fußboden kommen.

5/2018 Double Play – zwischen zwei Ledermännern

Kein Friseur, Handwerker, Finanzierungsberater oder sonst irgendein Dienstleister wird jemals darum gebeten werden, einen Kollegen zu organisieren, um die Dienstleistung gleich von zwei Fachkräften ausführen zu lassen. In der Sexualität sieht das natürlich ganz anders aus. Warum? Ganz einfach: Weil hier der Weg das erklärte Ziel ist. Es zählt eben das Erlebnis, nicht was am Ende passiert. Das kann ja auch jeder selber alleine zuhause.

Üblicherweise werde ich nach der ersten oder zweiten erfolgreichen Sitzung mit dem Wunsch konfrontiert, die positiven Erlebnisse durch Verdopplung meiner Person zu potenzieren. Während sich in der klassischen Sexualität (also nackelig im Bettchen) der positive Effekt der Verdoppelung im wesentlichen auf mehr Möglichkeiten, Haut zu spüren, beschränkt, ergeben sich beim BDSM aufgrund der teilweise technischen Anforderungen einer Sitzung ungeahnte zusätzliche Vorteile.Das sind ganz simple Gründe, denn einer bespielt den Sub, während der Andere das nächste Spielsetting vorbereitet, also zum Beispiel Fesselungen vornimmt, Kondome über die Dildos zieht oder den Lederhänge-Käfig rauskramt und aufhängt. Es entstehen also keine Pausen, die Geduld beanspruchen, sondern der Sub bekommt dann ein Erlebnis nonstop neben den üblichen – und primär wahrgenommenen Vorteilen von zwei Tops (zB der Doppelpenetration).

Auch kann ich durch Hinzufügen einer weiteren Person die Bindung des Sklaven zu mir herausarbeiten bzw damit auch spielen. Zum Beispiel:
„Ich will, dass du jetzt meinem Kollegen deinen Hintern anbietest, dass er diesen ordentlich durchnehmen kann, so das er happy ist. Denk dran, dass du das für mich machst – insbesondere wenn es schwierig wird.“ Ich positioniere mich dann immer vor diesem Spektakel und schaue meinem Günstling dabei in die Augen. Das eigentliche Spiel findet dann tatsächlich eher in unserem Blickverkehr statt und nicht am Po meines Zöglings, denn das ist dann nur ein Mittel zum Zweck.

Wie in anderen kreativen Berufen ist beim Hinzufügen einer weiteren Person das Fantasiefeld natürlich um einiges größer. Ich gebe zwar in der Regel schon die grobe Richtung vor, aber insbesondere in der Ausarbeitung sind meine Kollegen einfach spitze. Ich habe ja schon erzählt, dass ich nur „Dogplay“ ansprechen muss und schon steht mein Kollege Master Alexander mit Leine und Halsband parat und sprudelt nur so von Ideen: „Ich will ihn Gassi führen“,„Ich will ihn dressieren…“ oder „lass mich Stöckchen werfen!“

Bei reinen Erniedrigungsspielen ergeben sich hier ganz neue Dimensionen, denn nichts verstärkt deine Erniedrigung so intensiv wie ein Publikum – selbst wenn es nur aus einem weiteren Ledermann besteht. Zum Beispiel:
Dominus: „So, jetzt gehst du Opfer mal zu meinem Kollegen rüber, ziehst deine Hose runter und zeigst ihm mal deinen kleinen hässlichen Pillemann.“ Den E?ekt kann man natürlich steigern, wenn ich mit meinen Kollegen über den zu Erniedrigen spreche, als wenn er gar nicht im Raum wäre. Dominus: „So Alexander, jetzt schau dir mal diese Schrottversion eines männlichen Gliedes an. Was hältst du denn davon?“
Alexander antwortet (während das Opfer noch immer brav „vorzeigt“): „Gut dass er eine Schwuchtel ist, denn Kinder zeugen konnte er damit sicher nicht.“
Dominus:„Er hat mir ein Bild von diesem komischen Gewächs direkt bei der Kontaktaufnahme zugesendet. Ob er sich gedacht hat, dass mich das diese missgebildete Zipfelchen irgendwie anmacht?“
Alexander:„Naja es macht ja auch an… um sich darüber lustig zu machen!“.
Wir beide lachen uns herzlich an und prosten uns zu, während unserer Opfer immer noch mit heruntergelassenen Hosen vor uns steht und seinen Penis zum Vorzeigen zwischen seinen Fingerspitzen hält.

Bei Spielen ohne Erniedrigung reicht es oftmals schon, wenn ein Sub zwischen uns beiden Leder Männern steht und ausschließlich unser glänzendes und wohlriechendes Leder vor seinem Sichtfeld hat. Meistens wird hier das für Dominanz stehende Material geleckt und geküsst. Selbiges gilt auch für die mainstreamartige Praktik des Stiefelleckens. Durch die Verdopplung kommt mein Günstling dann sogar teilweise in einen wundervollen Rauschzustand, den wir Doms dann richtig genießen können. Gibt ja nichts Schöneres als Subs, die sich durch den Genuss ihres präferierten BDSM-Elementes wirklich fallen lassen-, die Welt um sich herum vergessen- und sich dir und dem Spiel voll und ganz hingeben können.

4/2018 Gangbang mit einer Frau

Ich komme jetzt in das 5. Jahr als Dominus und habe sicherlich schon einiges erlebt. Mit vielen Männern über einen Sub hermachen ist aufgrund des zu erwartenden finanziellen Aufwandes naturgemäß seltener, aber es kommt vor, genauso wie Heteros (bzw. Bi-Pärchen) zu meinem Kundenstamm gehören. Aber dass eine Frau Opfer eines Gangbanges sein will und mich der Ehemann beauftragt, so wie sich das die Heten in ihren schmuddeligen Wichsvorlage-Heftchen vorstellen, ist allerdings auch für mich neu und überraschend. Es kommt sogar sehr häufig vor, dass Ehemänner einen beauftragen wollen; jedoch entpuppt sich die Situation so, dass die Frau dann tatsächlich weniger will als der Mann im Vorfeld gesagt hat – sie es ihm also zum Gefallen macht. In den meisten Fällen existiert nicht mal eine Frau und der Mann rubbelt sich bei der vermeintlichen Beauftragung einen fröhlich von der Palme. Bei diesem einen Pärchen aus den Emiraten war das alles nicht der Fall. Seine Anzahlung war zügig und stattlich. Trotzdem bin ich aufgrund der Erfahrungswerte von einer „Low-Nummer“ ausgegangen – aber wurde auf dramatische Art und Weise eines Besseren belehrt.

Auch wenn ich eine feine Bi-Ader habe, halte ich mich grundsätzlich bei Gangbangs aufgrund des zu delegierenden Aufwandes aus dem nennen wir es mal „operativen Bereich“ heraus und organisiere dafür Männer, die gern und gut rammeln. Meinen vier Männern (drei davon stockhetero und einer bi) kann ich diesmal logischerweise meine Standard-Gay-Gangbang- Instruktion, sich nicht gegenseitig an den Lümmeln zu spielen sondern auf das Opfer zu konzentrieren, ersparen, denn dieses Mal liegt die Kundenorientierung diesen Männern praktischerweise im Blut.

Meine Kunden, ein attraktives Paar Ende 30, drapiere ich nun also nett im größten Raum des Studios und meine Fixxx- Armee wartet erstmal draußen.

Ich starte also mit meiner klassischen Mr. Grey Nummer durch: verbinde lecker im Anzug und Kerzenlicht ihre Augen und ziehe ein wenig an den vorher an ihr sanft montierten Brustwarzenklemmen. Ergebnis: Sie bleibt cool wie ein Terminator. Nun gut, hart anfangen und übers Ziel hinausschießen ist ein immer BDSM-Spiel-Tod. Langsam steigern und an eine Grenze herantasten ist der allgemeine Weg zum Ziel. Darum ziehe ich fester und flüstere ihr versaute Sachen ins Ohr. Irgendwann lächelt sie mich an und haut auch noch was Freches raus. „Okay“, denke ich mir, „Keine Pussy. Die braucht es wohl richtig hart – das kann sie haben.“ Grundsätzlich ist auch hier anzumerken, dass Frauen wirklich viel mehr Schmerzen vertragen als Männer. Das vermeintlich schwächere Geschlecht muss ja auch Geburtsschmerzen ertragen.

Aber wer bei den klassischen Brustwarzenklemmen seelenruhig bleibt, der ist sowieso schon sehr hart im Nehmen. Okay, wird die kleine Schlampe erstmal an den Füßen hochgezogen und bekommt den Arsch mit dem Paddel versohlt bis er rot ist. Jetzt höre ich sie auch endlich schreien und flehen. „Du Dreckstück wirst gleich VIER riesen Schwänze verdauen und mir ist Scheiß egal in welchen deiner Leibespforten. Und jetzt werde ich dich Schlampe mal vorführen – MÄNNER! Rein mit euch!“ schallt es aus meinem Mund.
Sie hängt mit ihrem knallroten und heißgeprügelten Arsch noch immer mit verbundenen Augen von der Decke und hört nun die Schritte der vier Männer. Der Raum füllt sich nun merklich mit Testosteron. Ihr Mann sitzt regungslos in der Ecke.

Ich schiebe ihren Slip zur Seite und weise die Männer an, zwischen ihren Beinen zu riechen. Die Männer bücken sich nur leicht, denn das zu beschnuppernde Objekt hängt ja fast in Nasenhöhe. Und wie erwartet geben sie beim Riechen Brunftlaute von sich. Diese animalische Erniedrigung ist perfekt, denn der Haufen beischlafwütiger Heteros zeigt deutlich die von mir erwünschte Bereitschaft dieses ‚Stück Fleisch‘ ordentlich durchzubuttern. „Bevor ich dich den Männern zum Fraß vorwerfe, wirst du mich aber noch ordentlich kennen lernen“, sage ich und hole die Bullwhip raus. Diese riesige Peitsche, bekannt durch die Cowboys, die diese immer an den Pferdesatteln tragen, um die Bullenherde zusammenzuhalten, ist in etwa zwei Meter lang und hat am Ende ein kleines Stück Nylonfetzen, der die wirklich dramatischen Spuren hinterlässt. Ich hole voll aus und die Peitsche wickelt sich wie eine Schlange um ihren schönen Arsch und ihre Beine. Sie schreit laut auf und meine Männer sind etwas erschrocken. „Nein, die braucht das um richtig gefügig zu werden“, sage ich in Richtung meiner Testosteronbullen. Noch ein paar Schläge bis ich merke, dass Sie langsam an ihre Grenzen kommt und dann geht‘s runter von der Decke auf alle Viere für sie, ohne dass sie ihre Augenbinde abnehmen darf. Sie weiß, dass mehrere Hengste im Raum sind – nicht wie viele oder wie sie aussehen. „Jetzt bleibst du Luder auf allen Vieren, drehst deinen Hintern zu den Männern um und zeigst, was dich zur Frau macht“.

Mit einer klaren deutlichen Handbewegung weise ich meine Männer an ihre besten Stücke herauszuholen und die Fleischpeitschen der Heteros schlabbern aus den Hosen. „Echt klasse“, denke ich so für mich, „Ich wünschte, ich könnte diesen Befehl auch mal in der Sisha-Bar umme Ecke machen.“

Ich greife die langen Haare der Frau und ziehe sie zu meinen Schuhen runter: „Wirst du mich stolz machen und meine Männer beglücken?“ Und endlich höre ich mit einer zitternden und zeitgleich erotisierten Stimme ein eingeschüchtertes kleines Mädchen sagen: „Ja, Sir“. Sie fängt an ohne Befehl meine Schuhe zu küssen. Gut, die Kleine hab ich jetzt endlich im Sack. Ich sehe auch ihren Mann bestätigende Handgesten machen und finde die Situation selber sehr bizarr, sowie aber auch wieder geil, weil es etwas Neues ist.
„Ich sehe, dass du die Männer erregst, weil du so ein billiges Flittchen bist. Also wirst du hingehen und dich mal schön devot zeigen.“ Ich ziehe die Frau am Schopf zu dem ersten Mann. Aus ihrer devoten Position heraus darf sie nun die Männer an den Beinen berühren. Sie muss die kräftigen Männerobeschenkel befühlen – natürlich macht das alle Beteiligten rattengeil. Die Kindermacher meiner Männer stehen wie eine 1 und die Kleine zittert vor Geilheit, insbesondere nachdem sie jeden einzelnen der vier Männer zwischen den Beinen beschnuppern, aber nicht befummeln, durfte. Einer hatte so einen großen Hoden, da habe ich ihr Selbigen einfach ins Gesicht gelegt und sie gefragt, was wohl darüber zu vermuten ist, wenn das Untergehänge ihr schon die Nase und Mund verdeckt.

Die Situation, dass meine penetrationsgeilen Hengste nun endlich aufsatteln wollen und meine Stute mehr als bereit ist den Koitus mit den Burschen durchzuführen, ich sie aber ALLE noch nicht lasse, lässt mich persönlich zucken. „Jetzt hab ich sie ALLE“, denke ich mir. Der Dominus in Höchstform! Und das noch als Kontrolleur für Hetenpimmel. Na, ich hab nen geilen Job!
Noch ein bisschen hinauszögern und dann heißt es: Manege frei und sie wird durchgeorgelt wie sie später nach eigenen Angaben noch nie beschlafen wurde. Ich komme mir währenddessen vor wie ein Pornoregisseur ohne Kamera.

Zu guter Letzt darf der Auftraggeber noch einmal ran. Sie checkt es nicht wirklich, denn ich binde ihr die Augen zu. Bei dem ganzen Gerammel darf der Ehemann zum Schluss auch noch mal begatten. Dies war sein deutlichster Wunsch… Warum? Das weiß ich nicht – da kann ich nur mutmaßen.

3/2018 Dogplay

Dogplay – Um dieser Spielart ausgiebig frönen zu können, habe ich das Studioinventar extra um drei Hunde-Schwänzchen in allen erhältlichen Größen bereichert. Man lege Halsband und Hundeleine an, führe eines der Schwänzchen in den Po des Günstlings ein und die Hundemaske aus Latex rundet die Optik des „Hündchens“ final perfekt ab.

Mein Lieblingskollege Master Alexander ist wieder mit von der Partie. Da es schon relativ spät ist, haben wir den Stahlraum reserviert und werden den roten Raum mit seinem großen Hundekäfig daher einfach mitbenutzen können.

Unser Spielpartner tritt uns selbstsicher und zeitgleich sehr devot und respektvoll unter die Augen. Er entkleidet sich auf meinen Befehl hin in Windeseile und bleibt vor uns wie befohlen regungslos mit den Armen auf dem Rücken verschränkt stehen. Wir beide sitzen gemütlich in den edlen Chesterfield Sesseln und Alexander weist den Spielpartner an, seine Augen zu schließen, Alex weiß, dass ich gleich eine Inhaltsangabe des Spiels verbalisieren werde, die der Spielpartner am besten ohne visuelle Ablenkung hört.

In einem ruhigen, aber sehr deutlichen Ton verkünde ich meinem Spielpartner: „Wir werden dich heute als Hund missbrauchen. Gewöhne dich daran, ab jetzt nichts Anderes mehr zu sagen als >Wuff<.“
Wir können beide jetzt deutlich wahrnehmen, dass sein bestes Stück nun ordentlich anfängt zu zucken. „Ich werde dich an der Leine führen und du wirst >Sitz< und >Platz< machen, wenn ich es dir sage. Ich erwarte, dass du brav bist, dass du dich auch von Master Alexander streicheln lässt.“ Während meiner Ansprache beobachte ich den Penis meines Günstlings und zum Ende meiner Ansprache steht dieser wie eine Eins.

Sowas erfreut mich immer sehr, denn eine Erektion ist wohl die ehrlichste Bestätigung deines sexuellen Vorhabens. In wenigen Minuten ist er in das Hunde-Outfit geschlüpft.
Und kurz nachdem ich den letzten Knopf an der Hunde-Maske zugedrückt habe, zerrt Master Alexander bereits voller Vorfreude an der Leine: „Jetzt wirst du brav bei Fuß gehen!“. Alex hat sichtlich Spaß daran, ihn schön im Kreis herumzuführen und nach Belieben zu kommandieren.

Ich höre immer wieder: „Sitz! Platz!“. Das mag äußerlich betrachtet wahrscheinlich lustig wirken, aber jeder auch nur leicht emphatische Mensch versteht beim Betrachten dieser Szenen, dass der Kick zum einen klassisch aus dem Willen zur Gehorsamkeit entsteht und zum anderen aus der Reduktion einer komplexen Persönlichkeit auf simple tierische Grundinstinkte.
„Hierhin und Arsch entgegen strecken!“, rufe ich. Mein Hund wird von Alexander von der Leine gelassen, springt auf mich zu und streckt mir freudig seinen Po entgegen. Ich streichle „beide Schwänze“. Mein Hund kommentiert dies mit einer Art Schnurren, die aber eigentlich eher von einer Katze herrühren würde.
Nun, da es die gleiche Zielsetzung ist, lasse ich das einfach mal lächelnd durchgehen.

„So, wir werden den Hund jetzt mal pissen lassen.“, schallt es aus meine Munde und ich schnalle den Hund wieder an die Leine führe ihn raus aus dem Zimmer. Und am Türpfosten befehle ich ihm, dass er das Beinchen heben soll zum pissen. „Brav hast du das gemacht“, sage ich ihm nach Vollendung und streichle ihm dabei über den Kopf. Er wird nun in den Käfig gesperrt und sieht uns zwei Ledermänner an der Seite Platz nehmen. Aus unserer breitbeinigen Sitzposition ist es ein Leichtes, unsere fast steifen Männlichkeiten herauszuholen und diese dem Hund im Käfig zu zeigen. Der Blick zwischen den Käfigstäben hindurch auf die großen Lümmel der Männer in Vollleder muss phänomenal sein, denn der Hund jault, kläfft und schachert wie wild herum vor Erregung.

Es ist aufregend, sexuelle Erregung mal in einer ganz anderen Form kommuniziert zu bekommen als das übliche „ey Geil“.
Auch der darauf folgende rein sexuelle Teil des Spiels beinhaltet ein Beibehalten der Rollen. Es geht hier nicht um schauspielerische Leistungen, sondern darum, Sexualität in einer viel einfacheren Interaktion zu erleben.
Neugierig? Einfach mal ausprobieren, denn das geht auch unter Decke ohne Leine. Der Passive darf dann nur noch „Wuff“ sagen. Nicht vergessen zu streicheln, wenn er was gut gemacht hat?

2/2018 Cashslavery

Der besondere sexuelle Reiz des „monetären Bondage“ – In meiner langjährigen Karriere als Dominus habe ich selten eine sexuelle Spielart so häufig und intensiv diskutieren müssen, denn viele rümpfen bei diesem Spiel die Nase und schieben sie reflexartig in den kriminellen Bereich. Klären wir mit Hilfe eines klassischen Verlaufes eines solchen Spieles mal ab, wie diese Dinge funktionieren und aus welcher Motivation heraus sie geschehen.

Es wird in der Regel als Facette in eine Live Action eingebunden, bekommt aber eher eine untergeordnete Rolle oder stellt den Rahmen – bzw. die Einleitung des Treffens dar. Eine Live Sitzung, die sich ausschließlich auf Moneyslavery konzentriert, habe ich bisher noch nicht erlebt. Kann aber auch geschmacklich begründet sein, denn mir wäre das persönlich dann doch etwas zu wenig Action. Einen realen Erlebnisbericht eines meiner Cash-Slaves kannst du auf der meiner StudioLux-Webseite (http://studioluxberlin.de/cms/dominus-berlin.html) nachlesen.
Ein Onlinespiel bietet sich bei dieser Thematik also eher an, weil Geld im Vergleich zu allen anderen sexuellen Spielen sowieso eher virtuell schmerzt. Man kann sich dann auf diese Facette der Sexualität konzentrieren und wird nicht durch Körperliches abgelenkt. Während der Mensch einem eben physisch Gutes oder Schlechtes zufügen kann, bleibt Geld eben immer eine reine Kopfsache – außer wenn man sich mal am Papier schneidet ;-).

Der Passive setzt in einem Dialog entsprechende Signale. Stichwörter hier sind „Zahlschwein“, „Geldsklave“, „Abzocke“ und so weiter. Wie der Minirock einer Frau brillieren diese Wörter den Aktiven in einem Dialog an. Dem Skeptiker sei nun gesagt, genauso wenig wie der Minirock angezogen wird, weil „es so warm ist“ werden diese Ausdrücke bzw. Themen verwendet und erörtert, weil man sich einfach mal „nett darüber“ unterhalten will.

Der Aktive muss nun nach dem „Aufhänger“ suchen. Also was ist der Punkt, den der Mann „fürchtet“ und dessen Qual zu durchleben ihm zeitgleich eine solche intensive sexuelle Erregung beschert sowie dem Aktiven zeitgleich die Erpressungsmacht verschafft. Das kann eine private oder berufliche Bloßstellung sein, z.B.: Seine Frau oder sein Arbeitgeber erfährt von seinen schwulen Aktivitäten sowie aber auch das alleinige „bestohlen“ Werden wird oft als sexuell erregend empfunden.

Spätestens jetzt ballen die Skeptiker vor Wut ihre Fäuste: „So was kann doch keiner gut finden!“ Meine lieben „toleranten Mitbürger“: Dem heterosexuellen Mann rollen sich auch formvollendet die Fußnägel auf bei dem Gedanken, haarige Männerbeine zu streicheln, trotzdem ist der schwule Wunsch da, seit Jahrhunderten wirksam und mittlerweile auch salonfähig. Selbst der dusseligste Hetero-Bauer hat mittlerweile begriffen, dass Sexualität mehr ist als ein bisschen vaginale Penetration bei Kerzenlicht. Auch wenn man sich der Tatsache nicht immer so bewusst ist, man steckt ganz häufig in fiktiven oder bereits real erlebten Rollen: Der Macher, das Mäuschen, der Gebende, der Zärtliche, der Unschuldige, das Opfer, der Harte… alle diese Rollen durchlebt jeder gern während der Sexualität und in der Regel geht es um das Spannungsfeld Macht und Ohnmacht. Ob nun jemand zu mir kommt und sich von mir an das Andreaskreuz fesseln lässt oder mir virtuell durch Offenbarung seiner TAN-Liste ermöglicht, mit seinen Ängsten wirkungsvoll zu spielen, das Prinzip ist immer das Gleiche: der Andere kann sich dann als hilfloses Opfer fühlen, als Spielball in einem Spiel, in dem der Aktive eben Macht hat und der Passive eben nicht (mehr).
Die Wirkungsintensität eines jeden Spiels steigt natürlich mit dem realistischen Anspruch daran. Was dieses Spiel so realistisch macht? Natürlich der Geldfaktor. Nicht nur, dass der Geldverlust den Passiven etwas schmerzt, so ist er auch zusätzlich ein Ansporn für den Aktiven.
Nun zurück zum Ablauf. Meistens muss man nicht lange forschen, sondern man bekommt dieses virtuelle Fesselinstrument irgendwann vom Passiven frei Haus geliefert, denn schließlich will der Passive, dass er irgendwann in diesen „Fesseln“ liegt.

Wichtig hierbei sind wirkliche Fakten – meist in Form von diffamierenden Fotos, private Daten, Kontonummern, TAN-Listen usw. Ja, es scheint paradox, aber man bekommt diese Beweise relativ zügig. Ich fordere diese idR unter einem anderen Vorwand ab. Wenn die Falle dann zuschnappen kann, dann beginnt das eigentliche Spiel. Es wird dann schön mit deinem Opfer gespielt wie vergleichsweise eine Katze, die eine Maus lebend gefangen hat. Wenn der soziale Kontext ängstlich macht, dann sprichst du darüber, was die Frau wohl sagt, wenn sie Bilder sehen wird, wenn ich diese Bilder vorzeige. Wenn das Abzocken als Solches das Spiel rockt, dann wird fein mit dem Teamviewer und allen notwendigen Angaben vor den Augen des Anderen in Seelenruhe eine Überweisung auf das eigene Konto getätigt.

Die Menschen, die einem stetig Geldgeschenke machen aus einer Wertschätzung heraus, gehören im Übrigen nicht direkt in diese Kategorie – aber die Begriffe ähneln sich (z.B. Zahlschweine, „Online-Sklaven“). Ebenfalls fließt hier zwar das Geld für scheinbar wenig Leistung (der Dominante sendet z.B. Fotos oder zeigt sich über die Cam), aber es wird keine „erzwingende Situation“ hergestellt. Dieses Spiel beherrschen Frauen auch noch etwas besser. Ich höre da meinen Kolleginnen immer gern zu: „Du kannst froh sein, dass ich mich dir überhaupt zeige!“ Erst nach einer gewissen Zeit, wenn der Kult um die dominante Person so hoch ist und die Sklaven den Beatles Fans der 60iger Konkurrenz machen könnten, dann werden sie zu Zahlschweinen und kopflos. Man könnte sie dann bis in den Ruin treiben. In der Regel findet so etwas aber nicht statt.

Um da sicherzugehen, sollte der Passive sich genau anschauen, wem er diese Macht anvertraut. Würdest du den anvisierten Spielpartner dein Portemonnaie auf der Straße kurz halten lassen, damit du dir die Schuhe zubinden kannst? Wenn nein, dann traue ihm auch keine waghalsigen Online-Spiele zu. Anzahl der Referenzen, Alter des Profils usw. geben auch Aufschluss über die Seriosität einer Person.
Ich hingegen speichere immer die Dialoge ab, um mich rechtlich etwas abzusichern. Jeder Vollpfosten erkennt an den Dialogen, dass der Passive dieses Spiel absichtlich herbeigeführt hat. Aber genauso wenig wie sich bisher ein Spankingfan über einen roten Po beschwert hat, beschwert sich ein Erpessungsopfer über den Geldverlust. Die einzige Reaktion ein paar Wochen später ist ein Kontaktversuch des Passiven mit der Bitte um Wiederholung. So ist es eben, wenn das Ziel erfüllt wird.

Möchtest Du mehr lesen? Hier hat ein Spielpartner sein Erlebnisbericht geschildert.

12/2017 Soft SM & Natursekt

In diesem Monat möchte ich mal wieder mit einem Vorurteil aufräumen: Fan von BDSM (Bondage &Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism) zu sein, bedeutet nicht zwangsläufig, dass alle Spiele immer besondere physische Härte beinhalten müssen. Es zählt vielmehr die Beziehung, die die BDSM Spielpartner zueinander haben bzw. aufbauen möchten. Die Intensität der äußerlichen Erlebnisse kann dabei wie bei einem Lichtdimmer – je nach individuellem Bedarf – eingestellt werden. Ich hatte bereits Treffen, die vollkommen ohne körperliche Erlebnisse stattgefunden haben, denn alleine das Androhen von z.B. Züchtigungen, kann vollkommen ausreichen. Kopfkino durch einem SM Master – das rockt eben.

Natürlich war es aufregend, als ich neulich, mit zwei anderen weiblichen Dominas, einen Mann in der Residenz vom Studio Avalon (= das größte Studio in Berlin), von der Saaldecke herab baumeln ließ und mit zwei Meter langen Bullwhips blutig gepeitscht habe. Aber ich schätze ebenfalls (oftmals sogar mehr) das subtile Spiel. So wie dieses hier mit Thomas (nicht der Mann auf dem Bild):

Thomas, circa 35, ist so ein klassischer „Machertyp“ in einem großen Unternehmen. Er arbeitet dort schon sehr lange und spürt immer mehr eine Stagnation sowie das aufkeimende Bedürfnis, Sexualität einmal ganz anders zu erleben.
Für Anfänger nehme ich immer gerne den etwas wärmeren Raum in der ersten Etage. Hier gibt es eine Menge Kerzen, Vorhänge und einen schönen alten Holzfußboden. Ich bediene mich wieder eines meiner Lieblingswerkzeuge: Abwesenheit. Mein Klient bekommt über die Gegensprechanlage mitgeteilt, dass er nach oben kommen -, sich in die Mitte des Raumes und mit dem Rücken zur Tür positionieren muss. Insbesondere wie in diesem Fall, wenn die Klienten mich schon kennen, ist das Mittel sehr schön. Das „Kopfkino“ von Thomas spielt verrückt, als er sich alleine im Raum aufhalten und akklimatisieren muss. Sein Blick wird unweigerlich die Peitschen an der Wand streifen, dann die Schulbank und schließlich auch die Streck-Bank, wo ich bereits einige schöne Spielzeuge vorsorglich abgelegt habe.

Als ich den Raum betrete, sehe ich ihn bereits zittern. Ich trete von hinten an ihn heran und flüstere in sein Ohr: „Augen zu“. Ich fange nun an, an ihm zu riechen. Ja genau! Richtig zu riechen – so wie ein Raubtier, das seine erlegte Beute inspiziert. Und irgendwie fühle ich mich auch so, denn Thomas gehört heute MIR. Der Geruch gefällt mir, daher rieche ich einfach wie selbstverständlich an ihm weiter herum: Haare, Ohren, Hals, Nacken… Thomas stöhnt das erste Mal auf als er mein Schnuppern in seinen Ohren wahrnimmt. Er bleibt aber brav stehen, wie es ihm gesagt worden ist – er fängt nicht an, an mir rumzufummeln, nein, er weiß, dass er für mich da ist – nicht umgekehrt.

Ich verbinde nun seine Augen, trete vor ihn, öffne sein Hemd und erfreue mich lautstark über seine kleinen, süßen, rosa Brustwarzen: „So lecker! Willst du mir heute deinen Körper geben? Kann ich schön mit diesen kleinen Nippeln spielen?“ Es folgt ein unsicheres, zaghaftes „Ja“ von ihm, was sicherlich seiner Nervosität geschuldet ist. Ich nehme das trotzdem gerne auf: „Das will ich lauter von dir haben, Kleiner! Sonst nehme ich mal die große Peitsche von der Wand und zeig´ dir wie sie funktioniert!“ – „Ja, Sir! Mein Körper gehört dir…. Ich gehöre heute dir“, wimmert er laut. Okay, wir klingen etwas schnulzig, aber es erfüllt einfach seinen Zweck, denn ich spüre durch solche Worte völlige Hingabe – das fesselt wiederum mich. Ich ziehe seine Hose herunter und sein steifer Lümmel knallt mir dabei fast unters Kinn. Ich binde sein bestes Stück fachmännisch ab und befestige zudem leichte Klammern an seinen Brustwarzen. So schön fertig ausstaffiert, darf er mich dann auch mal endlich anschauen. Er blinzelt etwas und sieht mich ein bisschen ängstlich an. Ich spiele ganz sanft mit seinem Körper und kombiniere das immer wieder mit Streicheleinheiten. Wir gehen auf diese Mischung voll ab und schauen uns dabei immer wieder tief in die Augen. In die Augen zu blicken, bedeutet „Verbindung zum Anderen herstellen“ und das ist es, worum es geht – was kickt – was Energien fließen lässt.

Ich kombiniere nach einiger Zeit meine Spielereien sogar mit der Aussicht, dass er evtl. einen Kuss bekommt. Beim ersten Treffen habe ich ihn nicht geküsst, obwohl die Chemie wirklich stimmte. Eben alles zu seiner Zeit.

Ich gehe ganz langsam mit meinem Mund an seinem vorbei, während ich seine Eier immer fester mit der Hand quetsche. Er versteht die Andeutung und hält länger durch, als er es selber glauben würde, aufgrund der Aussicht, mich endlich küssen zu dürfen. Selbst die Brustwarzenkette meistert er und dieses unscheinbare Objekt zwirbelt schon ordentlich. Als er dann wirklich irgendwann das Gefühl in mir hochgezaubert hat, dass ich stolz auf ihn sein kann, belohne ich ihn: Ich küsse ihn leidenschaftlich, aber will dabei instinktiv seine Eier und sein Teil fest zusammendrücken, um unsere besondere Verbindung auszudrücken.

Der zweite Teil unseres Spiels ist der für ihn aufregendste Part: Natursekt. Ein Profi sollte so was schon mal etwas vorbereiten. Kaffee, Bier oder Spargel vorher sind tabu, denn dann schmeckt „es“ bitter. Außer man will den Sklaven etwas quälen (siehe letzte Ausgabe). Wer einfach nur eine Toilette sein will, der nimmt „was kommt“- bzw. nimmt den bitteren Beigeschmack als Herausforderung an. Wer sich bei NS mal ausprobieren möchte, dem empfehle ich natürlich viel klares Wasser zu trinken. Wenn man seinen Spielpartner verwöhnen will, klaren Ananassaft oder hellen Tee, denn das sorgt sogar für einen sanften Geschmack. Es gilt: je heller der Urin, desto weniger Ablagerungen vorhanden und umso besser ist der Geschmack bzw. Geruch.

Thomas ist da wie gesagt etwas softer unterwegs und genießt es mehr, dass der Spaß mit dem warmen, persönlichen Nass zelebriert wird. Oh, und das kann ich gut! Manche können ja gar nicht pullern, wenn einer zusieht oder müssen wenn es läuft „in einem durchlaufen“ lassen. Ich kann das „portionieren“. Erst gibt es einen Tropfen auf den Finger. Dieser wird erstmal respektvoll angeschaut und dann abgeleckt. Dann raus mit der Zunge, denn es gibt etwas Besonderes darauf ab zu legen und wir sprechen darüber, wie es schmeckt. Ich liebe diese Situation, wenn ich im Anzug oder in der vollen Ledermontur meine vollständig nackten Sklaven vor mir in der Dusche knien habe. Einen ersten längeren Strahl gibt es auf die Brust und wird dort anständig verrieben. Wenn dein Spielpartner dich mag, dann macht er das automatisch, ohne dass du es sagen musst. Dann lassen wir es den Rücken runter laufen. Das ist wirklich ein tolles Gefühl. Ich pausiere und lasse um mehr betteln. Es gibt nun endlich direkt was in den weit geöffneten Mund. Ich höre es blubbern gefolgt vom altbekannten Schluckgeräusch. Brav, Thomas!

Das gibt es dann noch ein paar Mal, bis ich ca. die Hälfte meines hellen Körpersaftes vergossen habe. Dann wird es Zeit für den Höhepunkt im Natursektspiel: The Golden Shower. Ich ergieße mich auf jedem Zentimeter seines Körpers: Kopfhaare, Gesicht, Geschlechtsteil, Beine, Arme… einfach alles muss einmal mit meinem Urin bedeckt worden sein. Thomas darf bei der Golden Shower nun Wichsen. Er wartet mit seinem Orgasmus extra ab, bis ich wirklich den letzten Tropfen herausgeschossen habe. Das versteh ich, denn wer will schon etwas vergeuden?´

11/2017 Fetisch Körpergeruch

Auch ich selber spüre bei Körpergeruch einiger Spielpartnern eine sexuelle Erregung gleich wenn ich vergleichsweise weniger starken Körpergeruch bevorzuge als der Sklave in diesem Tagebucheintrag. Ich persönlich muss denjenigen schon sehr gut ?nden, dann schätze ich es erst meine Nase in seinen Achseln zu vergraben.

Mein Sklave hingegen wird bei den ganz starken Gerüchen geil. Er hatte den Auftrag die Geschichte aus seiner Sicht zu erzählen, daher erfährt dieser Tagebucheintrag einen Bi-perspektivischen Stil. Mein Sklave war bereits einmal bei mir und wir haben die Sitzung sehr genossen. Diesmal sollte er mir und meinem Kollegen Master Alexander gemeinsam dienen und zwar zu den eh schon sehr aufregenden Zeiten des Folsom-Fetish-Festivals in Berlin.
Sklave: „Das war das zweite Mal, dass ich durch diese Eingangstür ins Studio „LUX“ in Berlin ging, um meinem Herrn Dominus André, meine Dienste zur Verfügung zu stellen.

Das erste Mal war vor etwa einem halben Jahr und diese Begegnung hat einiges in mir verändert. „Ich mich dominieren lassen? Nie und nimmer“ dachte ich bis zu diesem Tag im März 2017. Und heute gehe ich genau diesen Weg erneut mit dem Unterschied, dass sich heute auch noch der „Kumpel“ von meinem Herrn – Master Alexander- , ebenfalls von meinen Fähigkeiten überzeugt werden soll. Ich werde vorgeführt – wie aufregend.“
Ja, er ist wirklich ein brillanter Riech- und Lecksklave. Zudem lässt er sich auf herausragende Weise als Urinal missbrauchen. Viele nehmen sich ebenfalls vor, einen gesamten Blaseninhalt aufzunehmen, scheitern jedoch schon beim zweiten Schluck.

So, aber wie erzeugt man denn nun Geruch an den Genitalien? Nun das ist ganz einfach: Nach dem Duschen dort nicht Abtrocknen lässt entsprechende Bakterien zwar schon ganz gut entwickeln, aber am besten wirkt jedoch: einmal eigenes Sperma auf dem Penis über Nacht lassen. Das haut schon rein. Nach der zweiten Nacht insbesondere bei wärmeren Tagen ergibt sich dann auch der Smegma praeputii des Mannes, auch Vorhauttalg genannt sowie umgangssprachlich eben: Käse. Logischerweise wirkt es 50mal mehr, wenn es unter einer Vorhaut „gären kann“, aber auch beschnittene Puller nehmen dann den ganz eigenen den bekannten Käse-Geruch nach einer Nacht mit Sperma an. Urin braucht viel länger, um den Geruch zu entwickeln und wirkt entgegengesetzt zur landüblichen Meinung tatsächlich in erster Instanz sogar eher reinigend. TIPP: Sollte beim Rudelbumsen mal keine Waschgelegenheit in der Nähe vorhanden sein, dann empfehle ich meinen Spielpartnern immer den Penis wenigstens mit etwas Eigenurin zwischendurch zu reinigen. Das ist natürlich nicht unbedingt hygienisch, aber hygienischer.

Grundsätzlich bin ich persönlich jedoch ein sehr reinlicher Typ und idR eher sauber. Für ein solch aufregendes Spiel bereite ich aber gern mal wie beschrieben mein bestes Stück vor, damit sich meine Sklaven ihrem favorisierten Inhalationskick voll hingeben können.
„Ich stand also in dem mit Kerzen nur spärlich beleuchteten Raum, aber meinen Herrn sah ich sofort und auf den zweiten Blick dann auch den anderen stattlichen Mann: Master Alexander. Er musterte mich mit seinen stechenden blauen Augen und dieser Blick ging durch bis in die Hose. Er war etwas größer und um einiges jünger als mein Herr. Ich verstand nun, warum diese Kombination der beiden Männer lt.Aussage meines Herren so viel Anklang ?ndet, denn die beiden sehr germanischen Typen sahen nebeneinander einfach wundervoll aus. Eine doppelte Kraft aus ähnlicher Quelle mit unterschiedlichen Erfahrungshorizonten sowie altersbedingt anders gelagerten Energien vereint in einer sadistisch, dominanten Zielsetzung – ein Traum.

Ich musste die Begrüßungszeremonie durchführen, indem ich meinem Herren die Stiefel küsste und erhielt danach auch die Anweisung, diese auch zu lecken. Dann musste ich mich komplett ausziehen und vor beiden Ledermännern auf die Knie gehen, meine Hände auf den Rücken verschränken und die Beine spreizen.“
Ich bin bekannt dafür, ein Verfechter des CMNM (Clothed-Male, Naked-Male) zu sein. Ich stehe persönlich nicht auf Leder, Jocks oder sonst irgendeine Reizwäsche bei meinen Spielpartnern., sondern schätze die Nacktheit meiner Sklaven, denn die Entblößtheit eines Sklaven ist ein Zeichen seiner Wehrlosigkeit, seiner Erniedrigung und ein Angebot zum Spiel mit den sonst vor der Welt so behüteten intimen Stellen des Körpers. Jedoch ist das Spielangebot mit seinem Körper bei dieser Sitzung überhaupt nicht gefragt, denn hier wird der Geruch der Master und die damit einhergehende Erregung zelebriert. Wenn ein Mann vor mir krabbelt und brav meine Stiefel leckt, dann erregt mich das bereits, so dass es klopft und ich meinem besten Stück Luft zum Atmen verscha?en muss. Der dabei in diesem Moment austretende konzentrierte Geruch muss allerdings in die Atemwege meines Sklaven:

„Es folgte die Anweisung, das Männeraroma des ungewaschenen Genitalbereich meines Herrn zu inhalieren. Zuerst nur den des Hoden, dann hoch am Schaft bis zur Eichel. Nur Riechen wurde mir befohlen. Nachdem ich meinem Herren durch mein Stöhnen meine freudige Erregung, ihn riechen zu dürfen, signalisiert habe, war er sichtlich zufrieden und er befahl mir, dass ich nun auch den Penis von Master Alexander in Augenschein zu nehmen hatte. Dieser rieb mit seinem Daumen, einen Teil seines Eichelschmandes ab und hielt ihn mir unter die Nase und schmierte ihn dann in meinen Bart. Mein Penis war steinhart. Ich roch mich nun an seinem Stamm hoch bis zu seiner Eichel und dort gab es ein Aromafeuerwerk in der Nase – ich bin fast durch gedreht. Ich hätte ihn am liebsten gleich geleckt – durfte aber nicht. Mit spürbaren Genuss für Master Alexander und meinem Herrn Dominus André roch ich ausschliesslich und konnte mir das volle Männeraroma somit in die Hirnwindungen jagen. Der Geruch meines Herren war aufgrund seines unbeschnittenen Schwanzes besonders aufregend und er genoss es später, unter meiner Nase seine Vorhaut zurück zu ziehen und meine Nase direkt hinter seinen Eichelkranz zu drücken. “
Wie bei einem vornehmen Essen gibt es auch in der Sexualität „mehrere Gänge“. Um bei diesem Vergleich zu bleiben macht es wenig Sinn, alle Gänge sofort auf den Tisch zu werfen und unkontrolliert zu konsumieren. Es gibt einen Grund für diesen „Intervall- Genuss“. Daher muss mein Sklave mit dem Riechen der weniger duftenden Stellen anfangen, sich zu den Intensiveren steigern und bekommt den Hauptgang des Leckens erst nach Beendigung der Vorspeisen kredenzt:

„Nun wurden mir Leckaufgaben übertragen. Die Genitalien der Herren mit der Zunge zu reinigen und einen „klinisch reinen Zustand“ herzustellen – das Größte für mich. Ich begann nun mit der Zunge hinter dem Eichelkranz die Reinigung vorzunehmen. Würzig, salzig und nach Männerschweiss sowie Urinresten schmeckte diese Mischung, die ich mit Genuss ableckte. Als ich mich dann zur Eichelspitze und dem Pissloch hochgeleckt hatte – bekam ich dann zudem auch die ganze Länge des Gliedes in den Hals geschoben“
Plötzlich stand Master Alexander hinter uns mit dem Satz: „Er – oder das Klo“. Ich diente den Herren als „Human Urinal“ welches möglichst kleckerfrei aufzunehmen hat. So saugte ich gierig Strahl für Strahl des Urins meinen Rachen herunter. Zwischendurch musste ich den Mund ö?nen, damit Master Alexander sehen konnte, wie ich seinen Harn schluckte. Nach gefühlten geilen 100 Litern Männerurin hatte ich mich wieder um meinen Herrn Dominus André zu kümmern, denn er wollte mich nun als Spermaabladestelle verwenden.“
Tatsächlich erregten mich diese Riechszenarien und das Bespannen der Natursektspiele der Beiden so sehr, dass ich ihn zum Blasen au?orderte. Jemand, der so oral unterwegs ist, ist auch ein guter Bläser – daher war es für mich ein Leichtes, durch seinen „BlowJob“ zu kommen.
„Ich schluckte natürlich jeden Tropfen. Ich weiss, dass ich nach dem Orgsamus eines Masters noch nicht alles erledigt ist, denn ich muss noch sauberlecken. Ich übergab dann dem Master seinen Schwanz gereinigt und mit leeren Eiern. Dominus André schien sehr zufrieden. Nur drückte nun auch die Blase von meinem Herrn. Ich trank erneut professionell, devot und mit viel Hingabe. Sein Natursekt war noch viel würziger, als der Harn von Master Alexander, aber genauso geil sowie die gleiche Menge. Ich scha?te erneut den gesamten Blaseninhalt.“
Selbstverständlich war es meinem Kollegen ebenfalls vergönnt, im Rachen meines Sklaven zu versenken. Alles lief wie geplant – mein Sklave hat mich stolz gemacht, dass er meinen Kumpel auch so erregt hat.

Es ist zudem schon ein sehr befreiendes Gefühl, wenn deine Körpersäfte vollständig „heraus-gesaugt“ wurden und dein vorher übel riechender Schwanz nun saubergeleckt in deine Hose zurückschrumpfen kann. Den letzten Satz überlasse ich in Dankbarkeit meinem Sklaven: „Danach wischte ich noch den Boden sauber, denn es waren doch ein paar Tropfen daneben gegangen. Voll von Männersäften und guter Eindrücke, trennten sich gut gelaunt unsere Wege.“

10/2017 Berauschende Enge

„Der steckt einen Typ in nen Sack, zieht die Gurte zu und kassiert dafür Kohle“, würde eine unwissende, zynische Zunge behaupten. Das mag äußerlich so wirken, aber logischerweise passiert inhaltlich viel mehr. Für den aktiven Spieler liegt der Reiz natürlich mit darin, dass neben dem „Ausgeliefert-sein“ der Passive zudem auch eine Objektifizierung erfährt. Der „Depersonalisierungseffekt“ einer Maske wird durch einen Leder- oder Latexsack im Grunde genommen vervollständigt. Wenn man dann noch zusätzlich z.B. einen Lederfetisch hat und entsprechendes „Verpackungsmaterial“ verwendet, dann avanciert der Spielpartner zu einem „lebenden-fetisch-Spielzeug“ – und das ist wundervoll!

Hannes ist mit seinen 31 Jahren weit unter dem Durchschnittsalter meiner Klienten, das so bei Mitte bis Ende vierzig liegt. Er liegt vor mir im Leder-Sack, seine Hände bereits fixiert durch die engen Seitentaschen des Sacks und ich bin dabei, den Reißverschluss zuzuziehen und ihn dann fest zu verschnüren. Dieses Ensemble bestehend aus Mensch und Leder liegt auf einer Rollliege auf dem Fußboden, so dass ich mein „Leder-Päckchen“ später schön einfach durch den Raum bewegen kann. Sein Gesicht guckt noch raus und er beobachtet meine Schnüraktionen wohlwollend sowie mit leicht devotem Blick. Das Letzte, was er nun sehen soll, ist mein Gesicht, bevor ich ihm die Maske überstülpe. Daher beuge ich mich nun über ihn, blicke ihn mit vorfreudigen Augen an und lächle noch leicht, bevor ich die Maske über sein Gesicht ziehe. Die Maske ist um die Augen herum leicht perforiert, so dass man noch Lichteindrücke wahrnehmen kann und eine Öffnung am Mund erleichtert die Atmung oder das Einführen von …

Ich öffne die Reißverschlüsse an den Brustwarzen sowie im Genitalbereich und hole entsprechende Inhalte zum Spielen hervor. Mit zwei kleinen Vakuumpumpen sauge ich seine Brustwarzen an und sensibilisiere diese insbesondere durch eine längere Einwirkzeit auf dramatische Weise. Sein bestes Stück wird einfach erstmal abgebunden. Mein Päckchen ist nun fertig geschnürt und vorbereitet. Es breitet sich in mir ein wundervolles Gefühl aus. Irgendwas zwischen Macht und Geilheit gepaart mit einer fast infantilen Spielfreude.

Ich schiebe ihn vor die Regalwand, schalte die dortige LED-Beleuchtung auf intensive Lichtwechsel, beuge mich über seine Maske und teile ihm während ich über seinen in Leder verpackten Körper streichle: „Ich erwarte, dass du das mindestens eine halbe Stunde lang durchziehst!“. Ich drehe nun den psychedelischen-elektro-ambient-Sound auf und verlasse den Raum hörbar durch Zuknallen der Tür. Er weiß aus dem Vorgespräch, dass ich ihn via Cam beobachte. Wenn ich dort starke Regungen bemerke, dann gehe ich runter, aber Hannes hält durch. Ich sehe, wie die Lichter auf dem Leder leicht gespiegelt werden und höre die dazu passenden Klänge bis oben in der Küche. Sein Teil bleibt erstaunlich lange erregt, denn er genießt zum einen diese Enge und zum anderen die Aufgabe, für mich durchzuhalten, denn er weiß, dass ich mich freue, wenn man das für mich schafft.
Manchmal wünsche ich mir in diese Tagträume meiner Wegschnürkandidaten direkt eintauchen zu können, denn das Kopfkino läuft auf Hochtouren und ist nach Berichten mehr als nur ein Looping der gleichen Gedanken. Der geübte Anwender schafft es in eine andere Bewusstseinsebene (Subspace) zu driften. Die Gedanken hier werden mit einem Rauschzustand verglichen, der ohne Zugabe von entsprechenden Mitteln erreicht werden kann, was ich persönlich sehr begrüße.

Zwischendurch schleiche mich in den Raum, mache mein Teil steif und schiebe selbigen für ihn überraschend in seinen Mund. Er nuggelt ganz brav und dankbar daran. Danach wird er wieder alleine gelassen.
„Hast du kleine Drecksau das ja gut durchgezogen“ rufe ich begeistert 30 min. später in den Raum und beginne nun wieder mein „Leder-Päckchen“ zu befummeln. Ich entferne nun die Vakuumpumpen und es ertönt ein witziges „Plop“ dabei. Seine kleinen süßen rosa Brustwarzen
sind nun umrandet mit einem rötlichen Kreis und durch das stetige Ansaugen hypersensibel. Es reicht, diese nur leicht zu berühren und mein Spielpartner windet sich in seinem Ledergefängnis.

Ich schließe später mein Lieblingsspielzeug an: Elektrostimulation. Eine Klammer an jede Brustwarze… ach das ist klasse, weil Hannes nun an der Stelle stetig stimuliert wird und ich kann mich derweil seinem besten Stück widmen. Auch hier verwende ich Elektrostimulation und setze an „die schöne Stelle“ Elektro-Pads. Sanftes auf und ab an der für uns Männer besonderen Stelle und der Strom, der durch das an meinen Händen aufgewärmte Öl prima geleitet wird, zischt gleichmäßig durch seinen Penis bzw. Körper. Ich ergänze das Spiel durch meine Spezialität: Dirty-Talk. Dafür bin ich bekannt, dass ich mit meinem Mundwerk eine exzentrische Storyline zwischen Realität und Fiktion erzeugen kann und diese mit entsprechender Wortakrobatik zu einem gewaltigen Feuerwerk verbaler Action aufsteigen lasse.

„Nein, es wird noch nicht gekommen“ sage ich etwas später lächelnd und entferne die Pads. Ich hole den Masturbator oder auch „Fleshlight“ genannt. Denn das Gerät sieht aus wie eine übergroße Taschenlampe; hat jedoch vorne anstelle des Lichts eine Öffnung aus extrem weichen Silikon, das wenn man es mit Öl beträufelt somit ein megageiler fleischiger Schlund für des Mannes bestes Stück entsteht. Schon beim ersten Eintauchen höre ich meine Spielgefährten immer sofort laut aufstöhnen. Ja, das rockt! Mein lebendes Leder-Spielpäckchen hab ich jetzt somit gut „in der Hand“ und er kann sich nicht dagegen wehren. Ich starte wieder mit meinem „Verbal-Gewitter“ und hole vergangene Textpassagen, die ich vom Gegenüber durch Stöhnen als unsere „Highlights“ identifizieren konnte, hervor und wiederhole diese mit neuen Worten und einfach mal ne Runde lauter. Aufgrund der guten Kommunikation mit ihm über meine verbale Action und seinem Stöhnen, ist nun auch Edging möglich. Heißt im Klartext: Immer wieder kurz vor den Orgasmus bringen und dann stoppen. Das mag auf den ersten Blick anstrengend oder negativ klingen – ist es aber nicht. Das Zurücklaufen des Spermas löst einen positiv-physischen Effekt aus – die Orgasmuskontrolle natürlich den psychischen Kick der Macht.

Zwei Mal lasse ich den Höhepunkt nicht zu. Die noch immer an seine Brustwarzen befestigten Klemmen, welche seine Nippel mit Strom versorgen, werden nun sukzessive immer intensiver gestellt und beim dritten Versuch den Gipfel zu erklimmen, lasse ich es fontänenartig aus ihm herausschießen. Wundervoll… Ein Orgasmus, der durch Edging erzeugt wurde, ist nicht nur um ein Vielfaches intensiver, sondern ebenfalls gekennzeichnet durch einen viel weiteren Auswurf – bzw. eine bedeutend größere Menge an Sperma.
Hannes ist beim Öffnen des Ledersacks sichtlich völlig erschöpft, daher öffne ich nur die ganz beengenden Teile und wir bleiben noch ein wenig dort auf dem Fußboden gemeinsam liegen bzw. sitzen, um wieder runterzukommen. Dann geht’s unter die Dusche.

9/2017 Die BOX Foto-Lovestory

Dein Sklave im Keller oder das Langzeitspiel der Vollversklavung.

In der vorletzten Ausgabe habe ich über die „mainstreamartige Fantasie“ berichtet, die Hure für viele sein zu müssen. Zustimmende E-Mails, aber auch Rückfragen hierzu ergeben nun diese bebilderte Erklärung dieser aufregenden Fantasie.

Tops, Doms, Alphas, Sados und wie ihr auch alle heißt, seid ehrlich: Einen Menschen zur vollständigen Nutzung zur Verfügung zu haben, ihn körperlich ausplündern zu können, wie und vor allem wann man es möchte – da zuckt es doch bei uns im Schritt. Wie gut, dass es dafür viele passende Gegenstücke gibt. Der geübte Sklave schafft es sogar tatsächlich, sich auf derartige Langzeitspiele real einzulassen, und genießt die Wartezeiten von der ersten bis zur nächsten körperlichen oder geistigen Konsumierung seitens des Tops. Dass ein Anfänger schon mal nach zwei Minuten Wartezeit ohne Bespaßung mit Abbruch droht und somit bei Langzeitspielen eine Betreuung einfordert, die keine Intensivstation leisten könnte, ist Gott sei Dank eher eine Seltenheit.

Wer mit einem Dominus ein Langzeitspiel vereinbart, der hat in der Regel verstanden, dass sich seine positiven Gefühle als unmittelbare Folge des positiven Nutzungserlebnisses des Dominus ergeben, und das höchste Maß an Authentizität ist logischerweise gegeben, wenn der Top ganz auf seine eigene innere Stimme hören kann und sich nicht ständig mit den Befindlichkeiten des Subs auseinandersetzen muss. Aus diesem Grunde sind Vorgespräche und ein hohes Maß an Empathie bei einem Dominus unabdingbar.

Oftmals haben die Sklaven ihre nichtsexuelle Rolle so weit verinnerlicht, dass sie sich eine Keuschhaltung wünschen. Der Sklavenpenis wird also regelmäßig kontrolliert oder gleich in einen Keuschheitsgürtel gelegt. Der Sklave darf nicht einfach spritzen. Solche Dinge werden durch den Master geregelt.

Besonders dominierend bei diesem Langzeitspielen ist oftmals der Wunsch, ausschließlich für die Körperausscheidungen des Herrn zur Verfügung zu stehen. Ich habe einen Sklaven, der bei Langzeitspielen immer brav in Ketten neben meinem Bett auf dem Fußboden schläft. Ich nenne lediglich die Körperausscheidung, die sich in diesem Moment leicht bei mir bemerkbar macht, zum Beispiel „Pisse“ – und schon dockt er kommentarlos an und trinkt vollständig auf, was sich gerade in meiner Blase befindet.
Es wird dann noch brav saubergeleckt, alles wieder in der Unterhose verstaut, die Decke über mich gelegt, und ich kann weiterschlafen, während der Sklave sich bis zur nächsten Nutzung wieder neben mein Bett kauert. Herrlich ist das, wenn einem diese alltäglichen Minilasten so bequem abgenommen werden.

Für einen Sklaven, der im Keller gehalten wird, ist es selbstverständlich, dass er zudem für die sadistischen Triebe des Masters zur Verfügung stehen muss, sobald es diesem beliebt. Wundervoll, jemanden bis an seine Grenzen zu treiben, mit seinem Körper zu spielen und dabei Dampf abzulassen! Es sei noch einmal betont: Man kann bei einer Langzeitaufbewahrung tun, was und vor allem, wann immer man es will. Der Reiz für den Top liegt darin, ganz aus den eigenen Trieben heraus vorgehen zu können.
Auch wenn Sinn des Spiels ist, dass ausschließlich der Wunsch des Masters regiert und der Sklave seine eigenen Gefühle in diese Richtung steuern muss, gilt grundsätzlich für alle Master das Gebot, seinen Sklaven zu pflegen. Ich höre immer wieder davon, dass sich Master zuweilen in ihrer Geilheit nicht voll im Griff haben und Grenzen beziehungsweise Tabus nicht mehr respektieren können oder in irgendeiner Weise dem Sklaven keine Wertschätzung entgegenbringen.

Abgesehen von der moralischen Keule, die ich jetzt nicht schwingen werde, sollte der moderne Master wissen, dass ein Spiel erst dann richtig funktioniert, wenn der Andere mitmacht und nicht alles einfach über sich ergehen lässt.
Durch Wertschätzung und Nähe erreicht man viel eher einen Gefühlskreislauf mit dem Untergebenen.
Zudem gibt es kein Gesetz, das es dir als Master nicht erlaubt, deinem Sklaven gegenüber auch mal zärtlich zu sein und ihm respektvoll zu begegnen. Merke: Master zu sein, bedeutet nicht „böse“ zu sein. Dominanz sollte auch nicht mit Arroganz und Intoleranz verwechselt werden.

Am erregendsten wird aber sicherlich nun die Vorstellung für alle Beteiligten, wenn der Hausherr zum Beispiel oben eine Party gibt und der Sklave im Keller weiß, dass er höchstwahrscheinlich gleich den Partygästen als Nutzobjekt zur Verfügung stehen muss.

Wenn im Sklavenkopf umhergeht, dass er bald auf ein tierähnliches Niveau runtergeputzt wird und somit nur noch zu funktionieren hat. Keine eigenen Entscheidungen mehr: Ausschließlich dienen, sich unterordnen und hingeben sind nunmehr im Handlungsspielraum des Sklaven.
Sklave, du wirst wie Vieh von deinem Ställchen weggezogen und weißt, dass du nicht die Tätigkeit eines Deckhengstes zu erfüllen, sondern als Stute zu fungieren hast. Ja, dir schmerzen die Knie, weil sich immer ein Steinchen in die Kniehaut bohrt und du dieses Steinchen meist sogar in der Haut mitnimmst, um es beim nächsten Hinknien erneut einzuarbeiten, aber du weißt, dass es nur bei längerem Gassigehen Knieschoner für dich gibt. Du ziehst das trotz der Schmerzen durch, denn du willst deinem Herrn gefallen. Du willst die Rolle vollständig ausfüllen und die Befriedigung oder gar den Stolz deines Herrn spüren.

Hier wird der Sklave nun vorgeführt. Sein Schwanz wird präsentiert, auch die Vorhaut muss zurückgezogen werden. Er muss seinen Arsch zeigen, dabei werden natürlich die Pobacken geöffnet sowie natürlich das Maul – wie bei einem Pferd -, um sämtliche Penetrationsmöglichkeiten zu veranschaulichen. Um diese Form der Objektifizierung zu vervollständigen, werden zusätzlich die Sklavenkompetenzen erörtert und der Sklave muss zuhören, wie über ihn gesprochen wird: „Wie viel Blasdauer besitzt der?“, „Kann man den lange zureiten?“, „Wie eng ist der?“, „Hält der gut Schläge aus?“

Wie überzeugend erregend diese sexuelle Reduzierung auf das Mindeste auch für den Aktiven ist, kann ich zudem aus der Praxis berichten. Wenn ich meine Sklaven mal an der Leine durch öffentliche SM-Clubs ziehe und als Nutzobjekt zur Verfügung stelle – da können Sklaven tatsächlich unattraktiv sein und es kommen die schönsten Burschen angelaufen und wollen ihn benutzen. Im BDSM zählen eben andere Werte als die pornösen.

Hier dürfen nun auch die attraktiven männlichen Partygäste mit dem Sklaven spielen, und der Sklave führt alle Wünsche nach besten Kräften aus, weil der Master es so will.
Natürlich steht der Schwanz des Sklaven in den Momenten, wenn ich ihn jemand anderem als Objekt vorstelle, wie eine Eins. Es ist ja auch wirklich erregend, einfach mal Lustobjekt zu sein und jegliche Political Correctness vor der Türe zu lassen.
Der Sklave steht nun mit allen Körperöffnungen zur Verfügung, und ich erfreue mich daran, dass es meinen Gästen gut geht und sie Spaß haben. Immer wieder prickelnd, wenn man Sklaven zur Nutzung freigibt: Ihn als Sesselpuff, Glashalter oder gar als Aschenbecher zu benutzen. Danach geht es zurück in den Käfig, wo ein Vollzeitsklave immer hingehört. Bis zu seinem nächsten Einsatz …

8/2017 Die weisse Erotik: Klinik Sex

Für uns Dominas ist es üblich, im Schnitt einmal im Monat zu verreisen und in anderen Studios zu gastieren. Diesmal bin ich gemeinsam, mal wieder mit Kollegin Dahlia Nyx, im legendären alten bizarren Bahnhof in Duisburg. Dieses seit über 20 Jahren etablierte Studio, ist schon eine besonders renommierte Adresse für die BDSM Jünger und auch das Einzige in dieser Größenordnung in der Stadt. Ich finde hier in fast ein Dutzend Themenräumen für jede Inszenierung den passenden Ort sowie entsprechendes Werkzeug vor. Ich kann sogar zwischen zwei unterschiedlich designten Klinikräumen wählen, was von Vorteil ist, denn meine Kollegin und ich haben heute viele „medizinische Termine“. Wir unterstützen uns dabei gegenseitig indem wir den Kunden des Anderen empfangen. Das sieht dann in meinem Falle so aus:

Mein Klient klingelt an der Tür und Dahlia öffnet ihm in ihrem knallengen, weißen Latex-Dress die Türe. Sie führt ihn in mein auserwähltes Klinikzimmer. Er ist gar nicht bisexuell und daher ergibt sich auch kein Spiel zu dritt, aber als Intro für eine gelungene, medizinisch-sexuelle-Untersuchung ist das schon sehr wirkungsvoll. Zudem wird mein Auftritt später damit ja ordentlich „gehyped“. Routiniert und distanziert teilt sie ihm mit, dass er sich hinter dem Paravan bis auf die Unterhose „freimachen“ – sowie dann Platz nehmen soll und verlässt damit etwas kaltschnäutzig aber zeitgleich authentisch wieder den Raum.

Ohne im Raum zu sein, weiß ich was geschieht, denn der Klient kommt nicht umhin, von diesem Platz aus direkt auf den großen gynäkologischen Stuhl zu blicken und sich vorzustellen, wie er höchstwahrscheinlich gleich dort platznehmen – und seine Beine vor mir spreizen muss. Auch wird sein Blick in diesem besonders authentischem Raum jetzt mit Sicherheit über die von mir vorbereiteten medizinischen Untersuchungsinstrumente wandern, welche eine Mischung aus Vorfreude und Angst auslösen werden.

Als ich den Raum mit Arztkittel, Stethoskop um meinen Hals und brandneuen Arztclogs betrete, finde ich zwar keinen ängstlichen – aber sehr motivierten Mann Ende 30 vor, der mir sogar ein kleines Vorfreudelächeln anbietet.

Ich nehme dieses Lächeln auf und agiere freundlich, bestimmend und sage, wie es sich für einen Mediziner gehört, in einem herrlich-professionell-distanzierten Ton: „Herr Braun, Sie sind hier zur medizinisch sexuellen Untersuchung, ist das richtig?“ Obwohl wir uns im Vorgespräch geduzt haben, siezen wir uns jetzt und manifestieren somit unsere Rollen. Es folgen nun viele sehr indiskrete Fragen und nach dem Füllungsgrad seiner Unterhose zu urteilen geht mein Klient voll auf diese peinliche Befragung ab: „Bitte nennen Sie Ihre sexuelle Grundausrichtung“,„ Praktizieren Sie Sex?“,„ Sind Sie bei der Penetration aktiv oder passiv?“, „ Wie schnell wird ihr Penis hart?“, „ Bitte schätzen Sie die Menge ihres Spermas“, „Ist ihre Vorhaut bedenkenlos beweglich?“, „ Haben Sie Hämorrhoiden?“ und viele Weitere.

Natürlich muss ich nun alle Angaben auch physisch überprüfen und bitte ihn seine Unterhose auszuziehen und auf dem gynäkologischen Stuhl Platz zunehmen. Sein Penis ist bereits sehr steif. Routiniert ziehe ich Latex Handschuhe an und taste nun seinen Hoden ab. Ich teile ihm mit, dass ich aufgrund der Hautbeschaffenheit eine Nadelung dort für angebracht halte. Er willigt sofort ein. Irgendwie haben wir nun beide ein Vorfreude-Lächeln auf den Lippen, als ich die ganzen kleinen Nadeln aus ihren Hüllen heraushole und vorsichtig mit meiner Nadelbehandlung beginne. Man kann mit Nadeln wirklich ein kleines Netz spannen. Der erregende Effekt für den „Patienten“ ergibt sich, wenn der „Herr Doktor“ dann sanft mit den eingeölten Latex-Handschuhen über dieses Netz streichelt. Nachdem ich die Nadeln entfernt – und alles desinfiziert habe (nein, das blutet übrigens nicht), lasse ich ihn wissen, dass ich nun seinen Analbereich untersuchen werde. Mit einem Anal-Spreitzer öffne ich nun seinen Po und blicke direkt dort hinein. Ich lege ganz besonderen Wert darauf, ihm meine Aussichten detailliert zu beschreiben, so dass er sich wieder ein wenig beschämt fühlen kann, das ich nun nicht nur verbal in ihn eindringe, sondern nun auch mit meinen Blicken. Ich entferne das Instrument, reinige demonstrativ meine Hände mit dem Desinfektionsspender, nehme neue Handschuhe und starte meine anale Untersuchung mit den Worten: „Entspannen Sie sich nun“. Ich befühle nun seinen gesamten Analbereich und kommentiere jede noch so kleine Unebenheit. Ich sehe, dass er diese akribisch genaue Erforschung einer seiner intimsten Stellen seines Körpers und die damit verbundene Scham, sehr genießt.

Nach noch einigen weiteren Untersuchungen, mache ich ihm unmissverständlich klar, dass ich nun eine Sperma-Probe benötige. Ich nehme hierzu die Melkmaschine, um die mein Klient mich extra gebeten hat. Ja, so eine Melkmaschine sieht nicht nur so aus-, sondern funktioniert wirklich wie die Melkmaschine bei Kühen. Durch die Abwechslung von Druck und Unterdruck entsteht ein reizendes Gefühl so dass Kuh und Mann irgendwann bereit sind, eine weiße Flüssigkeit preiszugeben. Dieses Gerät sieht zwar optisch nicht sehr reizvoll aus, Aber wenn es einmal auf einen Penis aufgesetzt – und fachmännisch geführt wird, dann ist ein Orgasmus hier in der Regel garantiert. Auch mein Patient beäugt kritisch dieses Gerät jedoch schon beim Eintauchen seines Gliedes in den silikongetränken Latex-Schlauch ändert sich sein Gesichtsausdruck von Skepsis auf Entspannung. Bei Bedienung des Gerätes schaue ich ihm tief in die Augen und beginne die Untersuchungen verbal aufzuarbeiten. Im Gewitter meiner Verbalerotik kommt er schließlich zum Höhepunkt und sackt danach auf dem Stuhl in sich zusammen. „Das war wirklich der Hammer“, sagte er noch etwas hechelnd.

Ich ziehe meinen Kittel aus und schlüpfe damit auch gleich auch aus meiner Rolle des Bizarr-Doktors. Es fällt uns nun leicht mit einem Abstand über das Geschehene gelockert zu sprechen und sich der vielen erzielten Effekte zu erfreuen.

7/2017 Forced Bi – die heimliche Fantasie des heterosexuellen Mannes

Der Backstage-Bereich eines Dominastudios ist geprägt von vielen herum stehenden Laptops sowie vielen Wäschekörben gefüllt mit Handtüchern, welche auf ihrer Faltung warten aber vor allem von hektischen Kolleginnen und Kollegen, die sich meist in Eile vom zB Latex von Ihrer Ledermontur in ihr Latexkostüm zu quetschen. Dieser Tag ist aber mal einer von der ruhigen Sorte. Ich sitze mit der Kollegin Calea Toxic und Lady Shaira in Jeans und T-Shirt beim Kaffee und Keksen zusammen. Der alte bizarre Bahnhof in Duisburg hat besonders viele sowie schöne Themenräume, da könnte man sich auch einfach so ohne Spielen aufhalten, aber wir sitzen doch lieber zusammen und klönen im Pausenraum.

Als Calea bei einem eingehenden Anruf Ihrem Gesprächspartner sagt „Ja der ist auch da“ und mich dabei mit einem strahlenden Lächeln ansieht, wusste ich schon, worum es bei diesem Telefonat geht. „Gleich von 2-3Uhr „Forced-Bi“ zu den üblichen Konditionen?“ fragte sie mich während sie den Telefonhörer zuhält. Von mir gab es nur einen Daumen-nach-oben-zeigen als Antwort. So spontane Besucher sind im bizarren Bahnhof nicht so selten, weil hier regelmäßige Anwesenheit garantiert werden. Das ist in den neueren Mietstudios nicht unbedingt der Fall. Die gastierenden Dominas haben meist ihre Termine und verschwinden danach wieder. Insbesondere Calea Toxic und meine Wenigkeit genießen, dass unsere Termine in der Regel bereits Wochen vorher feststehen und trotzdem haben wir auch mal Pausen bzw. Lücken zusammen. In diesem Falle ist es auch mal anders und wir sind mal zusammen spontan.
Während ich die Reißverschlüsse und Gurte an meiner Lederjacke schließe, schließt Calea routiniert ihre Leder Corsage um ihre schönen Hüften. Ihr schöner großer Busen kommt nun besonders zur Geltung und ich gönne mir einen heimlichen Blick darauf. Wir empfangen den Klienten gemeinsam, jedoch bin ich mir meiner Rolle sehr bewusst, denn sein Bezug ist bei diesem Thema zu der Frau. Ich diene lediglich als Verstärker der Situation beziehungsweise als Highlight für das Finale. Manchmal komme ich sogar auch erst später hinzu.
Im Vorgespräch beteuert der Klient mit dem vollständig bunt-tätowierten rechten Arm, noch nie etwas mit einem Mann gemacht zu haben und das immer als geheimer Fantasie mit sich herum getragen zu haben. Es beginnt das Spiel: Ich sitze als coole Sau in einem Sessel breitbeinig während Calea eine verführerische stehende Position einnimmt und den Gast in einem geil abgehobenen Ton auffordert: „Zieh dich jetzt aus, du kleine Sau!“ Der Gast circa Mitte 40 blond, 3tage Bart, normale Figur ist sofort im Spiel und öffnet mit zittrigen Händen die Knöpfe an seinem Hemd. Er schaut sie respektvoll dabei an, aber vergewissert sich immer wieder zwischendurch aus dem Augenwinkel, ob- und wie ich die Situation auch beobachte. Er zögert bei der Unterhose. „Ganz nackt!“ fordert sie und hält die Leder-Spitze der Reitgerte unter sein Kinn. Als er sich nun komplett entblößt offenbart er uns einen dünnen, sehr langen und geraden, weissen Schwanz mit viel Vorhaut. Sein bestes Stück ist fast schon steif und trotzdem schliesst die Vorhaut den Penis noch komplett ein. „Ich will seine Eichel sehen“, Sage ich. Sie fordert ihn auf sich zwischen uns zustellen und seine Vorhaut zurückzuziehen. Mit ein wenig Mühe gelingt ihm dies, obwohl sein Penis in diesem Moment bereits vollständig hart ist.

Optisch ist sein Schwanz sicherlich nicht von einem schwulen Schwanz, der sich für dich durch das Glory hole im schwulen Pornokino durchbohrt zu unterscheiden. Aber wenn du weißt, dass der Schwanz zu einem heterosexuellen Mann gehört, der sich in seiner Kindheit primär mit seinem Vater in identifiziert hat, als Heranwachsender beim Fußball der Stürmer war und später in den Clubs stetig an dir vorbei geschaut hat zu den hübschen Frauen an deiner Seite, dann hat der Anblick eines solchen Schwanzes schon etwas Magisches an sich.

Sie weist ihn nun an sich vor mir zu bücken und sein Loch zu präsentieren während es zeitgleich bei mir in der Hose anfängt zu klopfen bei der Betrachtung dieses heterosexuellen Mannes bei der Erfüllung seiner Aufgaben, die ihm durch eine Frau gegeben wurde.

Während ich den Anblick seines trotz der blonden Kopfhaare stärker behaarten Polochs noch genieße höre ich sie rufen: „Du musst jetzt erst noch etwas üben bevor du einen richtigen Master-Schwanz in den Mund nehmen darfst. Sie hat eine Reihe Dildos von Größe S bis XXL Nebeneinander aufgebaut und über jeden ein Kondom gestülpt. „Lutschen – los!“ Er muss nun alle Dildos unter ihrer Aufsicht Blasen und sich sämtliche Korrekturwünsche von ihr zu Herzen nehmen. Sie legt ihn über den Bock und schiebt ihm einen Plug in den Arsch und fixiert diesen mit einem Seil an seinem Körper. Beim Reinschieben wurden seinen unschuldigen Augen mit den schönen langen Wimpern besonders schön groß und ich komme nicht umhin meinen Schwanz rauszuholen und es mir langsam aber sicher auf die Situation zu machen.

Calea Toxic fallen natürlich noch eine Reihe weiterer Spiele ein, um ihren Zögling auf die bevorstehende Aufgabe vorzubereiten, und sie revanchiert sich mit eindeutigen Blicken auf meinen dicken Schwanz, der von meinem Lederhandschuhe gewichst wird.
Sie setzt sich nun neben mich, schiebt ihren Rock hoch und spreizt die Beine, so dass der Gast ihre mehr als deutlich zwischen die Beine sehen kann. Klassisch-verführerisch leckt sie Ihren Mittelfinger an und fährt damit dann an ihrem Körper herunter zwischen ihre Beine: „Und jetzt wirst du mich mal so richtig geil machen“, haucht sie ihn an und fordert ihn auf, auf allen Vieren zu mir zu kriechen. „Du riechst jetzt erstmal das Leder“, sagt sie und bugsiert ihn mit ihrem Fuß auf die Höhe meiner Knie. Sehr empathisch von ihr, denn ihn jetzt meine Stiefel lecken zu lassen, ist für einen Hetero und sein erstes Mal sicherlich too much. Er genießt es aber sichtlich, vor mir zu knien und jetzt endlich dem Intimbereich eines Mannes so nahe gekommen zu sein. Ich sehe, dass er immer wieder Anstalten macht, seinen Schwanz zu beru?hren, der wie eine Eins steht. Ich kommentiere: „Lass ihn sich ruhig am Pimmel spielen. Dann lutscht er gleich besser.“ Sie la?chelt mich an: „Einverstanden, aber wenn er kommt, ohne dass ich es ihm erlaubt habe, dann setzt es Pru?gel.“ Er fa?ngt an, sich zu wichsen und nuschelt ein wenig a?ngstlich: „Nein, Herrin, ich will brav sein!“ Mann, der Satz macht mich an, obwohl er gar nicht an mich gerichtet war.

Ich sehe diesen sonst sehr stolzen heterosexuellen Mann vor mir auf Knien, mit einer Hand stützte er sich ab mit der rechten Hand wichst er sich und starrt auf meinem Schwanz dabei.

„Na komm kleiner, darfst du mir mal jetzt Ein bisschen an den Eiern riechen“ Er stöhnt das erste mal etwas lauter auf als er Meine Klöten an der Nase hat. „ Jetzt darfst Du mit der Nase über den Schwanz nach oben fahren und seine Schwanzspitze respektvoll küssen. Du weißt schon, da wo es sich schön für Euch Jungs anfühlt. Natürlich weiß eine Calea Toxic, wo es sich gut anfühlt, dachte ich bei mir und der Klient macht sich sofort darauf an die Unterseite meiner Eichel gefühlvoll zu liebkosen. „Das machst du gut, Kleiner.“ sagte ich ihm. Der Satz kickt ihn total und er bearbeitet seinen eigenen Schwanz noch stärker dabei „Frau Kollegin, jetzt muss ich aber gelutscht werden“ sagte ich lächelnd zu ihr. „Na gut, also blase jetzt seinen Schwanz!“ zischte sie ihn an und begann Ihre Pussy erwartungsvoll noch heftiger zu streicheln dabei. Er nahm nun ganz vorsichtig mein Gerät in den Mund und lutschte gepaart mit einem Stöhnen langsam drauf los. Ich sah nun, das er ein Kleines dünnes Goldkettchen um den Hals hatte, was sich nun im Rhythmus vor und zurück bewegte.

So eine kleine süße Hete! Jetzt schlabbert er Dir genüsslich am Schwanz´, dachte ich mir dabei. Sonst immer auf coole Sau gemacht, eventuell Mal einen Schwulen auf dem Schulhof gemoppt und jetzt ballerst du dir mein Rohr bis zum Anschlag rein und willst auch noch das es mir gefällt. Man was kickt mich der Gedanke! Was habe ich doch für einen geilen Job.
„Lutscht tiefer, du Dreckstück“ feuere ich ihn an und Calea unterstützt mich mit „Ja tief rein!“ Es wird nun kollektiv gestöhnt und gehechelt. Wir beide spüren dass unser Klient kurz vorm Abschuss ist. Sie steht auf kommt mit ihrem Gesicht dem Blase-Treiben ganz nahe und sagt sanft aber dominant in sein Ohr:„Ich zähle von zehn rückwärts und bei Null spritzt du vor uns auf dem Fußboden“ Er nickt leicht leicht, naja, so gut wie man das machen kann mit einem steifen Schwanz im Mund. Sie fängt an zu zählen und er saugt nun an meinem Schwanz als wenn es der einzige auf der Welt wäre.
Weisungsgemäß kommt er bei null. Er ist keiner von den Weitspritzern, sondern er tröpfelt einfach, jedoch eine Riesenmenge und sackt zeitgleich vor Erschöpfung und Befriedigung in sich zusammen. Nicht überraschend sucht er nun Abstand zu mir, entledigt sich rasch seines Plugs im Arsch und bedankt sich überschwänglich bei ihr. Während sie ihm zwar bestimmend aber nun mit einem Lächeln ein Handtuch zum Duschen in die Hand drückt verstaue ich meinen Schwanz wieder in meiner Lederhose.

6/2017 Sado-Masochismus, Bondage und Fetischismus

Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass es da draußen viele Menschen gibt, die viel Geld dafür bezahlen, einfach nur ausgepeitscht zu werden und dann mit dem gleichen distanzierten Händedruck, der ihnen bei der Begrüßung zuteil wurde, auch aus dem Domina-Studio in die Freiheit entlassen zu werden. Bitte merken: Das ist nicht – bzw. nur ganz selten so. Natürlich gibt es die reine Form eines Masochisten, der tatsächlich ausschließlich über den physischen Schmerz Lust empfindet oder gar seine inneren Konflikte über dieses Ventil entladen kann alternativ bzw. in Kooperation dessen sich selber durch Schmerz einfach endlich mal spürt und mit diesen neuen Gefühlen in der Regel sogar ohne Orgasmus vollkommen glücklich ist. Dieser deutliche Masochist ist für mich zwar einfach zu behandeln, denn ich muss mich nur noch um die physische Ausarbeitung des vorher Besprochenen kümmern, jedoch kommt dieser Typ ganz selten vor.

Jeder, der ein kleines bisschen sexuell experimentiert, kann sich vorstellen, dass es schon alleine bei einer Fesselung ganz besonders auf das Gegenüber ankommt, damit man sich wirklich fallen lassen kann. Hierbei geht es nicht nur um das in diesem Zusammenhang fast inflationär gebrauchte Wort „Vertrauen“, sondern um den Menschen, bzw. oder insbesondere der zugeordneten Rolle.
Diese Bezüge können ganz unterschiedlicher Natur sein: Manchmal erhitzt es den Sub, den Top einfach nur anzubeten. Typische Praktiken hierbei sind zum Beispiel eine Fußwaschung des Masters durch den Sklaven oder beim Dirty-Talk fallen Sätze wie „Du bist ein Gott“, „Du bist so geil“ o.ä.. Der Sub zieht seinen Lustgewinn bewusst aus seinem worshipping (engl. Wertschätzung) des Aktiven und unbewusst zusätzlich aus seiner eigenen Unterordnung.

Bei der zweiten Gruppe verschiebt sich der Fokus auf den Sub, der sich dann einfach mal mies und klein fühlen kann/darf. Er wird dabei z.B. viel angespuckt und beschimpft. Man kann sagen, die Gruppen unterscheiden sich lediglich in der Blickrichtung: In der ersten Gruppe entsteht das Knistern dadurch, dass der Sub zum Top aufblickt und in der zweiten Gruppe geht es darum, dass der Top auf den Sub hinabblickt.
Das lässt sich nicht immer so klar trennen, denn es kommt auch häufig eine Mischung aus beidem vor. Das Herausfinden, wie viel von dieser- oder jener Gruppe im Sub steckt, verleiht dem Spiel zusätzlich eine angenehme Würze.

Teilnehmer meiner dritten und besonders großen Gruppe wollen für den Aktiven eher das Lustobjekt sein, das aufgrund der „Behandlung“ durch den Aktiven (wie diese dann auch immer ausfällt) Wertschätzung dem eigenen Körper gegenüber empfindet. Der Sub freut sich darüber, auf seinen Körper reduziert – also einfach mal als rein sexuelles Objekt wahrgenommen zu werden, kurz: den Vorstellungen und Wünschen des Tops zu entsprechen. Das gipfelt dann in Rape- (engl. Vergewaltigung-) Fantasien oder gar in der fast schon „mainstreamartigen Fantasie“, eine Hure zu sein, die für den Master anschaffen gehen darf und somit dann gleich Lustobjekt für mehrere Männer ist, dessen „Wert“ durch die Bezahlung noch deutlicher wird. Ich stehe auf diese Fantasie so sehr, dass ich Stand-Up-Dirty-Talk-Monologe dazu abhalten könnte. Bei der Hure, die den Arsch für den Zuhälter hinhalten würde, sind wir dann auch schon in der Schnittfläche zu der letzten Gruppe, bei der der psychosoziale Bezug am deutlichsten wird: Der Rollenspieler. Neben dem Zuhälter, Daddy oder dem Arzt spiele ich zum Beispiel oftmals den Hetero aus der Jugend des Subs, der dessen Homosexualität scharf verurteilt und im Verlauf selber homosexuelle Neigungen latent durchblicken lässt oder zumindest ein wenig zulässt.

In allen diesen Gruppen werden die Gefühlslagen durch Schmerzen und Fesselungen lediglich unterstützt. Auch die Kleidung (Leder, Latex oder gar ein Arzt-Outfit sowie die Nacktheit des Sklaven) manifestiert lediglich das Rollenbild. Selbst der Patient in der Klinik-Sitzung in authentischer medizinischer weißer Umgebung nebst Riesen-Sorbet an zugehörigen Spielzeugen – sowie die an den Augen verbundene Frau, die aufgrund des Masters Fesselkünste wehrlos an Seilen im Raum hängt oder gar der erwachsener Mann, der einem aus dem Babybett mit Windeln und Schnuller im Mund anschaut – alle stellen einen sozialen Bezug zu einem selber her und das Feuer des gesamten Spieles wird durch die Persönlichkeiten entfacht, die diese Rollen ausfüllen.

Bei Fetischisten ist es sehr deutlich: Wer auf Füße, Kot, Urin, Erbrochenes, Furzen o.ä. steht, bevorzugt in der Regel diese Dinge direkt vom Körper des anderen aufzunehmen oder zu spüren.

Natürlich gibt es Leute, die die Pissrinne im Berghainer-Laboratory-Fick-Club auslecken, auch wenn sich dort nicht unmittelbar zur gleichen Zeit ein Hengst seines Natursektes entledigt hat. Aber würden diese Jungs das tun, wenn sie wüssten, dass dort Frauen reingepieselt haben? Natürlich nicht. Es geht ja nicht um den Urin als solches. Ähnlich verhält es sich beim Gegenstandsfetischismus: Ich kann getragene Unterwäsche oder eingelaufene Schuhe an einen Fetischisten verschicken und er holt sich dann dabei ganz alleine mit diesem toten Gegenstand einen runter, obwohl er mich gar nicht kennt oder gesehen hat. Aber würde er das tun, wenn er kein Bild von mir hätte? Nein, in der Regel ist es nicht so. Klar kenne ich Jungs, bei denen es im Sportgeschäft wirklich in der Hose zuckt, wenn sie eine neue Sneaker-Kollektion sehen oder andere, die durch den Geruch von Leder eine Gänsehaut von sexueller Erregung gezaubert bekommen. Aber geht es dann für den Fetischisten wirklich nach Kauf von Sneakers oder Lederhosen direkt nach Hause und wird dort dann wirklich ausgiebig an diesen fabrikneuen Sachen herumgeschnüffelt und zu himmelhohen Orgasmen gewichst? Natürlich nicht (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Nein, denn in der Regel werden Stiefel und Füße von einer Persönlichkeit geleckt, dessen Stiefel und Füße man eben lecken möchte. Man erträgt Schmerzen für jemanden, für den man das eben ertragen möchte oder durch dessen Schlag seine Rolle bzw. der Sinn des Spiels untermauert wird.
Also jenseits des Blümchensexes läuft auch nichts, ohne dass es einen sozialen Bezug hat? Auch wenn das Bild, was von uns Prügelnden-, Spuckenden-, Katheterlegenden-, Fistenden-, Leder & Latex-Teilnehmern des BDSM-Sektors etwas anderes vermitteln mag, gelten in einem Domina-Studio unterm Strich die gleichen Regeln wie bei der Kuschelnummer.

Selbst wenn die besten und authentischsten Roboter entwickelt würden, die herrlich Spanken – und Harnröhren stimulieren können, die erwachsene Männer in Windeln wickeln, größenverstellbare Fisting-Hände vorweisen und ganz fachmännisch einen Keuschheitsgürtel umlegen könnten: Mein Beruf ist krisensicher, denn so unerlässlich wie das Uran in einem Atomreaktor ist der persönliche Bezug in einer BDSM-Sitzung.

5/2017 Füße – Von der Masse ignoriert, für Manche das „Wasser in der Wüste“

Wie in der letzten Ausgabe erwähnt, werde ich diesmal über eine der Haupt-Fetisch-Einnahmequellen von uns gewerblichen BDSM-Tätern berichten: die Füße. Kein Körperteil an mir erfährt soviel Pflege wie dieser. Natürlich ist der sportliche Körper für jemanden in meinem Beruf äußerst wichtig, jedoch nicht so entscheidend, wenn man sich auf Fetische und andere besondere Spiele spezialisiert hat. Allerdings kann ich persönlich auch eher einen schwabbeligen Bauch verkraften als stark verhornte und rissige Füße mit zu langen sowie schmutzigen Fußnägeln. So was gibt es bei mir nicht, denn da achte ich besonders drauf.

Ich bin nun froh, dass die Spieler der Latex-Orgie aus dem Studio sind. Auch wenn sie beide tatkräftig bei der Reinigung mitgeholfen haben, ist immer noch etwas zu tun. Also muss ich mich was sputen, denn ich habe noch einen zweiten Termin, der den Abend einfach perfekt abrundet, trotz – oder eigentlich grade weil es nun ein ganz anderes Thema ist. Es handelt sich um einen romantischen Fußanbeter. Logischerweise nehme ich hierfür den wärmeren bzw. eleganteren Holz-Raum aus der ersten Etage. Vorbei sind nun die Momente, die geprägt wurden von kaltem und schweißnassem Latex, unterstützt von knalliger LED Beleuchtung sowie psychedelischem Elektrosound und hinein in die Stimmung erzeugt von Kerzenlicht und stilvoller Enigma Musik. Das verwendete Latex tropft sich gerade an seiner Aufhängung im Badezimmer trocken und ich werfe mich kontrastartig in meinen schwarzen Anzug.

Ich habe Glück, denn so spät abends ist in einem Domina-Studio (entgegen üblicher Annahmen) wenig los, so schalte ich noch schnell die Lampions im Garten an und mache es mir im oberen Raum gemütlich. Ich weiß, was Jemand empfindet, wenn er ein Domina-Studio betritt: Es kommt keiner umhin, rechts einen Blick in den spärlich beleuchteten roten Salon zu werfen und links im Stahlraum die ausufernde Erotik aufgrund der vorangegangenen Action zumindest zu registrieren, denn in einem Domina-Studio liegt Erotik einfach in der Luft. Jeder auch nur leicht sensible Mensch spürt, das ausgefallener Sex und Orgasmen die Hausordnung dieses Hauses bestimmen. Mein Klient (Sven) schließt nun weisungsgemäß die Türe hinter sich und muss alleine die Treppe zu mir in den oberen Raum gehen. Unterstützt von den epischen Klängen aus meinem Raum fährt er bereits bei diesem Gang seinen ersten intensiven Film. Man muss sich mal vorstellen, was in einem vorgeht, wenn man ein solches abgedunkeltes Haus der Perversionen betritt, dabei eine Menge seines ersparten Geldes in der Tasche mit sich führt, mit der Bereitschaft, dieses für die Erfüllung seiner tiefsten sexuellen Sehnsüchte auszugeben und dann mit diesen hardcore Emotionen in den ersten Minuten vollkommen alleine gelassen wird, da nirgendwo auch nur ein Hauch einer Socialisingmöglichkeit mit einer Empfangsdame gegeben ist. Ich finde das großartig, denn in der heutigen Zeit mangelt es oft an Momenten, in denen man einfach mal „bei sich selber“ ist. Diese Mischung aus Vorfreude, Angst und Geilheit zaubern stets weiche Knie bei der Person, die dann vor mir steht – dieser Fall macht da auch keine Ausnahme. Ich erblicke einen besonders zierlichen Mann ungefähr in meinem Alter, der aufgrund seines süßen knabenhaften Körpers logischerweise um einiges jünger wirkt.

Ein knabenhafter Körper! Mein ganz persönlicher Fetisch. Ich bin sehr positiv angetan. Dieser Klient steht nur ein wenig auf Dominanz, also lächle ich gleich, um nicht meilenweit über ihm zu stehen, denn mein Heimvorteil sowie die dramaturgisch gute Positionierung auf dem Thron wirken bereits zu Genüge. Er ist sichtlich erfreut, dass ich offensichtlich nicht der böse Mann bin, der gleich auf ihn einprügelt, kramt nun schnell den Umschlag mit dem Geld hervor und hält ihn trotz meines Lächelns irgendwie schützend vor sich. Ich nehme den Umschlag an und verstaue ihn sehr selbstverständlich in meiner Anzugjacke. Immer noch freundlich lächelnd befehle ich ganz subtil: „Ausziehen“. Ich bleibe während seines gesamten Ausziehvorganges ganz entspannt sitzen und schaue mir seinen schönen kleinen Körper an. Ich mache auch sichtlich kein Geheimnis daraus, dass ich ihn „bespanne“, indem ich ihm sage, dass er den Slip langsam seine Beine herunter gleiten lassen -, oder dass er über seinen schönen Bauch streicheln- und mich dabei angucken soll. In der Regel finde ich immer Körperregionen, Bewegungen oder Verhaltensmuster bei meinen Spielpartnern, die mir gefallen und mich sexuell für das folgende Spiel erregen. Für einige Fetischisten ist es sehr aufregend, wenn sie nicht als sexuelles Objekt wahrgenommen werden und lediglich das Objekt ihrer Begierde zum Genuss vorgelegt bekommen. Den Eindruck hatte ich im vorausgegangenen E-Mailverkehr mit Sven nicht.

Und dieser Eindruck wird auch bestätigt, denn sein kleiner Penis steht bereits noch bevor seine Unterhose den Boden berührt. Dieses Spiel ist insbesondere durch Ausführlichkeit gekennzeichnet, denn jeder kann sich vorstellen, dass es schnell zu Ende wäre, wenn ich flott meine Socken ausziehen würde, um meine Füße in sein Gesicht zu stopfen. Sven darf sich langsam meinen Beinen nähern und dann an der von ihm favorisierten Business-Bekleidung meiner unteren Körperhafte optisch erfreuen. Natürlich will er sofort anfassen, was ich ihm vorerst verweigere. Er soll erst mal eine Zeit lang in der Nähe seines heißbegehrten Objektes verweilen dürfen. In der Reihenfolge: Anfassen, Riechen und dann sein eigenes Gesicht an meinen Beinen reiben geht es weiter. Ich unterstütze Sven dabei, indem ich ihm zwar klare Anweisung gebe, was er wann und wie berühren darf, ihn aber dabei immer wieder am ganzen Körper streichle und ihn somit in seinen Handlungen bestätige.

Begleitet wird alles durch sein leises Stöhnen, welches richtig laut wird, als er es schafft, seine Nase irgendwie in meinen Schuh rein zu quetschen. Als er dann endlich meine nackten Füße bekommt, muss ich ihn bereits mahnen nicht mehr an seinem Penis herum zu spielen, damit er nicht vorschnell zum Orgasmus kommt. Er nagt an meinen Zehen herum, leckt auf Befehl dazwischen das leicht Salzige und knabbert an der Hornhaut. Es befinden sich wahnsinnig viele Nervenenden in den Füßen.

Ich zeige ihm genau, wo ich gerne geleckt oder sanft gebissen werden möchte. Gepaart mit seiner absoluten Hingabe entwickelt sich dieses Spiel zu meinem absoluten Höchstgenuss. Ich merke, dass er nun auch vermehrt zwischen meine Beine schaut, wo ich bereits meinen Dicken mit meiner Hand stimuliere. „So, jetzt darf der Kleine auch mal an den Schwanz“, sag ich ihm in einem bestimmenden aber dennoch freundlichen Ton.
Ich habe den Satz kaum zu Ende gesprochen, da stürzt er sich bereits mit seinem Kopf in einer Geschwindigkeit zwischen meine Schenkel, als wenn er zwei Jahre keusch gehalten worden wäre. Hui, kann der saugen! Ich kündige immer deutlich einige Sekunden vorher an, dass ich kommen werde. Wenn ich dann merke, dass der Spielpartner mehr als deutlich gewillt ist, mich in sich aufzunehmen, dann schieße ich befreiend alles raus. Die meisten submissiven Männer kickt es, wenn sie sich ausschließlich um dich gekümmert haben und dich dann auch schmecken dürfen.

Ich lasse gar keine große Pause entstehen, sondern verstaue meinen noch Steifen schnell in meiner Hose, rücke meinen Anzug zurecht und baue mich vor ihm wieder als fifty shades of grey-Kopie auf. Alles stimmig, bis auf das Fehlen von Schuhen und Socken. Ich ziehe mich nun an den Querbalken der riesigen Bettpfosten hoch und drücke ihn mit meinen Füßen auf den Boden. Er weiß genau was kommt: Man nennt dieses Spiel „Trampling“. Ich laufe also auf meinem Spielpartner herum. Das geht natürlich nicht einfach so – Himmel da würde es zu Knochenbrüchen kommen! Nein, man verlagert das Gewicht immer je nach Körperteil mal ein bisschen mehr oder weniger auf den Körper.

Der Passive genießt den Körperdruck, die Überlegenheit des Aktiven und natürlich die Füße. Ich schaue dabei in seine weit aufgerissenen Augen und erfreue mich an seiner massiven Erregung und begleite diesen letzten Teil des Spieles mit einer Menge dominantem dirty Talk. Ich erlaube ihm nun, zu spritzen, was circa noch gefühlte zwei Sekunden dauert, bis er eine Riesenladung bis fast zu seinen Brustwarzen hin schießt. Es sieht toll aus. Ich reiche ihm ein Handtuch: „Hier zum Wegwischen und gegebenenfalls Reinspucken“ füge ich mit einem Augenzwinkern hinzu. Er ist sichtlich begeistert von der Erfüllung seines langjährigen Traumes. Wenn er aus dem Zentrum von Berlin kommen würde, dann hätte er das bereits vor vielen Jahren gemacht, jedoch kommt er, wie viele meiner Klienten, von außerhalb – meist sogar vom Land. Da ist es verständlich, wenn es bei ihm doppelt so intensiv knallt als vergleichsweise beim Stadtmensch. Wir unterhalten uns noch nett miteinander, bis ich ihn in die Nacht entlasse…

4/2017 Psychedelisches Spiel aller Sinne durch Rubber/Gummi-Kleidung

Psychedelisches Spiel aller Sinne durch – kühl, glatt, glänzend und geil!

Bevor ich wieder eine geile Gute-Nacht-Geschichte aus meinem etwas anderen Arbeitsalltag erzähle, kurz ein paar Worte zur Einführung in das Thema. Denn spannend bei diesem besonderen Kapitel der erotischen Bekleidung sind bereits die unterschiedlichen Bezeichnungen: Während die schwule Welt für dieses schöne Material fast ausschließlich die den Terminus „Rubber“ oder dessen Übersetzung „Gummi“ verwendet, ist das Wort „Latex“ primär im Sprachgebrauch der dominanten Damen zu finden. Bekleidungsgeschäfte für Männer veräußern im Wesentlichen dunklere Versionen dieser besonderen Hülle, während die Damen naturgemäß das gesamte Farbspektrum mit einem besonderen Fokus auf knallige Farben ausnutzen. Per Definition ist Latex der Grundstoff, aus dem dann das Gummi entsteht – also ist der unterschiedliche Wortgebrauch richtig und eher dem ästhetischen Wortempfinden beider Communities geschuldet. Sollte diese Information falsch sein, dann bitte gern Info an mich.

Der erotische Reiz dieses maßgeschneiderten … Pardon: maßverklebten Materials liegt im perfekten Anschmiegen an den Körper, so dass es vom Träger fast als zweite Haut wahrgenommen wird. Für den Betrachter verwandelt dieses wundervoll konturenbetonende und straffende Material den Träger in eine diabolische, anonyme und fast puppenhafte Version des Trägers. Beim einem Ranking in der Kategorie „Kleidung als sexuelles Reizobjekt“ erfährt Rubber bei den homosexuellen Herren der Schöpfung, nach Leder, den zweiten Platz. Während die dominanten Damen Latex sicher die höchste Nachfragequote geben können, wenn ein Ganzkörper-Kleidungsfetisch vorliegt. Die stärkste fetischbasierte Nachfrage nach Kleidung bei uns gewerblich orientierten Damen und Herren ist gleichermaßen das Thema Fußbekleidung. Aber dazu gibt es in der Mai-Ausgabe mehr von mir.

Im aktuellen Fall, wo Latex im absoluten Erlebnismittelpunkt steht, soll auch noch ein Kollege hinzukommen. Hierzu bietet sich der respektable Kollege Jan an. Mit seinen 1,90 m Höhe und dem schönen kräftigen Körper kommt der Glanz des Materials besonders zur Geltung. Bedauerlich, dass wir Masken tragen müssen, denn sein schönes hellblondes Haar wird dadurch verdeckt, jedoch stechen die schönen grünen Augen unter der Maske dann besonders gut hervor. Der Klient Ron weiß genau was er will, denn ich hatte mit ihm einige Tage vorher ein Vorgespräch vor Ort geführt und hier Raum, Material sowie Möglichkeiten abgesprochen, so dass wir ein paar Tage später sofort und ohne Socialising loslegen können.

Als der Klient den zwar temperaturtechnisch aufgewärmten, jedoch atmosphärisch kühlen Stahlraum mit der dazu passenden Latex-Deckenverkleidung betritt, sieht er Master Jan und mich vor dem grell beleuchteten Stahlschrank vollständig in Rubber eingehüllt stehen. Das grell-grüne LED-Licht aus dem Stahlschrank lässt das zuvor eingeölte Rubber herrlich sexy leuchten. Ohne Begrüßung zeige ich auf das Silikonöl, denn dort kann er sich nun für die Sitzung präparieren. Er ist bereits zur Einstimmung den gesamten Weg in Gummi bekleidet hergekommen, hat im Flur nur noch seine Maske übergezogen, um das Spiel auch gleich beginnen zu können. Er muss seinen Rubberganzkörperanzug jetzt nur noch ein wenig mit Öl einreiben. Es vergeht gefühlt nicht einmal eine Minute und der Gummi-Liebhaber liegt auf dem dafür vorgesehenen Platz und ist bereit sich von zwei, in Latex eingehüllten Mastern, als Lustobjekt missbrauchen zu lassen. Wir schreiten wortlos, bedächtig und somit fast mystisch auf ihn zu und binden ihn in aller Ruhe fest. Um seine Wehrlosigkeit zu überprüfen rüttelt er an den Fesseln, jedoch ohne nennenswerte Erfolge verzeichnen zu können. Immer wieder streicheln wir nun mit unseren gummierten Händen den Rubberanzug des Klienten Ron und lassen dabei keinen Zentimeter seines Körpers aus. Diese Gummi-an-Gummi Massage muss sich wahnsinnig auf der Haut anfühlen, denn Ron ist bereits sichtlich erregt. Wir öffnen den Reißverschluss von Rons Hosenstall und holen seine Geschlechtsteile hervor. Auch die Reißverschlüsse an den Brustwarzen werden nun geöffnet und seine süßen kleinen rosa Brustwarzen lugen uns an. Ich spüre, wie erregt Jan zusätzlich wird, als er die riesigen Eier von Ron sieht. Mich macht eher das Stöhnen von Ron an und dass ich jetzt jemanden vor mir habe, den ich nach Herzenslust gemeinsam mit Jan missbrauchen kann. Sein Körper in diesem geilen Latex eingehüllt gehört jetzt mir. Ich liebe diese Auslieferung und befestige gleich Elektro-Pads an den Brustwarzen. Jan macht sich daran, das beste Stück des Klienten mit Elektroden zu versehen. Wir schalten den Strom ein und vergessen zudem nicht auch unsere Körper an seinem zu reiben. Ich hebe nun den Kopf von Ron an, schiebe dort ein Plastikkissen unter, so dass er uns wieder vor dem Stahlschrank positioniert sehen kann, wie wir uns dort gegenseitig aufgeilen und ihn dabei ignorieren. Ron fängt vor Erregung an zu zittern, als er dieses lustvolle Spiel der beiden glänzenden, maskulinen Gummimaster betrachten muss, ohne Hand an sich oder uns legen zu können.

Die Elektroden an seinem Körper versorgen ihn dabei mit physischen Reizen – lassen ihn jedoch nicht einfach so zum Orgasmus kommen. Auch unsere Männlichkeiten sind nun herausgeholt und unsere Eicheln reflektieren aufgrund des ganzen Öls fast genauso intensiv wie unsere Rubberanzüge. Es sieht absolut bizarr aus, wenn Jans tiefschwarzer glänzender Handschuh meinen Dicken anfasst und umgekehrt. Der Kontrast zwischen der erregenden Natürlichkeit eines schönen Pimmels zu der aufregenden Künstlichkeit von Rubber manifestiert sich hier. Neben unseren Augen sind nun unsere Geschlechtsteile bizarrerweise das einzig Menschliche, was von uns zu sehen ist. Wir gehen mit unseren knüppelharten Rohren wieder auf ihn zu und schlagen unsere Männlichkeiten in sein Gesicht. Seinen Mund jedoch kann er noch so weit offen hinhalten: Wir geben ihm nicht was er will. Wieder halten wir ihn etwas hin und ich merke wie sehr er das genießt. Wie paradox ist das, wenn der Wunsch nach etwas erregender ist als die Umsetzung selber. Aber es ist so. Probiert es mal selber aus – ihr werdet hier in der Regel auf Begeisterung stoßen.

Wir steigern den Strom und ergötzen uns an seinen positiven Qualen. Jan stellt sich nun breitbeinig über ihn und pisst wortlos auf ihn herab. Auch hier ist das einzige Kommunikationselement der heutigen Abendstunden zu hören: Stöhnen. Keine Worte, nur das kühle feuchte Gummi und männliche Geschlechtsteile sowie zugehörige Körperflüssigkeiten sind an diesem Abend in unserer Wahrnehmung. Immer wieder spüre ich zudem, wie der Schweiß uns aus dem offenen Stellen unserer Anzüge am Körper herunter läuft. Passend für dieses Spiel verwende ich nun die Melkmaschine bei Ron und Gott sei Dank verfügt sie über ein T-Stück, so dass ich auch meinen Prengel immer in den geilen, feuchten Gummischlund der Melkmaschine reinsaugen lassen kann. Irre, pervers und geil! Jan hat inzwischen auch den Reißverschluss von seinem Arsch geöffnet und drück das Zentrum dessen genüsslich auf den Mund des Klienten. Ich schalte die LEDs auf Flashlight um. Neben dem treibenden psychedelischen Elektrosound höre ich die beiden stöhnen sowie schmatzen und ergötze mich am Reiz von den surrealen Bildern, die sich mir durch das nun stroboskopartige LED-Licht präsentieren. Was für eine Psychosexfolter! Nach vielen Spielen mit dem Körper von Ron, die er mit Bravour für uns geleistet hat, wandern unsere Dinger nun auch in seinen Mund. Auch mit diesem Spielelement beschäftigen wir uns sehr lange, bis Jan und ich final unsere gesamten Körperflüssigkeiten auf Ron ergossen haben. Er hat genauso wie wir massive Eindrücke gewonnen, besonders ganzheitliche körperliche Empfindungen erlebt, so dass sein Höhepunkt nach seinen eigenen Worten „überdimensional“ wurde.

Danach kippt die Stimmung und das dringende Bedürfnis nach „Menschsein“ wird deutlich. Die in der Regel am intensivsten drückenden Masken im Gesicht werden immer als erstes entfernt und meistens wird dies durch ein erleichterndes Stöhnen begleitet. Spiele mit Rubber dauern in der Regel mehrere Stunden, denn der Aufwand hierfür ist sehr groß. Das Gummi muss gepflegt werden, dadurch ist man im Nachgang noch einige Stunden mit dem Waschen des Gummis beschäftigt. Zudem ist die Spielfläche in der Regel durch das ganze Öl und die Körperflüssigkeiten ordentlich in Mitleidenschaft gezogen worden und bedarf längerer Reinigung. Mein Kunde hilft sogar aus Dankbarkeit mit, was natürlich eigentlich nicht nötig ist. Es entsteht eine freundlich, lustige Stimmung. Als sich nun Jan und Ron mit Handschlag lächelnd einander vorstellen, ist das sicherlich bizarr, aber auch irgendwie verständlich, denn die Persönlichkeiten waren vorher nicht wirklich anwesend. So ist das eben oft in meinem Beruf: Der Fokus liegt (insbesondere bei den Fetischisten) auf der Oberfläche. Und das ist auch mal gut so.

3/2017 Uniform-Fetischismus – Sexappeal durch militärische Kleidung

Es war mir klar, dass die Veröffentlichung von Bildern, auf denen der Dominus in Uniform zu sehen ist, eventuell in einen politischen Kontext gesetzt werden würde. Daher habe ich in allen Medien zusätzliche Anmerkungen hinterlassen, dass der Dominus in keinster Weise politisch agiert. Weder Hakenkreuze noch sonstige Zeichen einer Zugehörigkeit zu einer bestimmten politischen Gesinnung finden sich auf der Uniform des Dominus wieder. Diese Bilder verdeutlichen die Anziehungskraft, die von Uniformen ausgeht, denn sogar noch stärker als bei Leder wird das Machtgefälle durch die Kleidung manifestiert.

Jeder, auch wenn er kein Fetischist ist, kann nachvollziehen, wie es sich anfühlen muss, wenn man dem Militär ausgeliefert ist.
Schon der Gedanke in den dreißiger/vierziger Jahren in Deutschland subtil von der SS abgeführt worden zu sein oder (mal im heute betrachtet) durch einen unglücklichen Zufall auf Guantanamo gelandet, löst sicherlich bei den meisten ein Gefühl von Angst und Unbehagen aus. Jedoch gibt es eine sehr große Gruppe von Menschen, für die diese Situation wie ein Kuss wirkt.

Wir Dominas stellen solche Situationen zwar künstlich in unseren Etablissements her, aber die Wirkung wird auch in diesem künstlichen Kontext selbst mit ihren Safeworten nicht verfehlt. Gleich einige Stunden nach Veröffentlichung der Bilder klingelte mein Telefon und eine leise, schüchterne Stimme mit amerikanischem Akzent fragt mich, ob ich ein Nazi sei. „Nein, das bin ich nicht. Ich greife mit meinem Bildern die ist Ästhetik von Uniformen auf – ich bin aber in keiner Weise politisch.“ Er skizziert in auffallend wenigen Sätzen seine Bedürfnisse, überführt und in seiner Homosexualität erwischt und dafür abgestraft zu werden. Er betont mehrfach, wie wichtig ihm die Uniform dabei ist sowie dass ich bei der Sitzung unbedingt genau so wie auf den Bildern gekleidet sein muss. Bei Fetischisten ist es üblich, dass man nicht einfach eine andere Version des „Heissgeliebten“ anziehen kann. Da achte ich dann aber gern drauf.
Er bekommt von mir die Order, am nächsten Morgen zu einer widerlich frühen Uhrzeit anzutreten. Ich bediene mich gerne des Spielelements des „Früh-Aufstehens“, da es mit dem schönen, perversen Vorhaben stilistisch im Einklang steht. Praktischerweise stehen mir zudem morgens auch alle Räume zur Verfügung, denn die Kolleginnen und Kollegen starten meist erst später. Mit diesem Klienten starte ich auch wieder das „Spiel direkt ab Tür“. Gerade für diese Rollenspiele bietet sich das besonders an.

Er folgt, wie alle anderen Klienten, meinen Anweisungen, die ich ihm über die Gegensprechanlage mitteile und geht zügigen Fußes brav den Weg entlang zum Lux. Ich habe mich direkt neben dem zweiten Eingang versteckt und warte nun darauf, dass er an mir vorbeizieht um sein Ziel, die letzte Türe, zu erreichen.
Nachdem er einige Meter an mir vorbei gelaufen ist, schreie ich aus dem Hintergrund: „ Hey! Wo willst du hin?“ Mein Klient zuckt zusammen, denn er hat damit nicht gerechnet. Er fährt herum und sieht mich, in meinen Kniehohen und Stiefeln, den Breeches, der sauber gebügelten und mit Abzeichen versehenen Uniformjacke, die durch die Mütze abgerundet wird, vor sich stehen. Für den letzen visuellen Kick trage ich einen langen schwarzen Ledermantel über der Uniform und halte einen Schlagstock in der Hand.

„Wo du hin willst will ich wissen!“ Er bekommt keinen Ton heraus. Erst ist völlig überfordert und bekommt Angst. „Du kleiner Pisser hast hier überhaupt nichts verloren! Willst du hier rumschnüffeln?“ Er stammelt irgendetwas, das ich nicht verstehe, was mir aber auch egal ist. „Umdrehen und auf das Haus zu gehen!!“ Er dreht sich langsam, aber immer noch sichtlich irritiert um, jedoch erkenne ich bereits Erregung in seinen Augen. Er hat begriffen, dass wir bereits im Spiel sind. „Na wird es bald, du kleines Dreckstück?“ Um meine Forderung zu unterstreichen schlage ich ihm auf seinen Oberschenkel. Er schreit kurz auf und geht nun strammen Fußes auf das Lux zu. „Links!“ Er hechtet vor in den Stahlraum. Ich schließe die Türe hinter mir, schließe diese auch sehr deutlich ab und stecke den Schlüssel, für ihn ersichtlich, in meine Tasche.

Er ist gefangen. Da die Fenster im Erdgeschoss eine zusätzliche Einbruchsicherung haben und mein Klient ziemlich klein und schmächtig ist, ist die Situation eigentlich gar nicht mehr so künstlich, denn er könnte mich sicherlich nicht überwältigen, um an den Schlüssel zukommen. Umso besser. „Wer bist du, kleine Fotze?“ Er sagt brav seinen Namen auf und faselt etwas davon, dass er sich verlaufen habe. „Das soll ich dir glauben, du kleines Dreckstück? Du willst hier rumschnüffeln und wahrscheinlich etwas klauen. Ich werde dir zeigen, wie wir hier mit solchen Gesindel wie dir umgehen. Gehe runter vor mir auf deine Scheißknie, du nutzloses Stück Scheisse!“

Er folgt meinem Befehl augenblicklich und ich erkenne an der Geschwindigkeit der Reaktionen, dass er voll im Spiel angekommen ist. Er fängt an irgendetwas zu wimmern und ich fahre ihm über den Mund: „Ja jetzt haste Schiss, nicht wahr? Jetzt, wo ich dich in der Hand habe du kleines Dreckstück. Ich weiß gar nicht, warum ich mir die Mühe mache dir so viele Kose-Namen zu geben. Du bist nicht der Erste, der sich hier im Vorgarten rumtreibt. Daher bist du für mich die 17.“
Ich beuge mich nun leicht nach vorne, werde um einiges subtiler und lächle: „und jetzt küsst die 17 mir mal die Stiefel anständig.“ Er fängt wieder an rumzujammern und ich hole aus und schlage mit meinem Stock auf seinen Arsch. Augenblicklich geht sein Kopf runter und er fängt nicht nur an meine Stiefel zu küssen sondern sie auch richtig devot von sich aus sauber zu lecken. Die Stiefel scheinen ihm zu gefallen. Naja, Uniform ist ja auch sein Fetisch – logisch, dass er diesen dann auch gern leckt. Nachdem er mit beiden Schuhen – aus meiner Sicht – einen guten Beitrag geleistet hat, setze ich mich bequem auf einen der grünen Sessel. Ich bleibe in der Rolle, die mir auch am liebsten ist: Subtil dominant zu sein.

Ich lächele wieder und sage trotzdem bestimmend: „Und jetzt zieht sich die 17 mal vor mir vollständig nackt aus.“ Auch jetzt wimmert er wieder und versucht das Unheil des Nacktseins von sich abzuwenden. Ich muss diesmal nur kurz so tun, als würde ich aufstehen und er pariert augenblicklich. Er wird von mir aufgefordert, die Sachen ordentlich abzulegen und vorher zu falten. Ich sehe, wie oft er immer wieder mal aus dem Augenwinkel und mal auch ganz direkt meine Uniform mit Begeisterung ansieht.

Ich nehme nun die fiese OP-Lampe und leuchte ihn damit an: „Du hast ja einen Steifen, 17! Ich werde verrückt – heißt das, dass du eine schwule Sau bist?“ Er versuchte sich wieder aus der Situation herauszureden, sowie seinen Pimmel mit den Händen zu verdecken. Ich werde wieder lauter: „Mach deine Hände auf den Rücken und stell dich gerade hin, 17. Du kleine schwule Sau – dir werde ich es zeigen.“ Ich gehe wieder auf ihn zu, lege ihn über mein Knie und versohle ihm kräftig den Hintern bis er wirklich knallrot und richtig schön warm ist. Dabei muss er immer wiederholen, dass er sich dafür schämt, eine schwule Sau zu sein. Es folgen Spiele, bei denen er sich etwas, vor meinen Augen, in den Hintern schieben und mir sagen muss, dass er eine Schwuchtel ist, die es im Arsch braucht.
Ich bespucke, trete und beschimpfe ihn nach allen Regeln der Kunst. Ich bin voll in meinem Element!

Ich ziehe ihn an seinen Ohren rüber in den Käfig des anderen kleinen Privatraumes. „Hier bleibst du 17 und machst dir mal Gedanken über dein schwules Schwänzchen.“ Ich verlasse den Raum und setze mich gemütlich in die Küche und trinke einen Kaffee und checke dabei meine E-Mails. Es war abgesprochen, das mein Klient inhaftiert- und mit seinen Gedanken alleine gelassen wird. Natürlich habe ich eine kleine Kamera aufgebaut, um immer nach dem Rechten sehen zu können, denn manchmal kommt es doch vor, dass die Klienten Panik bekommen – insbesondere bei kompletten Fesselungen oder Folierungen. Dann muss ich natürlich eingreifen. Dieser hier macht es aber hervorragend. Und schon komme ich nach 20 Minuten wieder herunter, bin schnell mit einem großen Schritt auf dem Käfig, lächle wieder mein Opfer von oben herab an und hole meinen Schwanz heraus: „So, jetzt werden wir dich kleines schwules Stück mal etwas in Fahrt bringen!“ Aus meinem Schwanz schießt ein starker Strahl Morgenurin auf mein Opfer herab. Ich hatte extra viel getrunken, um ihn richtig vollzuschiffen. Er leidet unter dieser Erniedrigung und ich weiß, dass es ihm zeitgleich gefällt. Ich lasse ihn nun in dem Käfig mit meiner Pisse einfach so liegen und gehe wieder. Diesmal schalte ich das Licht aus, denn meine Kamera hat auch ein Mikrofon und ich kann ihn hören. Er ist nun alleine in diesem kalten Käfig mit meinem, mit Verlaub, übel riechendem Morgenurin umgeben und darf sich mit Hilfe dieses Geruchs voll und ganz seinem Leid hingeben. Ich wiederhole dieses Spiel noch ein bis zweimal und reichere es mit Anrotzen, Anfurzen und jede Menge verbaler Action an. Einmal muss der gebeutelte Mann herauskommen und Liegestützen vor mir ausführen. Um ihm diese Übung zu erschweren positioniere ich meinen Fuß auf seinen Schultern und verlagere langsam mein Gewicht auf den nach Luft ringenden Mann. Herrlich.

Für das Finale muss er wieder in den Stahlraum zurück und wird dort über den Bock schön straff festgebunden. Er kann sich nun wirklich überhaupt nicht mehr bewegen und sein Arsch ist mir entgegengestreckt. „So du Scheiß 17 – Ich werde dir jetzt mal zeigen, was es bedeutet, eine Schwuchtel zu sein!“
Ich stelle mich vor ihn lächelnd, öffne die Knöpfe meiner Hose, hole meinen halbsteifen dicken Schwanz heraus und streichle Diesen genüsslich. Während mein Opfer sich wieder mit Jammern versucht aus seiner Situation zu befreien (bzw durch das Jammern die Situation des Spiels zu verstärken) erzähle ich ihm triumphierend sowie subtil dominant, dass ich ihm nun meinen Schwanz in sein kleines Popöchen stecken werde. Ich lass mir bei der Beschreibung der nachfolgenden Action besonders viel Zeit, denn die Furcht vor der Misshandlung ist viel größer als das nachfolgende Ereignis selber. Und los gehts – rein mit dem Lümmel! Meistens werden die Opfer ja ruhig in dem Moment, wenn er reingeschoben wird und die Augen immer so herrlich groß. Irgendwann nach schön langem Zureiten ergiesse ich meinen Saft direkt in sein von Qual geprägtem Gesicht. Auch das Sperma, das an meinem Schwanz klebt, nehme ich sorgsam mit meinen Fingern runter, verteile es in seinem Gesicht und runde diese Erniedrigung durch Anrotzen eines Spucketropfens, den ich hörbar vorher direkt aus der Nase in den Mund gezogen habe, ab. Als er aufhört zu heulen, wissen wir beide, dass das Spiel nun zu Ende ist.

Er ist wie viele meiner Klienten gar nicht zum Orgasmus gekommen. Sein Orgasmus findet mehr im Kopf statt, als am Körper. Er zieht sich an und ich bleibe im Sessel sitzen und starte eine Unterhaltung mit ihm. Ich versuche mich zu vergewissern, dass mein Klient durch die Sitzung wirklich auf seine Kosten gekommen ist. Er ist leider etwas wortkarg, aber die einzig wahre Bestätigung kommt dann doch noch: „Ich habe auch die Anzahlung für einen nächsten Termin dabei. Ich wollte im April wiederkommen, wenn das geht…“.

Wenn Dein Klient wiederkommt, dann warst Du gut, alle anderen Komplimente sind Höflichkeiten.

2/2017 Cuckolding

Es ist Oktober und während ich durch die dunklen Tempelhofer Straßen von meinem Auto zum Studio schlendere, merke ich, dass es für diese Jahreszeit bereits sehr kalt ist. Das Studio liegt, anders als viele bekannte Studios, nicht in einer ausgemusterten abgelegenen Fabrikhalle, sondern in einem Gartenhaus eines Wohnblocks. Man kann also ganz unauffällig durch das Vorderhaus dort einkehren, ohne dass sofort ein Bezug zur nachfolgenden Aktivität gezogen werden kann.

Für mich ist der größte Vorteil, dass ich mich in diesen Räumen, insbesondere was die Lautstärke angeht, voll gehen lassen kann. Denn es ist nicht nur das Gartenhaus, sondern auch noch mit dicken Doppelglas-Fenstern dreifacher Schallisolierung versehen. In Schöneberg, wo sonst fast alle männlich-homosexuellen-SM-Aktivitäten stattfinden, hat man zwar auch den „undercover Straßenvorteil“, aber leider muss man oft leise sein. Dabei liebe ich es, bei meinen Sitzungen laut zu sein. Ich kann beim Schreien alles rauslassen – und vor allem auch: rausholen. Doch der erste Klient des heutigen Tages wird wahrscheinlich genau das Gegenteil von Laut benötigen.

Seine Fantasie ist besonders aufregend. Etwas, was bei den allermeisten Menschen einen eher negativen Effekt auslöst, wirbelt bei ihm volle Erregung hervor: Eifersucht. Er wird bei der Vorstellung, dass jemand seinen Partner sexuell missbraucht, richtig geil. Man nennt diese Fantasie „Cuckolding“(googletipp!). Das ist wirklich sehr spannend, nur leider in der Realität nicht immer gut umsetzbar, da der Partner logischerweise mitspielen muss. Dieser Klient, Stefan, ist in der Situation, wie die meisten, die zu mir kommen: Er lebt eben nicht in einer offenen Beziehung, sondern hat einen Partner, der für seine besonderen Neigungen leider wenig Verständnis hat.

Wenn ich ehrlich bin, hatte ich vor meiner Karriere als männliche Domina davon auch keinen blassen Schimmer. Jetzt genieße ich das Spiel mit dieser Fantasie. Wir hatten ein paar Emails darüber ausgetauscht und der Plan steht. In diesem Falle, weiß ich schon jetzt, werde ich ganz subtil vorgehen. Denn es ist ein anmutendes, prickelndes Spiel mit Worten, die sich in Gedanken zu einer ganz eigenen Realität manifestieren lassen: Es klingelt an der Tür und ich spreche in die Gegensprechanlage, um meinem Klienten die ersten Anweisungen zu geben: „Willkommen im Studio Lux. Du gehst durch bis zum Gartenhaus, die Türe ist angelehnt, dann sofort in den Raum links, schließt die Türe, stellst dich in die Mitte des Raumes und wartest dort auf mich.“

In der Regel mache ich „Spiel ab Tür“ (So nennen wir Dominas das, wenn kein Vorgespräch stattfinden soll). Wenn der Klient sich erst akklimatisieren will, dann setze ich mich mit ihm oder ihr erst einmal hin. Wir haben in allen Räumen extra dafür eine Vorgesprächsecke. Ich schätze das sehr an diesem Studio, denn all meine Kolleginnen und Kollegen legen besonders großen Wert auf Zielerfüllung. Das geht aber eben nicht, wenn man einfach nur wild drauf los prügelt, ohne Kenntnis über das zu bearbeitende Spielfeld. In diesem Falle war explizit ausgemacht, dass wir kein Vorgespräch führen werden. Ich höre wie er herein kommt, in den Stahlraum geht und die Türe hinter sich schließt. Ich lasse nun den Raum, die Gedanken sowie die „vorfreudige Erregung“ des Klienten etwas auf ihn wirken. Das ist nicht schwer, denn der Raum ist wirklich anregend. Über die gesamte Decke ist Latex in knalligem grün gespannt, der bei entsprechender Beleuchtung sogar wie ein Spiegel wirken kann. Darunter ein absichtlich asymmetrisch angelegtes, verrostet aussehendes Stahlkonstrukt, an dem Fesseln, Slings und weiß der Himmel *räusper*.. „die Hölle“ noch alles befestigt werden kann.

Ich zünde immer Kerzen an, bediene mich an passender düsterer und zeitgleich entspannender Musik. Allein das wirkt schon. Wenn ich den Raum betrete, dann sehe ich (wie fast üblich) meinen Klienten schon ein wenig zittern. Ich gehe um ihn herum und baue mich vor ihm auf. Er sieht mich komplett in Leder: mit kniehohen glänzenden Stiefeln, Lederhandschuhen, Motorradjacke und vorne in meinem Schritt ist deutlich ein Reißverschluss zu sehen, den ich bei Bedarf so genial-geil weit öffnen kann, dass alles Wichtige zur geilmachenden Ansicht erscheinen kann. Ich schaue ihm nun in die Augen: „So, wir beide werden uns jetzt mal über deinen jungen Freund unterhalten. Aber erst mal bekomme ich deine Hände.“ Er beeilt sich, mir schnell diesen Wunsch zu erfüllen und ich fessle ihn.

Für diese Aktion ist definitiv kein Einstunden-Bondage-Kunstwerk gefragt, denn er muss sich lediglich ausgeliefert fühlen, um damit ganz bei sich selbst und später auch bei mir zu sein. Also fessle ich seine Hände über seinen Kopf sowie auch die Füße zusammen, setze ihm die Augenbinde auf und sorge dafür, dass das Letzte, was er sieht meine Augen sind. Ich öffne kräftig und bestimmend seine Hose. Er hat einen schönen Schwanz. Allerdings ist mir diese Schönheit nicht wirklich wichtig, denn ich bin selten in „rein körperlichen Missionen“ unterwegs.

Natürlich benutze ich diese simplen körperlichen Stimulationen und spiele damit, aber es ist eher Mittel zum Zweck. Für mein Ziel habe ich heute ganz andere, sehr subtile Maßnahmen: Ich flüstere nun in Stefans Ohr, wie ich seinen Mann verführen werde. Ich sage ihm, wie geil der Kleine sein wird, wenn er einen jüngeren Mann sieht, welcher ihm einen ordentlichen Spaß verspricht, denn sein jüngerer Freund ist ja der Passive in der Beziehung. Während ich mit ihm spreche, streichle ich jetzt auch Stefans Penis. „Es wird dich entsetzen, wie du gefesselt auf dem Boden liegst und zusehen musst, wie ich deinen Kleinen langsam Zentimeter für Zentimeter beglücke. Du wirst sehen wie dein Schatzi dann richtig große Augen bekommt. Er wird seine Augen sogar verdrehen, wenn ich dann richtig zustoße, ihn bei den Hüften packe und zu mir ranziehe.“

„Bitte nicht“, jammert Stefan nun rum. „Oh doch! Und ich schwöre dir: Dein kleines Luder wird stöhnen wie ein Tier, wenn ich ihn dann richtig zureite.“ Stefan zittert und versucht sich, soweit es die Fesselung zulässt, zu wehren. Ich höre, wie die Fesseln in den Ringen des Stahlgerüstes hin und her schaben, aber ich konzentriere mich auf ihn und die Geschichte. „Ich werde es vor deinen Augen machen, und du liegst da und kannst nichts machen. Eventuell mache ich es mir bei euch auch noch gemütlich“. Ich streichle ihn nun etwas fester „ …und rauche mir einfach eine, während ihr zwei da gefesselt rumliegt …. Wenn ich euch zwei Spießbürger da gefesselt habe, dann könnte ich auch meine zwei türkischen Kumpels dazu holen, die werden dich und insbesondere deinen Kleinen mal ordentlich zusätzlich rannehmen.“ Ich merke, dass sein Schwanz nun steinhart ist und er stöhnt laut. Ich fahre fort: „Dann würde ich mit meinen Kumpels über deinen Kleinen hersteigen. Und glaub mal, deine kleine Schlampe wird es genießen. Wir drei werden uns in eurer Charlottenburger Schickimicki-Wohnung verhalten wie die letzten Säue. Eventuell pisse ich dir sogar auf den Kopf, nachdem ich deinen Freund genommen habe. Ich spucke langsam auf dich runter und wir lachen anschließend gemeinsam über dich. Aber du kannst gewiss sein, dass sich immer jemand deines jungen Freundes annimmt, solange wir da sind.“
Stefans Stöhnen wird nach diesem Satz noch um einiges lauter. Ich spüre, dass die Erniedrigung seiner Person in der Geschichte ihn zusätzlich kickt, also spinne ich die Geschichte in diese Richtung weiter: „Du kleine Drecksau, wenn du es nicht schaffst, deinen Freund mal richtig zu nehmen, dann müssen es eben andere machen.“ Mein Klient fängt jetzt an zu wimmern: „ Oh ja, Ich bin eine Sau“, “Ich komme immer zu früh“, „Ich kann es nicht“ …solche Satzfetzen kommen nun raus … ganz aus seinem tiefsten Inneren … aus seiner Seele. Es reizt mich. Es zuckt bei mir im Schritt und fahre fort: „Du kleines Dreckstück, wir werden alle über dich lachen. Dann wirst du mal sehen, wie Männer vorgehen, die auch richtige Männer sind, nicht so eine Memme wie du eine bist.“ Aus seinem Mund schallt: „Ja, ich bin ein Versager, ich bin eine Pussy“… und ich merke, dass diese Worte in seinem Hals stecken bleiben, denn ein Teil von ihm mag sie nicht. Allerdings kommen sie aus seinem tiefsten Inneren, daher nehme ich sie trotzdem weiter auf und spiele damit. Ich bin mir jetzt bewusst, dass ich an der Grenze angekommen bin und liebe genau diesen Punkt und fahre fort: „Genau! Du bist doch die Pussy, du bist doch das Dreckstück, das eigentlich hinhalten sollte und mal richtig durchgebumst werden sollte. Alle werden wir auch dich noch mal durchnehmen. Du müsstest eigentlich nur noch Pussy sein, hinhalten für mich und die dicken, geil beschnittenen, harten Prügel meiner zwei türkischen Kumpels … bis alle gekommen sind. Danach spucken wir noch auf dich runter und lachen dich aus, du Schlampe.“

Mein Klient schreit, der ganze Körper bebt nun. Ich liebe diesen Moment, da meine Arbeit nun den gewünschten Erfolg bringt. Sein Sperma landet auf meinem Unterarm. Es kommt wahnsinnig viel in so verdammt großen Schüben. Es scheint, als würde sein Penis das Sperma fast werfen. Er spritzt teilweise auch gegen meinen Bizeps. Ich schaue auf meinem Oberarm runter und irgendwie sieht es geil aus. Ich mag meinen schönen kräftigen Bizeps und das Sperma läuft direkt an der Ader, die sich über meinem Bizeps zieht herunter – geil!

Mein Klient sackt jetzt in sich zusammen und ich muss mich beeilen, ihn von den Fesseln zu befreien. Nach dem Orgasmus wird man sich der Schmerzen, die diese Fesseln ausgelöst haben, erst richtig bewusst. Natürlich dauert das Spiel um einiges länger, als ich es hier beschrieben habe. Ich vermeide nun erst mal, mit ihm darüber zu reden, dass sich jetzt gerade auch herausgestellt hat, dass er, zusätzlich zum „Cuckolding“, auch devote und passive Neigungen hat. Dieses hat er ja nun selbst bemerkt, daher lasse ich es erst einmal unkommentiert. Dass sein Lustgewinn aus der Eifersucht sich in dieser Partnerschaft nicht abbilden lässt, das allein ist schon schade. In der Regel sind die Rollen bzw. Machtverhältnisse in langjährigen Beziehungen nur schwer veränderbar. Ich beurteile nicht, ob es besser wäre, sich aus dieser Beziehung zu lösen, um diese sexuellen Fantasien umzusetzen.

In diesem Falle wäre mein Klient mit einem aktiven Partner, der Verständnis für diesen Lustgewinn aus der Eifersucht heraus hat, sicherlich besser bedient. Aber es ist eben nicht so. Er liebt einen anderen Mann, der gerne passiv ist und offensichtlich zudem noch monogam leben will.
Nun sind die Fesseln gelöst und mein Klient hat keine Augenbinde mehr auf. Trotzdem schaut er auf den Boden. Er schämt sich. Ich lasse ihn erst mal etwas in die Realität zurückkommen. Ich streichle seinen Kopf etwas und sage lächelnd: „Das war richtig geil – Da kam was raus!“ Wir sprechen noch kurz primär über meinen Kick, damit er sich mir gegenüber nicht rechtfertigen muss und feststellen kann, dass er bei mir mit seinen Fantasien genau richtig ist. Er lächelt zufrieden und vor allem dankbar, als wir dann schließlich an der Tür stehen. Wir drücken uns kurz, noch ein bestätigender Blick in die Augen und er geht entspannt.

Das mit dem „Kick durch den Kick des Anderen“ ist im Übrigen gar nicht gelogen, denn ich erlebe das sogar sehr intensiv. Ich glaube, das hat jeder schon einmal gespürt, der in seiner Sexualität etwas sensibler ist. Zu diesem Kick wird sich heute noch eine ähnliche Erfahrung mit einem anderen Klienten hinzugesellen – aber dazu in der nächsten Ausgabe mehr.

Ich denke in diesem Falle, dass Liebe und Zusammengehörigkeitsgefühl den größten Respekt verdienen. Zudem ist es auch möglich, dass Stefan ansonsten sehr zufrieden ist mit der Konstellation zu seinem passiven Partner und nur diesen Bereich seiner Sexualität zwischendurch mal ausleben muss. Und wie ich gerade wieder erlebt habe, bekommt man sexuelle Befriedigung ja nun auch wirklich gut außerhalb einer Beziehung hin. Das ist mein Job – und wenn es Fantasien jenseits der Normen sind, bin ich zudem noch verdammt gerne dafür da!

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